Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Sturm auf die Frankfurter Hauptwache, 3. April 1833
Nach dem "Hambacher Fest" im Mai 1832 planten einige national gesinnte Aufständische, darunter auch Ludwig Weidig (1791–1837) aus Butzbach, der Mitbegründer des "Germanenbundes" in Gießen Paul Follen (1799–1844) und der Frankfurter Anwalt Gustav Körner einen Anschlag in Frankfurt, seit 1815 Sitz der deutschen Bundesversammlung, als Aufforderung zu einer nationalen und demokratischen Volkserhebung. Am 3. April 1833 erstürmten kleine Trupps bewaffneter Burschenschaftler die Hauptwache, die Konstablerwache und die Preungesheimer Zollstätte ("Frankfurter Wachensturm"). Angeführt wurden sie maßgeblich von dem Arzt Gustav Bunsen (1804–1836). Da es nicht gelang, weitere Unterstützung durch Frankfurter Bürger zu erhalten, konnte der Aufstand von den vorgewarnten Frankfurter Wachmannschaften niedergeschlagen werden. Es kam zu einigenVerhaftungen - Gustav Körner und Gustav Bunsen konnten fliehen und wanderten nach Amerika aus. In der Folge wird in Frankfurt eine Bundeszentralbehörde für „politische Unruhen“ eingerichtet.
(StH/UH)
- Belege
- Weiterführende Informationen
- ISG FFM, H.15.33, Wachensturm am 3. April 1833
- Wikipedia: Gustav Bunsen (eingesehen am 15.2.2022)
- Wikipedia: Frankfurter Wachensturm (eingesehen am 15.2.2022)
- Wikipedia: Kategorie:Teilnehmer am Frankfurter Wachensturm (eingesehen am 15.2.2022)
- Empfohlene Zitierweise
- „Sturm auf die Frankfurter Hauptwache, 3. April 1833“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6250> (Stand: 29.9.2026)
