In der 1836 gegründeten Kaiserswerther Diakonissenanstalt von Friederike und Theodor Fliedner, einem protestantischen Pfarrerehepaar, werden Frauen für ihre Arbeit im Sozial- und Bildungsbereich ausgebildet. 1853 gibt es bereits 128 Diakonissen, darunter 22 Lehr- und Probeschwestern. Zum Komplex Kaiserswerth gehören neben dem Diakonissenhaus ein Krankenhaus, ein Waisenhaus, eine Kleinkinderschule, eine Elementarschule und Handwerksbetriebe. Von Kaiserswerth aus wird die Entstehung weiterer Mutterhäuser gefördert; in diesen werden eine Ausbildung und Vorbereitung für den Beruf und das religiöse Leben als Diakonisse vermittelt, orientiert am Vorbild der katholischen Frauenorden. Die Diakonissen sind an der Kaiserswerther Kleidung mit weißer Haube zu erkennen. 1916 schließen sich 13 Mutterhäuser zum Kaiserswerther Verband zusammen.
» siehe auch Diakonisse; Kaiserswerther Verband; Mutterhaus;