Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

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5121 Schrecksbach
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 63. Schrecksbach

Holzburg

Ortsteil · 270 m über NN
Gemeinde Schrecksbach, Schwalm-Eder-Kreis 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

8 km südwestlich von Neukirchen.

Geographical Situation:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss beiderseits eines tief eingeschnittenen Seitentals der Schwalm. Kirche mit ummauertem, wehrhaftem Kirchhof (Toranlage und Schießscharten) auf steilem Bergvorsprung in exponierter Lage. Siedlungsachse isohypsenparallel ausgebildet.

Straßenverbindungen nach Heidelbach und Schrecksbach.

Earliest Reference:

1232

Settlement Development:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Schrecksbach (von Schwertzell).

Historical Names:

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1890/1941

Earliest Local Map:

1746

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3518090, 5632375
UTM: 32 U 518009 5630562
WGS84: 50.8264939° N, 9.255690537° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

634021010

Land Usage Statistics:

  • 1838 (Kasseler Acker): 650 stellbares Land, 203 Wiesen, 30 Gärten, 250 Wald.
  • 1885 (Hektar): 634, davon 332 Acker (= 52.37 %), 102 Wiesen (= 16.09 %), 164 Holzungen (= 25.87 %)
  • 1961 (Hektar): 616, davon 28 Wald (= 4.55 %)

Population Statistics:

  • 1577: 36 Hausgesesse.
  • 1706: 28 Hausgesesse. 1747: 29 Feuerstellen.
  • 1834: 361, 1885: 346 Einwohner.
  • 1838 (Familien): 31 Land- und Forstwirtschaft, 20 Gewerbe, 10 Tagelöhner.
  • 1861: 26 evangelisch-reformierte, 224 evangelisch-lutherische Einwohner.
  • 1885: 346, davon 345 evangelisch (= 99.71 %), 0 katholisch, 1 andere Christen (= 0.29 %)
  • 1925: 384, 1939: 425, 1950: 606, 1961: 476 Einwohner.
  • 1961 (Erwerbspersonen): 143 Land- u. Forstwirtschaft, 81 produzierendes Gewerbe, 7 Handel und Verkehr, 14 Dienstleistungen und Sonstiges.
  • 1961: 476, davon 421 evangelisch (= 88.45 %), 52 katholisch (= 10.92 %)

Charts:

Holzburg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • Um 1427: Gericht Heidelbach.
  • Seit 1708: Amt Neukirchen.
  • 1555 und später: Landgericht Alsfeld
  • 1807-1813: Königreich Westfalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Neustadt
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Grafschaft Ziegenhain, Amt Neukirchen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Ziegenhain
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fritzlar
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Ziegenhain
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Ziegenhain
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Ziegenhain
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Former Administrative District:

Ziegenhain

Court:

  • Um 1376 sind die von Liederbach mit einem landgräflichen Burglehen aus dem Gericht (ex iurisdictione) Holzburg belehnt.
  • 1822: Justizamt Neukirchen.
  • Seit 1867: Amtsgericht Neukirchen.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 schloss sich die Gemeinde Schrecksbach im Zuge der hessischen Gebietsreform mit der Gemeinde Holzburg zur neuen Gemeinde Schrecksbach zusammen, deren Ortsteil Holzburg wurde.

Property

Manorial System and Landholding:

  • 1282: Schenkung von Ritter Ruprach Schleifras an Hartmut genannt Castelan, Bürger zu Alsfeld [Becker, Alsfelder Regesten (Staatsarchiv Marburg), Nr. 1].
  • 1293 überträgt Graf Konrad von Wallenstein auf Bitten des Priesters Herbord seine Güter zu Holzburg, die bislang die von Schrecksbach und von Gleimenhain zu Lehen trugen, der Johanniterkommende Grebenau.
  • 1295 verzichtet Kloster Immichenhain auf die von der Johanniterkommende beanspruchten Güter zu Holzburg.
  • 1308 genehmigt Graf Konrad von Wallenstein den Verkauf der von ihm lehnsrührigen Güter der Waltvogel in Holzburg an Kloster Haina.
  • 1310 lässt Andreas von Holzburg seine Güter Graf Konrad auf und bittet um Übertragung an Haina.
  • 1312 übereignet Kloster Hersfeld Haina Güter zu Holzburg, die Haina von Hersfelder Lehnsleuten erworben hat. Haina soll jedoch künftig ohne vorherige Zustimmung keine weiteren von Hersfeld abhängigen Güter erwerben; erneuter Verzicht Hersfelds 1343.
  • 1540 belehnt Landgraf Philipp seinen Kammerdiener Konrad Diede mit ehemals hainischen Einkünften zu Holzburg.
  • 1309 bekennt Alheid, Witwe Ritter Wigand Waltvogels, ihre Wiese beim Dorf Kloster Immichenhain verkauft zu haben.
  • 1325 überlassen die von Rückershausen Immichenhain ihr Gut zu Holzburg.
  • 1425 verpfänden die von Wehrda genannt Nodung ihr Gut zu Holzburg Kloster Immichenhain.
Church and Religion

Local Churches:

Parochial Affiliation:

Pfarrkirche, der vor 1708 und später Fischbach (Altkreis Alsfeld) eingepfarrt war (vgl. Hochhuth S. 585).

Patronage:

1382 landgräfliches Lehen der von Liederbach, die noch 1577 präsentieren; daneben präsentierten seit 1459 die von Urff.

Conversions:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Süßmann ca. 1530-1576.

Intermediate Church Authorities:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Heidelbach.

Culture

Culture:

Heimatmuseum seit 1959.

References

Bibliography:

Citation
„Holzburg, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/4627> (Stand: 2.7.2019)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde