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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Ludwig Emil Grimm trifft in Rom ein, 18. Juni 1816

Am 18. Juni 1816 trifft der „Malerbruder“ der damals in Kassel lebenden Brüder Grimm, Ludwig Emil Grimm (1790–1863) in Rom ein. Er besucht die Stadt auf Einladung des befreundeten Frankfurter Kaufmanns Georg Brentano (1775–1851). Der in München studierende Künstler hatte schon länger den Plan gehegt, einen Studienaufenthalt in Italien zu verbringen. Die insgesamt nur sechswöchige Studienreise verlief zunächst von München über Innsbruck, Bozen, Verona, Mantua, Modena, Bologna und Florenz.

In Rom traf er aus seinem Kasseler Bekanntenkreis den Architekten Johann Heinrich Wolff (1792–1869) und den Landschaftsmaler Johann Martin von Rohden (1778–1868), der ab 1795 mehrfach in Rom weilte und dort auch verstarb. Im Caffè Greco, dem Treffpunkt der deutschen Künstler in Rom begegnete er weiteren der damals länger in Rom weilenden Künstlern, zum Beispiel den Malern Josef Anton Koch (1768–1839) und Peter von Cornelius (1783–1867) sowie dem Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770–1844). In seinem Tagebuch vermerkte Grimm auch eine Reise nach Neapel, Pompeij und zum Vesuv. Auf der Rückreise über Livorno und Genua besuchte er in Carrara den aus Arolsen stammenden Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777–1857), der seit 1804 mit einem Stipendium in Italien lebte. Von seiner Reise brachte er neben seinem ausführlichen Tagebuch über fünfzig Skizzen mit, die Land und Leute einprägsam wiedergeben und die er später in Radierungen umsetzte.

1817 zog Ludwig Emil Grimm nach Kassel und nahm 1828 zusammen mit dem Bildhauer Johann Werner Henschel (1782–1850) an der großen Dürerfeier in Nürnberg teil. 1832 erhielt er eine Anstellung als Professor und Lehrer an der Kasseler Akademie.
(UH)

Belege
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Empfohlene Zitierweise
„Ludwig Emil Grimm trifft in Rom ein, 18. Juni 1816“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6109> (Stand: 18.12.2025)
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