Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Eröffnung des Lehrerausbildungsseminars in Friedberg für das Großherzogtum Hessen, 30. September 1817
Anlässlich des 300. Jahrestages der Reformation ordnet Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753–1830) an, eine Lehrerausbildungseinrichtung in Friedberg zu eröffnen. Hier sollen angehende lutherische und reformierte Lehrer auf ihren Beruf vorbereitet werden. Wilhelm Friedrich Hesse (1789–1841) entwickelt den Ausbildungsplan, mit dem eine bessere Qualifikation des Lehrpersonals erreicht werden soll. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und ist kostenlos; das Seminar stellt Unterkünfte zur Verfügung.
Die Wahl des Standortes Friedberg hängt mit seiner günstigen Verkehrslage für das Großherzogtum zusammen, die Stadt verbindet das nordhessische Hinterland mit den südhessischen Gebieten des Großherzogtums Hessen. Mit dem Volksschulgesetz von 1874 geht die Aufsicht an das Ministerium des Inneren über.
(RKr)
- Belege
- Otto Schlander, Der Aufbau des Schulwesens im Großherzogtum Hessen-Darmstadt nach 1815, Bern u. a. 1978
- Hannes Bressler, Das Volksschulwesen in Südhessen zwischen 1803 und 1874, Diss. Frankfurt am Main 1969
- Weiterführende Informationen
- Großherzogliches Hessisches Regierungsblatt von 1817, Bd. 2, Nr. 712, S. 421
- Empfohlene Zitierweise
- „Eröffnung des Lehrerausbildungsseminars in Friedberg für das Großherzogtum Hessen, 30. September 1817“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6123> (Stand: 30.9.2025)
- Ereignisse im August 1817 | September 1817 | Oktober 1817
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