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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Einweihung der „griechischen Kapelle“ auf dem Neroberg, 25. Mai 1855

Am 31. Januar 1844 heiratete Elisabeth Michailowna Romanowa (1826–1845), die Nichte des Zaren Alexander I., in St. Petersburg Herzog Adolph von Nassau (1817–1905). Das junge Paar kam am 26. März 1844 nach Wiesbaden, wo die beiden von der Bevölkerung mit einem Festzug begrüßt wurden. Bereits ein Jahr später verstarb Herzogin Elisabeth im Kindbett und der trauernde Witwer beschloss, ihr auf dem die Stadt überragenden Neroberg eine würdige Grabkapelle zu errichten, die gleichzeitig als Gotteshaus für die russische Gemeinde dienen sollte.

Da die ersten Entwürfe nicht gefielen, wurde Oberbaurat Philipp Hoffmann (1778–1834) 1846/47 zu einer Studienreise nach St. Petersburg und Moskau geschickt. Nach seiner Rückkehr konzipierte er einen Zentralbau in der Art einer byzantinischen Kreuzkuppelkirche mit fünf vergoldeten Zwiebeltürmen. Die reiche Innenausstattung mit Carrara-Marmor und Wandmalereien des Berliner Malers August Ferdinand Hopfgarten (1807–1896) folgte dem detaillierten Konzept Philipp Hoffmanns, der hier italienische und russische Gestaltungsformen verknüpfte. Besondere Aufmerksamkeit legte er auch auf die Gestaltung der Ikonostase vor dem Altar, deren Ikonen von dem St. Petersburger Hofmaler Timoleon Karl von Neff (1805–1876) gemalt wurden.

Das in einer Nische über der Krypta aufgestellte Grabmal der Herzogin und ihrer bei der Geburt verstorbenen Tochter schuf der Wiesbadener Hofbildhauer Emil Hopfgarten (1821–1856).

Am 25. Mai 1855 wird die Kapelle in einer feierlichen Zeremonie der Hl. Elisabeth geweiht und noch am gleichen Tag werden die Leichname in der Krypta beigesetzt.
(UH)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Einweihung der „griechischen Kapelle“ auf dem Neroberg, 25. Mai 1855“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6431> (Stand: 13.8.2024)
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