Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessian Biography
Further Information
GND-ID
1192831942
Haese, Otto [ID = 11359]
- * 20.9.1874 Arnswalde heute Choszczno (Polen), † 23.12.1944 Dachau Konzentrationslager, konfessionslos
Zementfacharbeiter, Gewerkschafter, Abgeordneter - Activity ↑
-
Career:
- Besuch der Volksschule in Berlin
- Lehre als Maurer, Besuch einer Fortbildungsschule, Fachkurse für Zementierer
- 1899-1903 Vorstandsmitglied (Kassierer, Schriftführer und Beisitzer) der Filiale des Maurerverbands in Berlin
- bis 1903 Zementfacharbeiter, zuletzt als Polier
- ab 1903 hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär beim Zentralverband der Maurer Deutschlands in Berlin
- ab Mai 1913 Angestellter des Deutschen Bauarbeiterverbandes in Wiesbaden, später des Baugewerksbundes
- 1917-1933 Mitglied des Vorstandes der SPD im Bezirk Hessen-Nassau
- 11.1918 Führer des Wiesbadener Arbeiterrats
- 12.1918 als Delegierter beim 1. Rätekongress in Berlin
- 1919-1920 Stadtverordneter in Wiesbaden
- 1920-1924 ehrenamtlicher Stadtrat in Wiesbaden
- 1919-1921 Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau (SPD)
- 1921-1932 Mitglied des Preußischen Landtags für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau (SPD)
- ab 1927 Geschäftsführer der Bauhütte und Vorsitzender der Filiale des Deutschen Baugewerksbunds in Wiesbaden
- 1933 Mitglied des 70. Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Stadtkreis Wiesbaden (SPD)
- nach der Zerschlagung der Gewerkschaften arbeitslos, später Invalidenrentner
- politische Verfolgung während des Nationalsozialismus
- 22.8.1944 Festnahme im Zuge der „Aktion Gitter“
- 16.9.1944 Deportation in das Konzentrationslager Dachau, Erkrankung aufgrund der Haftbedingungen
-
Role:
- Wiesbaden, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (SPD), 1919-1920
- Preußen, Verfassunggebende Landesversammlung, Mitglied (SPD), 1919-1921
- Preußen, Landtag, Mitglied (SPD), 1921-1932
- Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (SPD), 1933
- Hessen-Nassau, 22. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1933
-
Places of Residence:
- Berlin; Wiesbaden
- References ↑
-
Bibliography:
- Barbara von Hindenburg (Hrsg.), Biographisches Handbuch der Abgeordneten des Preußischen Landtags. Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung und Preußischer Landtag 1919–1933, Frankfurt am Main 2017, S. 785 f.
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 341 (Rolf Faber)
- Bermejo, Der Verfolgung ausgesetzt – Hessische Parlamentarier in der NS-Zeit, Wiesbaden 2016, Nr. 25
- Burkardt/Pult, Nassauische Parlamentarier, Teil 2: Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden, Wiesbaden 2003, S. 125, Nr. 126
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 162
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 436
- Citation ↑
- „Haese, Otto“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1192831942> (Stand: 4.8.2025)
