Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Gumpersberg

Ortsteil · 327 m über NN
Gemarkung Ober-Kinzig, Gemeinde Bad König, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Siedlung

Lagebezug:

13 km nordwestlich von Erbach, 1 km westlich von Ober-Kinzig

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf mit loser Gebäudeanordnung im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes bei einseitiger Tallage.

Ersterwähnung:

1408

Historische Namensformen:

  • Gamppfersberge (1408)
  • Gumpprechtsperge (1408)
  • Gompfberg (1424)
  • Gomphersberg (1445)
  • Gumbersberg (1757)

Bezeichnung der Siedlung:

  • Weiler

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3495093, 5514870
UTM: 32 U 495020 5513104
WGS84: 49.77038324° N, 8.930838822° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437001040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 580, davon 308 Acker, 86 Wiesen, 165 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1730: 5 wehrfähige Männer
  • 1829: 73 Einwohner

Diagramme:

Gumpersberg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg (halb), die andere Hälfte gehörte zum Fürstentum zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Cent Kirch-Brombach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg, Cent Kirch-Brombach
  • 1820: Amt Breuberg
  • 1822: Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Kreis Neustadt
  • 1874: Kreis Erbach
  • 1972: Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Centgericht: Kirch-Brombach
  • 1820: standesherrliches Amt Breuberg
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Höchst

Gemeindeentwicklung:

Am 1.5.1951 zur Gemeinde Ober-Kinzig

Am 1.10.1971 zur Gemeinde Bad König

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1408 hat Henne Starckrat 2 Malter Korn von Graf Johann von Wertheim zu Lehen. Er verkauft im gleichen Jahrmit Willen des Grafen diese Korngült an Schenk Eberhard von Erbach. 1424 bekennt Heinrich Starkerad, 2 Malter Korn zu Gumpersberg von Graf Johann von Wertheim zu Lehen zu haben.
  • 1806 mit der Breubergischen Cent Krich-Brombach an das Großherzogtum Hessen.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

zu Kirchbrombach

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1526 durch die Grafen von Wertheim.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gumpersberg, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13909> (Stand: 4.1.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde