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Hessian World War I Primary Sources

↑ Kriegsgedichte in der Oberhessischen Zeitung (Marburg), Juli - September 1914

Abschnitt 15: Josef Schick, An mein Vaterland! (Gedicht)


An mein Vaterland!

Geschlagen hat die ernste Schicksalsstunde,
Steh auf, mein deutsches Vaterland!
Die Lüg' und Rachsucht mit dem Neid im Bunde
Entfacht des Krieges Feuerbrand.

Mit ehernem Griffel schreibe deine Stärke
Ins Buch des Schicksals ein mit Blut
Und mach' zuschanden all die bösen Werke,
Die ausgedacht die Frevlerbrut.

Entsende deiner tapfern Söhne Scharen
Nach Ost und West und auf das Meer!
Die Feinde mögen deinen Zorn erfahren.
Betreten Deutschland nimmermehr!

Des Briten Schiffe stoße in die Fluten,
Des Franzmanns Heere in den Staub!
Des Russen Horden, Joch und Knuten,
Sie seien deines Schwertes Raub!

Mach frei die schöne Welt von welcher Tücke,
Erlöse sie von Britens Gier
Und schlag' des falschen Russen Reich in Stücke
Der Welt und dir zur ew'gen Zier!

Auf blut'gen Feldern möge kühn erheben
Zum Himmel sich der deutsche Aar
Und allen Völkern bringen neues Leben
Und Frieden nach der Kriegsgefahr!

Dr. Josef Schick.


[Veröffentlicht in der Oberhessischen Zeitung vom 24. August 1914]


Recommended Citation: „Kriegsgedichte in der Oberhessischen Zeitung (Marburg), Juli - September 1914, Abschnitt 15: Josef Schick, An mein Vaterland! (Gedicht)“, in: Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg <https://www.lagis-hessen.de/index.php/en/purl/resolve/subject/qhg/id/118-15> (aufgerufen am 06.05.2026)