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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

NS-Gedenken an Friedrich Ludwig Weidig in Butzbach, 13. Juni 1937
Prof. Ferdinand Werner (1876–1961), 1933 kurzzeitig erster nationalsozialistischer Staatspräsident in Darmstadt, enthüllt auf dem ersten Weidig-Turnfest in Butzbach einen Gedenkstein für den Theologen, Demokraten und „hessischen Turnvater“ Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837). Der nach seiner Absetzung als Staatspräsident zum „Reichswanderführer“ ernannte Werner versucht damit im Sinne der nationalsozialistischen Propaganda, Weidig für die eigene Bewegung zu vereinnahmen. Werner war vor seiner Ernennung zum hessischen Staatspräsidenten 23 Jahre lang Lehrer an der Weidig-Schule in Butzbach und betätigte sich als antisemitischer, deutschnationaler Politiker.
(OV)
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 379
- Empfohlene Zitierweise
- „NS-Gedenken an Friedrich Ludwig Weidig in Butzbach, 13. Juni 1937“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/776> (Stand: 13.8.2024)
