Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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The Book of Field Names of Southern Hesse

Schöppe1

Wasserschöpf
Commentary
Die Dppp-Schreibung schließt die Zugehörigkeit zu Schöffe aus1. Gegen die Verbindung mit Schoppen (s. d.) sprechen die umgelauteten Formen. Sie verweisen auf die mundartliche Aussprache von schöpfen (/ʃɛbə/), ahd. scepfen, mhd. schepfen sw. V. Wahrscheinlich ist die Deutung als: (Land), wo Wasser geschöpft wird. Dazu passt, dass die Gewanne am Stadtbach liegen.
Bibliography
Schützeichel 256, Lexer 2, 705; DWB 9, 1541 f.; SHessWb 5, 713 f., PfälzWb 5, 1409 f.; Dittmaier (1963), S. 278. ⟨für die Seitenangaben sind die im Quellen- und Literaturverzeichnis (PDF) aufgeführten Ausgaben maßgeblich⟩
Networking
MHFB: → Schöpf · Schöppen; DWB: → schoeppe; Wörterbuchnetz: → Schöppe1

1 So Metzendorf (1986), S. 234. Seine Belege von 1655 gehören zu Kirschh; s. Schoppen.