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Hessian Biography

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Portrait

Elisabeth Pfalzgräfin von Simmern
(1539–1582)

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Simmern, Elisabeth Pfalzgräfin von [ID = 5717]

* 13.2.1539 Kassel, † 14.3.1582 Heidelberg, Begräbnisort: Heidelberg Chor der Pfarrkirche zum Heiligen Geist am 21.3.1582, evangelisch
Biographical Text

Auch für die Erziehung der zweitjüngsten Tochter Landgraf Philipps, die man die schwarze Else nannte, lag die Verantwortung nach dem Tod der Mutter vorwiegend bei ihres Namenspatin, der verwitweten Herzogin von Rochlitz. In der strikt lutherischen Religiosität stimmte sie mit dem vom Heidelberger Hof Kurfürst Ottheinrichs geprägten, gleichaltrigen Pfalzgrafen Ludwig überein, der sich dem Übertritt des kurz vor Ludwigs Hochzeit zur Kurwürde gelangten Vaters zum Calvinismus ebenso entzog wie dem Drängen des vom Vater vorgezogenen jüngeren Bruders Johann Casimir. Ludwig residierte ab 1563 fernab von Heidelberg als Statthalter der Oberpfalz in Amberg. In den Jahren, die ihm nach dem Regierungsantritt als Kurfürst verblieben, bemühte er sich mit Unterstützung Elisabeths um die Rückführung der Kurpfalz zum Luthertum. Kurfürst Ludwig schloss nach Elisabeths Tod im Sommer 1583 eine Zweitehe mit der jungen Anna von Ostfriesland, starb aber bereits wenige Monate später. Von den insgesamt zwölf Kindern der Ehe mit Elisabeth haben nur vier die Eltern überlebt, darunter der beim Tod des Vaters erst neunjährige Kurprinz Friedrich (1574–1610), der unter der Vormundschaft seines Onkels Johann Casimir doch Calvinist wurde und Luise Juliane von Nassau-Oranien heiratete. Den gleichnamigen ältesten Sohn und Erben Kurfürst Friedrichs IV. kennt die Historie als den glücklosen „Winterkönig“ von Böhmen. Das vom pfälzischen Hofbildhauer Jeremias Schwarz aus Leonberg geschaffene stattliche Doppel-Grabmal seiner Großeltern in der Heidelberger Heiliggeistkirche wurde im sogenannten „Pfälzischen Krieg“ 1789 zerstört.

Eckhart G. Franz

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 72)


Bibliography