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Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg

↑ Kriegsgedichte in der Oberhessischen Zeitung (Marburg), Juli - September 1914

Abschnitt 31: (Wky), 1914 (Gedicht)


1914.

Man schalt uns jüngst noch Liliputs,
ein klein Geschlecht und nicht viel nutz.

Wir seien nicht des Erbes wert,
das un erstritt der Väter Schwert.

Und heut? — Wie herrlich stehst du da,
du einzig Volk, Germania!

Hinweg ist alles, was sonst trennt;
ein Will' in aller Herzen brennt.

Wer vordem fröhnte dem Genuß,
jetzt Opfersinn betät'gen muß.

Nicht hört man mehr frivolen Spott;
mein Volk bekennt: „Der Herr ist Gott!"

Es schwört, wenn's jetzt im Geiste wallt
zu Bismarcks Grab im Sachsenwald:

„Kein Stück — und wär's nur breit 'ne Hand —
bekommt der Feind von deutschem Land!"

Wky


[Veröffentlicht in der Oberhessischen Zeitung vom 21. September 1914].

Bei der Autorenangabe "Wky" handelt es sich vermutlich um ein Namenskürzel eines mit "W" beginnenden und mit "ky" endenden Familiennamens.



Empfohlene Zitierweise: „Kriegsgedichte in der Oberhessischen Zeitung (Marburg), Juli - September 1914, Abschnitt 31: (Wky), 1914 (Gedicht)“, in: Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg <https://www.lagis-hessen.de/index.php/de/purl/resolve/subject/qhg/id/118-31> (aufgerufen am 08.05.2026)