Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Gründungsversammlung des Städelschen Museumsvereins, 27. Juni 1899
Auf Initiative des Reichstagsabgeordneten, Verlegers und Herausgebers der von ihm gegründeten „Frankfurter Zeitung“ Leopold Sonnemann (1831–1909) findet am 27. Juni 1899 in Frankfurt die Gründungsversammlung des Städelschen Museumsvereins statt. Vorausgegangen waren heftige Auseinandersetzungen um die Fortführung des 1815 gestifteten Städelschen Kunstinstituts.
Zum Vorstand der Vereinigung, die führende Persönlichkeiten der Stadt umfasste, gehörten auch die Kunstsammler Martin Flersheim (1856–1935) und Victor Mössinger (1857–1915). In enger Zusammenarbeit mit dem Leiter der Sammlung Dr. Heinrich Weizsäcker (1862–1945) war der Verein bestrebt, gegen den Widerstand der konservativen Städeladministration Werke zeitgenössischer Künstler für die Sammlung anzukaufen. Bereits ein Jahr nach der Gründung gelang unter hohem persönlichem Einsatz von Leopold Sonnemann der Erwerb des damals umstrittenen Gemäldes von Max Liebermann „Der Hof des Waisenhauses in Amsterdam“.
(UH)
- Belege
- Andreas Hansert, Geschichte des Städelschen Museums-Vereins Frankfurt am Main, hrsg. vom Vorstand des Städelschen Museums-Vereins, Frankfurt am Main 1994
- Andreas Hansert, Der Mäzen und Stifter, in: Anna Schnädelbach/Michael Lenarz/Jürgen Steen (Hrsg.), Frankfurts demokratische Moderne und Leopold Sonnemann. Jude – Verleger – Politiker – Mäzen, Frankfurt am Main 2009, S. 167-177
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Gründungsversammlung des Städelschen Museumsvereins, 27. Juni 1899“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7823> (Stand: 27.10.2026)
