Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessian Biography
Further Information
GND-ID
119383721
Söllinger, Ernst [ID = 1997]
- * 5.6.1896 München, † 6.1.1985 Darmstadt
Sportpädagoge - Activity ↑
-
Career:
- 1902-1910 Besuch der Werktagsschule in München
- 1910-1914 Lehre zum Lithografen
- nach dem Abschluss beim Landesvermessungsamt München tätig
- ab 10.1915 Soldat im Bayerischen Infanterie-Leibregiment in München
- 1.10.1917 Verlust des linken Auges im Fronteinsatz in den Dolomiten
- 1918/19 Malschüler in München
- 1919 deutscher Rekordhalter im Weitsprung
- 1920-1923 Studium an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin, März 1923 Diplom
- 1921 Deutscher Weitsprung-Meister
- ab 1.4.1922 erster hauptamtlicher Sportlehrer der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1923 erstmals Leiter eines Skikurses für Studierende der Technischen Hochschule in Hirschegg im Kleinwalsertal
- 1928/29 Bau des von ihm angeregten Skifreizeitheims der Technischen Hochschule Darmstadt auf einer Bergkuppe bei Hirschegg
- 8.1930 Einweihung des nach seinen Vorstellungen erweiterten Hochschulstadions anlässlich der von ihm nach Darmstadt geholten 4. Internationalen Studentenmeisterschaften
- 10.8.1930 Amtsbezeichnung „Direktor“
- 1930 Auszeichnung mit der Preismünze in Silber der Stadt Darmstadt
- 1931 Gründungsdirektor des Instituts für Leibesübungen der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1933 Beitritt zur SA und dort Sportreferent
- 1934-1936 Reichstrainer der Ski-Nationalmannschaft
- 1936 Referent für Leibesübungen bei der hessischen Landesregierung
- 1936 Träger des Deutschen Olympia-Ehrenzeichens 2. Klasse
- 1.5.1937 Eintritt in die NSDAP
- 1938 Ernennung zum Regierungsrat und Akademischen Turn- und Sportlehrer
- 1938 auf seine Initiative hin Verwendung der Säulen des ehemaligen „Löwentores“ zur Ausstellung auf der Mathildenhöhe im Jahr 1914 für das Eingangstor des Hochschulstadion
- 4.1941-1943 Direktor des Instituts für Leibesübungen der Universität Frankfurt am Main
- 7.1941 Stattfinden der von ihm nach Darmstadt geholten „Reichswettkämpfe Studentinnen im Kriege“
- 11.9.1944 Fotograf der weitgehenden Zerstörung Darmstadts
- überwachte im Auftrag von Rektor Kurt Klöppel den Einsatz von Kriegsgefangenen bei den Aufräumarbeiten an der TH
- 8.5.1945 wegen seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus von der amerikanischen Militärregierung vorläufig aus dem Staatsdienst entlassen
- 24.4.1946 endgültige Entlassung aus dem Staatsdienst durch die Amerikaner
- 1947 weitgehender Freispruch im Entnazifizierungsverfahren
- 1951-1960 Sportwart des Hessischen Skiverbands
- 1952 Erhalt einer Ehrenkarte für die Benutzung des Hochschulstadions vom Darmstädter TH-Rektor Hans Wolfgang Kohlschütter
- 1955 Rückgabe seines von der Militärregierung beschlagnahmten Hauses
- 1961: mit der Silberne Sportplakette der Stadt Darmstadt ausgezeichnet
- im Ruhestand Landschaftsmaler und Aussteller in der Darmstädter Kunstszene
- Mitglied im „Bund für freie und angewandte Kunst“
-
Netzwerk:
- Muth, Fritz <Lehrer>
- Mollier, N. N. <Lehrer>
-
Places of Residence:
- München; Berlin; Darmstadt
- Family Members ↑
-
Father:
Söllinger, Johann, Beamter, Lithograf und Steindrucker
-
Mother:
Stark, Margarete
-
Partner(s):
- Beyer, Margarete, Heirat 1923, Tochter des Andreas Beyer, Zeichner, und der Barbara Glas
- References ↑
-
Sources:
-
Bibliography:
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 823 (Roland Koch)
- Wolf, Verzeichnis der Hochschullehrer der TH Darmstadt, Darmstadt 1977, S. 194
-
Image Source:
HStAD Bestand H 3 Darmstadt Nr. 10295 (beschnitten)
- Citation ↑
- „Söllinger, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119383721> (Stand: 5.6.2026)
