Ein wichtiger Orden für die gesamte Diözese Limburg ist im 19. Jahrhundert der der Armen Dienstmägde Jesu Christi. 1851 gründet Katharina Kasper aus dem Westerwaldort Dernbach die Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi. 1855 werden Statuten für die Gemeinschaft durch den Limburger Bischof Blum bestätigt. 1860 erkennt der Papst die Genossenschaft an, bestätigt 1870 die Ordensregeln. Der Orden verbreitet sich schnell im Westerwald, Taunus und im Rheinland. In vielen Orten des Bistums übernehmen die Schwestern die Kinderbetreuung neben der Krankenambulanz und bauen Schulen auf. Sie kümmern sich um Arme und Kranke, Waisen und Obdachlose in den Gemeinden. Besonders ist ihnen wichtig, gegen den Bettelmannhandel zu kämpfen. Die Schwestern erhalten eine fundierte medizinische, fachwissenschaftliche und pädagogische Qualifizierung in Ausbildungszentren. Der Orden entwickelt sich zu einer der wichtigsten Krankenpflegeeinrichtungen. Er bietet für Frauen eine Perspektive durch Ausbildung, berufliche Tätigkeit auf ein selbstbestimmtes Leben.
Im Kulturkampf werden Schulen und Waisenhäuser des Ordens geschlossen, die Einrichtungen der Krankenversorgung bleiben bestehen. 1882 gelingt die Wiedereröffnung der Kindergärten, damals Kinderbewahranstalten genannt.
Die Zahl der Niederlassungen wächst rapide, um 1880 existieren allein im Bistum Limburg neben dem Mutterhaus 25 weitere Häuser.
» siehe auch Bettelmannhandel; Kindergarten; Kongregation; Kulturkampf;