Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg

Inhalt
- 1.8.1914: Panikkäufe in Marburg und Umgebung
- ...
- 3.8.1914: Änderung der Zugfahrpläne
- 3.8.1914: Stellungnahme eines Enzelhändlers
- 3.8.1914: Keine Versendung von Briefen
- 3.8.1914: Aufruf zur Musterung an Mannschaften
- 3.8.1914: Anzeige für Militärunterzeuge
- 3.8.1914: Einschränkungen im Eisenbahnverkehr
- 3.8.1914: Personalsuche für das Rote Kreuz-Lazarett
- ...
- 4.8.1914: Auskunftsstelle für Marburg und Umgegend
Abbildungen
↑ Die ersten Kriegswochen in der Oberhessischen Zeitung (Marburg), August 1914
Abschnitt 27: 3.8.1914: Stellungnahme eines Enzelhändlers
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Zur Aufklärung.
Wie mir bekannt wurde, sind Gerüchte verbreitet, daß ich Lebensmittel wie Mehl, Salz, Reis und Hülsenfrüchte u.s.w jetzt zu weit höheren Preisen als seither verkaufe. Ich teile deshalb meinen Kunden auf diesem Wege mit, daß ich in den letzten kritischen Tagen keinerlei Preiserhöhung vorgenommen habe und diese Gerüchte auf grober Unwahrheit beruhen. Sämtliche Lebensmittel werden, so lange ich Vorrat u. alte Käufe habe, zu den seitherigen Preisen verkauft (natürlich muß ich meine alten Kunden zuerst berücksichtigen), jedoch wird, um möglichst viele befriedigen zu können und einen schnellen Ausverkauf zu verhüten, vorläufig von allen Waren nicht mehr als 1 Pfund verabfolgt.
Ernst Schwaner, Hofl[ieferant]
[Oberhessische Zeitung vom 3. August 1914]
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| Empfohlene Zitierweise: | „Die ersten Kriegswochen in der Oberhessischen Zeitung (Marburg), August 1914, Abschnitt 27: 3.8.1914: Stellungnahme eines Enzelhändlers“, in: Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg <https://www.lagis-hessen.de/index.php/de/purl/resolve/subject/qhg/id/160-27> (aufgerufen am 08.05.2026) |
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