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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Ersatzwahlen zum Reichstag im Großherzogtum Hessen, 5. November 1896

In zwei Reichstagswahlkreisen im Großherzogtum Hessen finden Ersatzwahlen statt.

Im Reichstagswahlkreis Großherzogtum Hessen 1: GießenGrünberg – Nidda erhalten dabei im ersten Wahlgang

  • Philipp Köhler (1859–1911; Deutsche Reformpartei) 4.177 Stimmen (34,5 %)
  • Carl Meinert (Nationalliberale Partei; Landwirt) 2.442 Stimmen (20,2 %)
  • Prof. Dr. Edmund Stengel (1845–1935; Freisinnige Vereinigung) 2.129 Stimmen (17,6 %)
  • Philipp Scheidemann (1865–1939; SPD) 3.351 Stimmen (27,7 %)

Bei der notwendigen Stichwahl wird Philipp Köhler mit 9.733 Stimmen (64,9 %) wiedergewählt, der Sozialdemokrat Scheidemann erhält 5.255 Stimmen.

Die Wahl war nötig geworden, da das Mandat des eigentlich in diesem Wahlkreis Gewählten, Philipp Köhler, nachdem diesem eine Postagentur übertragen wurde, am 1. Juli 1896 für erloschen erklärt worden war.

Im Reichstagswahlkreis Großherzogtum Hessen 9: Mainz findet ebenfalls eine Ersatzwahl statt, da der bisherige Vertreter des Wahlkreises, der Sozialdemokrat Franz Jöst (1851–1921), im Juli 1896 alle seinen politischen Ämter aufgegeben und damit auch sein Reichstagsmandat niedergelegt hatte.

Im ersten Wahlgang erhalten dabei

  • Michael Wolf (1859–1929; Deutsche Reformpartei) 847 Stimmen (4,6 %)
  • Wilhelm Soldan (1842–1905; Nationalliberale Partei) 3.142 Stimmen (17,0 %)
  • Dr. jur. Adam Schmitt (1855–1928; Zentrum) 7.118 Stimmen (38,5 %)
  • Eduard David (1863–1930; SPD) 7.358 Stimmen (39,8 %)

Bei der notwendigen Stichwahl wird Dr. Schmitt mit 10.287 Stimmen (50,4 %) gewählt, der Sozialdemokrat David unterliegt knapp und erhält 10.112 Stimmen.
(LV)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Ersatzwahlen zum Reichstag im Großherzogtum Hessen, 5. November 1896“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6812> (Stand: 5.11.2025)
Ereignisse im Oktober 1896 | November 1896 | Dezember 1896
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