Hessian World War I Primary Sources

Contents
- Mobilmachung und Ausmarsch des Regiments
- Einmarsch in Frankreich und Vorrücken zur Maas
- Marneschlacht, Vormarsch von Oches bis Fontenoy
- Die Einheit im Rückzug nach der Marneschlacht
- Ausbau von Stellungen nach dem Rückzug
- Verlegung der Einheit in die Gegend von Lille
- Kämpfe der Enheit bei Ennetières
- Einsatz bei Comines und Wytschaete
- Abtransport der Einheit an die Ostfront (Polen)
- Rückmarsch des Regiments durch Belgien November 1918
- Rückmarsch von Aachen über Köln nach Butzbach
Illustrations
↑ Adolf Soldan, Das 5. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Nr. 168
Abschnitt 9: Abtransport der Einheit an die Ostfront (Polen)
◀ [21-22]
29. November: Abtransport der Bataillone über Luxemburg—Trier —Koblenz—Frankfurt a. M.—Kassel—Thorn nach Wlochlawek in Polen, um auf dem östlichen (russischen) Kriegsschauplatz Verwendung zu finden.
In den bisherigen Kämpfen an der Westfront hatten die deutschen Truppen im Monat August und September infolge ihrer hochentwickelten Technik des Angriffes glänzende schnelle Erfolge aufzuweisen. Hierdurch war es dem Gegner unmöglich gemacht, in Deutschlands Westgrenze einzufallen, wie es geplant war. Von Mitte September 1914 ab gingen beide Parteien auf der Westfront zum Stellungskampf über, und damit war die Entscheidung auf dem westlichen Kriegsschauplatz auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Gewehr, das bis dahin die Hauptwaffe der Infanterie war, bekam einen ebenbürtigen Kameraden in dem Spaten. Die Erde, die den Gefallenen die letzte Ruhestätte bot, wurde auch von den Lebenden als stärkste Beschützerin gegen Maschinengewehre und schwere Artillerie ausgesucht.
In dem Stellungskampf erblickte man französischerseits das einzige Mittel, um den siegreichen deutschen Truppen ein weiteres Vordringen zu vereiteln. Auf deutscher Seite war man aus folgenden Gründen zum Stellungskampf gezwungen:
I. Neue große russische Kolonnen waren im Anmarsch auf unsere Ostgrenze. [S. 22] Es hatte sich erwiesen, daß das russische Heer auch durch die Riesenschlacht bei Tannenberg nur an einer leichten Stelle getroffen war.
II. Italien hatte sich inzwischen entschlossen, auf der Seite der Entente zu kämpfen. Dadurch wurden mehrere französische Armeekorps frei, die bisher gegen Italien bereitgestanden hatten. Auf beiden Fronten konnte Deutschland gleichzeitig nicht die Offensive ergreifen, denn dazu war die Übermacht der Feinde zu groß.
Das 5. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Nr. 168 wurde vom 4. Dezember 1914 - 26. November 1915 an der Ostfront (Polen, Karpaten, Galizien, Russland) und auf dem Balkan (Serbien) eingesetzt. Anfang Dezember wurde die Einheit wieder an die Westfront verlegt, wo sie an Kämpfen in den Argonnen, der Champagne, vor Verdun, bei Reims und bei St. Quentin teilnahm. Von der Westfront marschierte die Einheit nach dem Waffenstillstand nach Deutschland zurück.
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| Keywords: | 5. Großherzoglich Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 168 · Infanterie-Regiment Nr. 168 |
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| Recommended Citation: | „Adolf Soldan, Das 5. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Nr. 168, Abschnitt 9: Abtransport der Einheit an die Ostfront (Polen)“, in: Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg <https://www.lagis-hessen.de/index.php/en/purl/resolve/subject/qhg/id/111-9> (aufgerufen am 20.06.2026) |


