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Hessian Biography

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Portrait

Caroline Gräfin de la Ville
(1793–1872)

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GND-ID

1403643652

Ville, Caroline Gräfin de la [ID = 16006]

* 13.1.1793 Neapel, † 4.8.1872 Rom
Biographical Text

Caroline war das einzig überlebende Kind aus der von der Familie zunächst nicht anerkannten Ehe des in Diensten des Königreichs Neapel-Sizilien stehenden Prinzen Ludwig von Hessen-Philippsthal mit Franziska Berghe von Trips. Die katholisch erzogene Caroline kam schon in jungen Jahren als Dame du Palais an den Hof König Jérômes in Kassel, wo sie 1810 den ursprünglich französischen Offizier, dann westphälischen Oberst Ferdinand Graf de la Ville sur Illon heiratete. Die im Jahr darauf geborene Tochter Cathérine starb bereits mit zwei Jahren. Das Ehepaar lebte seit Mai 1814 getrennt, wurde aber nicht geschieden. Graf de la Ville kehrte als General in die französische Armee zurück und war 1827 Maréchal de Camp in Paris. Seine Frau lebte anfangs mit ihrem Vater in Kassel und zeitweise in Philippsthal, später in Straßburg und in den 1860er Jahren in Rom. Aus der illegitimen Beziehung zu einem Mosaik- und Pianofortehändler Angele oder Angeliní soll sie einen Sohn gehabt haben. Ob sie den Kindsvater nach dem Tod ihres Mannes heiratete, ist nicht gesichert. Sie verstarb in einem römischen Kloster.

Andrea Pühringer

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 254)


Bibliography