Der französische Orden eröffnet im 19. Jahrhundert Niederlassungen in Holland, in der Schweiz und nach dem Kulturkampf in Hünfeld. Die deutsche Abteilung des Ordens ist auf die Missionierung in den deutschen Kolonien, besonders Deutsch-Südwestafrika, ausgerichtet.
Behördliche Bedingung für die Zulassung in Deutschland ist die Ablösung der deutschen Oblaten vom Mutterhaus in Paris und ihre Verselbständigung (1894). Die politische Gemeinde Hünfeld und der Bischof von Fulda, Kardinal Kopp, unterstützen 1896 den Bau des Bonifatiuskloster als Philosophisch-Theologische Hochschule. Oblaten stellen die Militärseelsorger der deutschen Truppen in Namibia.
Im Nationalsozialismus werden die Ordensmitglieder verfolgt, 1941 das Kloster geschlossen.
Am 2.August 1946 werden Bibliothek und Kloster mit amerikanischer Unterstützung wiedereröffnet. Die Oblaten engagieren sich nach 1945 besonders in der Betreuung der Vertriebenen und Flüchtlinge.
» siehe auch Kulturkampf; Weiße Väter;