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The Book of Field Names of Southern Hesse
Sichel, Sicher
- Commentary
- Wahrscheinlich gehören diese Namen zu den unter Sechen (s. d.) behandelten und stellen sich mit -el- bzw. -er-Erweiterung als Substantive zu mhd. sîhen st. V. intrans.: ‚tröpfelnd durch etwas sickern, fließen‘; d. h. die Namen beziehen sich auf das nasse Gelände. Die einzelnen Belege sind jedoch problematisch: In Bürstadt entspricht die mündliche Form nicht der amtlichen; der Name in Crumstadt ist vermutlich als *Sich-hart im Sinne von ‚Wald auf feuchtem Grund‘ zu verstehen; der historische Beleg aus Eppertshausen kann auch auf einen PN zurückgehen. In Frankenhausen sprechen vor allem die historischen Belege für die Deutung als nasser Grund. Alternativ kann der Name auch wegen einer sichelförmigen Geländeform entstanden oder dahingehend umgedeutet sein: Sichel, ahd. sihhila, mhd. sichel st. F.; das Gelände lässt beide Deutungen zu.
- Bibliography
- Schützeichel 251, Lexer 2, 919 u. 2, 901; DWB 10, 1, 713 f.; SHessWb 5, 1011; Dittmaier (1963), S. 290, Ramge (1979), S. 266, Zernecke (1991), S. 486. 〈für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich〉
- Networking
- DWB: → sichel; Lexer: → sichel; Wörterbuchnetz: → Sichel, Sicher
- Reference
- Cf. Sechen.

