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Zusammentreffen Kaiser Wilhelms II. mit dem bulgarischen König in Bad Nauheim, 29. August 1918

Kaiser Wilhelm II. trifft mit dem bulgarischen König Ferdinand I. (1861–1948) in Bad Nauheim zusammen.

König Ferdinand I., der im Frieden von Bukarest vom 10. August 1913 (Beendigung des von Bulgarien begonnenen Zweiten Balkankrieges) Gebietsverluste an Rumänien, an die Türkei und auch an Serbien hatte hinnehmen müssen, sah nach einem Bündnis mit den Mittelmächten die Chance, die Verträge zu revidieren. Nach anfänglichen Gewinnen der bulgarischen Truppen an der Seite Österreichs und Deutschlands wendete sich die Lage mit den Siegen der alliierten Truppen 1918 zuungunsten Bulgariens. Einen Monat nach dem Zusammentreffen Ferdinands I. mit dem deutschen Kaiser musste das Königreich Bulgarien am 30. September 1918 als erster Verbündeter der Mittelmächte kapitulieren. Es ist zu vermuten, dass die Lage wenige Wochen vor der Kapitulation Bulgariens ein wesentlicher Gegenstand des Treffens in Bad Nauheim gewesen ist.1 Ferdinand I. dankt am 3. Oktober 1918 ab, Thronfolger wird sein Sohn Boris (Boris III. von Bulgarien, 1894-1943).
(OV/KU)


  1. Vgl. dazu Horst D. Mühleisen, Kurt Freiherr v. Lersner. Diplomat im Umbruch der Zeiten 1918–1920, Marburg 1984, S. 31.
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Empfohlene Zitierweise
„Zusammentreffen Kaiser Wilhelms II. mit dem bulgarischen König in Bad Nauheim, 29. August 1918“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/1908> (Stand: 28.12.2018)
Ereignisse im Juli 1918 | August 1918 | September 1918
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