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Hessian Biography

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Portrait

Burkhard von Cramm
(belegt 1491–1519)

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GND-ID

1396926496

Cramm, Burkhard von [ID = 21265]

belegt 30.8.1491–9.1519
Begleiter, Amtmann, Diener, Rat, Statthalter
Biographical Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Im Dienst Landgraf Wilhelm II. 1491 August 301, 1493 Juni 302, 1494 März 203. Begleiter des Landgrafen 1494 August 254, 14955, 1496 Juli 86, 1497 Oktober 57, 1498 Oktober 258, 14999; unter dem Hofgesinde 150110, 1502 März 3111. Schon im November 1505 in Trendelburg12, verschreibt ihm Landgraf Wilhelm II. 1506 Juli 14 das Amt Trendelburg auf Lebenszeit13. Er muß 4 reisige Pferde halten und damit dem Landgrafen auf Befehl, aber auf landgräfliche Kosten dienen. Er darf gegenüber den Untertanen keine Neuerungen vornehmen oder Geschenke oder Verehrungen in Angelegenheiten, die den Landgrafen betreffen, annehmen. Seine jährliche Amtsgift beträgt: 12 fl. für 6 Kühe, 8 fl. für Fastenspeise, 4 fl. für Hufbeschlag, 2 ½ fl. für 20 Vt. Hopfen, 50 Vt. Korn, 110 Vt. Hafer, 24 Vt. Braufrucht, 2 MI. Salz oder 2 fl., 1 ½ Vt. Erbsen, 2 Vt. Mohn, 10 Hämmel, die Mast für 6 Schweine, 40 Schafskäse, 60 Michaelishähne, 60 Fastnachtshühner, 12 Fd. Heu und Stroh, Spreu und Häcksel nach Notdurft, doch muß er zuzeiten etliche Ochsen, die der Landgraf ihm zuschicken läßt, füttern. Er erhält ferner Ersatz seines reisigen Schadens und für sich, seine Knechte und Knaben Sommer- und Winterhofkleidung14. Am gleichen Tage (1506 Juli 14) wird Cramm von Landgraf Wilhelm auf Lebenszeit zum Diener angenommen gegen 50 fl. zu Michaelis aus der Kammer, von denen nach seinem Tode seine Erben 30 fl. als Mannlehen erhalten sollen, die vom Fürsten mit 600 fl. wieder eingelöst werden können15. Rat Landgraf Wilhelms II. 1506 Juli 1416, Statthalter desselben 1507 Februar 2517, Zusammen mit Dr. Sebastian Schilling 1509 Juli/August Gesandter der Landgräfin Anna zu Herzog Georg von Sachsen nach Leipzig18. Rat im Dienst der Regenten 1510 Dezember 2719. Er unterzeichnet dann zwar die Treysaer Einung der Landgräfin Anna mit den hessischen Ständen (gegen die Regenten) von 1514 Februar 1020 nimmt aber nach Aufforderung durch die Regenten21 seine Unterschrift wieder zurück22. Im September 1518 ist er einer der Abgesandten der hessischen Ritterschaft, die Landgraf Philipp zur Bestätigung ihres Vertrages mit Franz von Sickingen bewegen sollen, den der Landgraf und seine Mutter heftig ablehnen23 und gehört im Oktober d. J. zu den 24 von der hessischen Ritterschaft vorgeschlagenen Adelsgenossen, aus denen der Landgraf 10 Räte auswählen soll24. Er hat auch unter Landgraf Philipp als Amtmann zu Trendelburg und heimgelassener Rat zu Kassel noch lange Dienst getan25. Er war verheiratet mit Gertrud von Boyneburg26.


  1. Rechn. I, Spangenberg (100/2 Bl. 47v.).
  2. Rechn. I, Melsungen (83/14 Bl. 12).
  3. Rechn. I, Bilstein (29/3 Bl. 64v., 65).
  4. Rechn. I, Grebenstein (55/4 Bl. 21v.).
  5. Rechn. I, Reichenbach (87/8 Bl. 23).
  6. Rechn. I, Felsberg (46/19 Bl. 34v.).
  7. Ebd. 46/20 Bl. 49.
  8. Rechn. I, Felsberg 46/21.
  9. Rechn. I, Reichenbach (87/11 Bl. 30v).
  10. Kopiar 131 II Bl. 24, 53v.
  11. Best. 2 IV B Auswärtige Beziehungen: Kurbrandenburg.
  12. Rechn. I, Ziegenhain (121/2 Bl. 67).
  13. Eine unvollzogene, undatierte Reinschrift der Bestallung in Urkk., Samtarchiv Nachträge 0, 383 (s. aber die folgende Anm.).
  14. Vollständiger Text im Kopiar 13 Nr. 238.
  15. Kopiar 13 Nr. 239. – Kopiar 130 Nr. 37.
  16. Siehe Anm. 14.
  17. Rechn. I, Grebenstein (57/4 Bl. 26v.).
  18. Glagau, Landtagsakten S. 36 Anm.
  19. Rechn. I, Marburg (79/1 Bl. 119): er begleitet den Kammermeister Rudolf von Waiblingen auf seinem Ritt zur Rückerstattung der lothringischen Mitgift (der kinderlos verstorbenen ersten Gemahlin Landgraf Wilhelms II., Herzogin Jolanthe von Lothringen).
  20. Glagau, Landtagsakten S. 199 Anm. 20.
  21. Ebd. Nr. 95.
  22. Ebd. S. 482 Anm. 4.
  23. Ebd. S. 524 Anm.
  24. Ebd. S. 532.
  25. Vgl. Gundlach III S. 139.
  26. v. Buttlar, Stammtafeln.

Bibliography