Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Prüfung der Zwangsverfassung von 1852 in Kassel, 30. Mai 1860
Am 21. Juni 1862 war Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) durch preußische Truppen an hessischen Grenzen gezwungen, die liberale Verfassung von 1831 bis auf den Verfassungseid des Militärs wiederherzustellen, die durch die Herbstkrise von 1850 außer Kraft gesetzt worden war. Seit Jahren bestand ein kurhessischer Verfassungskonflikt. Im Jahr 1852 kam es durch den Kasseler reaktionären Kurfürsten zur systematischen Sabotage der vom Bund auferlegten Verfassung. Die Forderungen von Friedrich Oetker (1809–1881) und folglich der liberalen Mehrheit des Kurhessischen Landtags wurden von Preußen und weiteren Bundesstaaten unterstützt. Am 30. Mai 1860 wurde zwar die Verfassung von der Kasseler Regierung geprüft, doch erfolgte erst am 24. Mai 1862 der Bundesbeschluss der Wiederherstellung der Verfassung von 1831. Im Spätherbst wurde der vorgelegte Haushaltsplan verweigert und das Ministerium entlassen, sodass Otto von Bismarck (1815–1898) mit einer preußischen Note eine Absetzungsdrohung versandte.
(StH)
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 251
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Herbstkrise 1850 (eingesehen am 11.2.2022)
- Wikipedia: Kurhessischer Verfassungskonflikt (eingesehen am 11.2.2022); Wikipedia: Otto von Bismarck (eingesehen am 11.2.2022)
- Empfohlene Zitierweise
- „Prüfung der Zwangsverfassung von 1852 in Kassel, 30. Mai 1860“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6463> (Stand: 30.5.2025)
- Ereignisse im April 1860 | Mai 1860 | Juli 1860
-
Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi. Do. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
