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Hessian Biography

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Portrait

Ludwig Im Hofe
(belegt 1428–1485)

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GND-ID

1395722129

Im Hofe, Ludwig [ID = 20938]

belegt 1428–1485
Schöffe, Ungelderheber, Bürgermeister, Verweser, Rat
Biographical Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Schöffe, Ungelderheber und mehrfacher Bürgermeister in Marburg1 ist Verweser des dortigen Schultheißenamtes 1452–14552. Als einer der maßgeblichen und daher ständig mit städtischen Angelegenheiten befaßten Männer der Marburger Stadtverwaltung seiner Zeit gehört er 1467 Juni 10 auf Seiten Landgraf Heinrichs III. als einer der Städtevertreter zu den „Teilern“ in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafenbrüdern Landgraf Ludwig II. und Heinrich II3. Dessen Rat 1478 August 254 und 1479 Februar 175.


  1. Vgl. Küch Marburger Rechtsquellen II, Register mit zahlreichen Nachweisen, auch über seine Familie, die zu den ersten der Marburger Geschlechter zählte. Ludwig ist nachgewiesen von 1428–1485. Die Beschreibung seines Siegels ebd. I S. 511. Als Bürgermeister ist er erstmals 1446 bezeugt (ebd. I Nr. 100), dann 1451/52 (ebd. II S. 3), 1452/53 (ebd. S. 24, 1454/55 (ebd. S. 62), 1458/59 (ebd. S. 105) usw. Diese Bürgermeisterämter schließen es aus, daß er mit dem 1454 und 1459 genannten gleichnamigen Kammerschreiber identisch sein kann. Dieses war vielmehr sein Sohn Ludwig (siehe dort). Auch Gundlach III S. 116 f. Anm. 1 weist darauf hin: „Nicht zu verwechseln mit dem gleichzeitigen Bürgermeister in Marburg“.
  2. Diefenbach, Kreis Marburg S. 247. – 1452 Juli 1 heißt er ausdrücklich: Statthalter des Schultheißenamtes und Bürgermeister in Marburg (Schunder, Oberhessische Klöster I Nr. 987).
  3. Kopiar 8 Nr. 4. Außer ihm sind auf Seiten Landgraf Heinrichs Ratsvertreter aus Alsfeld, Grünberg, Treysa und Frankenberg zugegen. Die landständischen Städtevertreter der Gegenseite Landgraf Ludwigs II. kamen aus Kassel, Eschwege, Grebenstein, Wolfhagen und Allendorf an der Werra. 1469 Juni 23 besiegeln folgende Vertreter der Städte den Schiedsspruch zwischen beiden Landgrafen: Marburg, Gießen, Alsfeld und Treysa auf Seiten Landgraf Heinrichs III. und Kassel, Eschwege, Wolfhagen und Grebenstein auf Seiten Landgraf Ludwigs II. (Kopiar 8 Nr. 5).
  4. HStA. Wiesbaden, Abt. 340.
  5. Schunder, Oberhessische Klöster I Nr. 1002.

Bibliography