Bahnhofsanlage aus Betriebsgebäude, Empfangsgebäude und Wasserturm
Die Anbindung Homburgs an das Eisenbahnnetz erfolgte relativ spät, erst 1860 wurde die Verbindung nach Frankfurt geschaffen. Eine weitere Verbindung in den Taunus nach Usingen kam erst 1895 zustande. Aufgrund der Trassenführung hatten beide Bahnstrecken einen eigenen Bahnhof, der Alte Bahnhof in der Louisenstraße, sowie rund 100 Meter entfernt, in deren Verlängerung, der Usinger Bahnhof. Diese Situation behinderte das Reisen von Hintertaunus und Wetterau in das Rhein-Main-Gebiet und führte bereits um 1900 zu Überlegungen zur Errichtung eines neuen Bahnhofs, der beide Strecken verbinden sollte. Nach längeren Diskussionen zwischen der Stadt und der preußischen Staatsbahnverwaltung über den Standort, konnte sich letztlich Ritter von Marx mithilfe von Louis Jacobi durchsetzen. Zwischen 1904 und 1907 wurde der heutige Bahnhof im Stil der deutschen Neorenaissance, die Stilelemente des landestypischen Fachwerkbaus miteinbezog, errichtet. Als zentraler Bahnhof verband er nicht nur die einzelnen Bahnstrecken, sondern auch der Gütertransport wurde hier organisiert. Dementsprechend bestand er aus einem Empfangsgebäude mit Uhrturm, einem Wasserturm, einem eigenen Betriebsgebäude, dem Fürstenbahnhof sowie einem Güterbahnhofsgebäude und einem Koksschuppen.
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Bilder und Dokumente S. 19, 108-109
Eingangstor
Homburger Bahnhof
Baeumerth, Fremde S. 136, 149
Clemens, Neuer Bahnhof
Fechtner, Altes Bad Homburg S. 121-125
Rowedder, Denkmaltopographie S. 147-151
Schwaiger, Taunusbahn S. 9
Söhnlein, Bad Homburg-Frankfurt S. 53-54
Walsh, 100 Jahre
„Neuer Bahnhof, Am Bahnhof 1-3“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1027> (aufgerufen am 25.05.2026)