Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Die „Frankfurter Latern“ von Friedrich Stoltze erscheint erstmalig, 24. August 1860
Der Mundartdichter und VerlegerFriedrich Stoltze (1816–1891) veröffentlicht zusammen mit dem Zeichner und Karikaturisten Ernst Schalck (1827–1865) am 24. August 1860 in Frankfurt am Main die erste Ausgabe der „Frankfurter Latern“, einer politisch-satirischen Zeitschrift. Sie erschien ab November 1860 alle zehn Tage als „Illustrirtes-satyrisches, humoristisch-lyrisches, kritisch-raisonnirendes, ästherisch-annoncirendes Wochenblatt, wo die Woch’ zehn Tage hat“. Vor allem in den Mundartstücken und den Zeichnungen kritisierte das Blatt die politischen, gesellschaftlichen und sozialen Zustände seiner Zeit. In der ersten Probenummer heißt es programmatisch: „Man soll sein Lichtlein ohne Not/Nicht untern Scheffel setzen,/Das ist ein biblisches Gebot, /Das wissen wir zu schätzen;/Doch weil in dieser Zeit voll Wind/ Stets in Gefahr die Lichter sind, /So stecken wir als kluge Herr'n/ Das unsrige in die Latern“1
1866, nach dem Einmarsch der preußischen Truppen wurde das Wochenblatt verboten, durfte aber ab Februar 1872 wieder regelmäßig erscheinen, nun als Wochenblatt unter alleiniger Verantwortung von Stoltze. Nach seinem Tod 1891 wurde die Zeitschrift von seinen Nachfahren zunächst fortgeführt und 1893 eingestellt.
(StH/UH)
- Zitiert nach Breitkreuz, Friedrich Stoltze, 2016, S. 84 ↑
- Belege
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Die „Frankfurter Latern“ von Friedrich Stoltze erscheint erstmalig, 24. August 1860“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6464> (Stand: 14.4.2025)
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