Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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The Book of Field Names of Southern Hesse

Horst

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Commentary
Zu ahd. mhd. hurst st. F. ‚Gebüsch, Gestrüpp, Dickicht‘, mit den Sonderbedeutungen ‚stehen gebliebenes Waldstück‘, ‚Erhöhung im Sumpfgebiet‘ u. ä. Die FlN verweisen in der Regel auf mit dichtem Gebüsch bewachsenes Gelände. Die ältesten Belege (frühes 14. Jh.) zeigen den mhd. Lautstand hurst, später wurde gelegentlich umgelautet zu Hürst oder gesenkt zu Horst (seinerseits umgelautet zu Hörst). Aus Hürst wurde durch Entrundung Hirst (Pfungstadt), das dann im Einzelfall auch zum Ausgangspunkt für eine Umdeutung zu Hirsch (Gernsheim) werden konnte. Dem rezenten amtlichen Namen Horschet (Neutsch) liegt die dialektale Form /horʃd/ zu Grunde. In Klein-Welzheim tritt die Diminutivform Hürstchen auf.
Bibliography
Gottschald 259; Starck/Wells 295, Lexer 1, 1397, Baufeld 133; Kluge/Seebold 384; DWB 4, 2, 1833; SHessWb 3, 730, PfälzWb 3, 1185; Dittmaier (1963), S. 115, Ramge (1979), S. 160, Zernecke (1991), S. 248, Vielsmeier (1995), S. 234. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Networking
MHFB: → Horst; DWB: → horst; PfälzWb: → horst; Wörterbuchnetz: → Horst
Reference
Cf. Hirsch.