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Herzogtum Nassau 1819 – 13. Seck

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Ellar

Ortsteil · 277 m über NN
Gemeinde Waldbrunn (Westerwald), Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

Ellar liegt 15 km nordöstlich von Limburg.

Lage und Verkehrslage:

Ellar liegt 8 km nordöstlich von Hadamar an der L 3022.

Historische Namensformen:

  • Eller (1616) (Kupferstichkarte von Nassau)

Ortsteile:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3435760, 5597304
UTM: 32 U 435711 5595505
WGS84: 50.5079797° N, 8.093353454° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533016010

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 692
  • 1961: 881
  • 1970: 1918

Diagramme:

Ellar: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Hadamar, Amt Mengerskirchen
  • 1806: Großherzogtum Berg, Amt Ellar, Kirchspiel Lahr
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar
  • 1867: Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1886: Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Kreis Limburg
  • 1945: Groß-Hessen, Kreis Limburg
  • 1946: Bundesland Hessen, Kreis Limburg
  • 1974: Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Limburg

Herrschaft:

Die Herrschaft Ellar bestand im Früh- und Hochmittelalter aus den Zenten Lahr, Elsoff (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz), Niederzeuzheim und Frickhofen (Bleseberg), weshalb die Herrschaft auch als die "Vier Zehnten" bezeichnet wurde.

Bis 1137: Grafschaft Diez

Von 1337: bis vor 1362: als Diezer Pfand im Besitz der Grafschaft Nassau-Hadamar

1362-1367: wieder Grafschaft Diez

1367-1405: als Teil der Vier Zehnten (Elsoff, Frickhofen, Lahr und Niederzeuzheim) zur Grafschaft Katzenelnbogen

1405-1479: Vier Zehnten zu 1/3 im Besitz von Nassau-Dillenburg und zu 2/3 im Besitz der Grafschaft Katzenelnbogen

1479-1534: die Zehnten zu 2/3 der Landgrafschaft Hessen und zu 1/3 den Grafen von Nassau-Dillenburg

1534-1557: Landgrafschaft Hessen, die Grafen von Nassau-Dillenburg und Kurtrier zu je 1/3 im Besitz der Vier Zehnten

1557-1606: im alleinigen Besitz der Grafen von Sayn

1606-1650: Grafschaft Nassau-Hadamar

1650-1711: Fürstentum Nassau-Hadamar

1717-1743: Fürstentum Nassau-Dillenburg

1743-1806: Grafen von Nassau-Diez als Teil des Fürstentums Nassau-Oranien

1806-1813: Großherzogtums Berg

1813-1815: Nassau-Oranien

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Zusammenlegung von Ellar und Hintermeilingen zur neuen Gemeinde Ellar. Beide wurden am 1.7.1974 wurde als Ortsteile der neu gebildeten Gemeinde Waldbrunn (Westerwald) eingegliedert.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ab 1590 zur Pfarrei Lahr gehörig.

Patronat:

Die Grafen von Katzenelnbogen erwerben 1453 den Kirchensatz zu Ellar von den Herren von Eppstein-Münzenberg.

Ab 1479 nehmen die Landgrafschaft Hessen und die Grafschaft Nassau-Dillenburg abwechselnd das Patronatsrecht wahr.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Nassau-Dillenburg: ab 1533

Reformierter Bekenntniswechsel: um 1575

Katholischer Bekenntniswechsel in Nassau-Hadamar: ab 1629

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Trierer Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Dekanat Dietkirchen gehörig

Wirtschaft

Mühlen:

1806 gehören 2 Mühlen zu Ellar.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ellar, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8244> (Stand: 3.2.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde