Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessian Biography

New search
 
Portrait

Elisabeth Landgräfin von Hessen-Homburg
(1770–1840)

Symbol: Switch display mode Symbol: Switch display mode Symbol: Print Preview

Hessen-Homburg, Elisabeth Landgräfin von [ID = 6544]

* 22.5.1770 London, † 17.1.1840 Frankfurt am Main, Begräbnisort: Homburg vor der Höhe, anglikanisch
Malerin, Grafikerin, Kunstsammlerin
Biographical Text

Die Heirat der nicht mehr ganz jungen englischen Königstochter mit dem Homburger Erbprinzen wurde in den europäischen Fürstenhäusern eher belächelt. Das Paar zog zunächst nach Frankfurt, bis Friedrich 1820 die Regierung in Homburg übernahm. Mit ihrer großen Apanage konnte Elizabeth in der kleinen Landgrafschaft zahlreiche wirtschaftliche und soziale Verbesserungen erreichen. Die „englische Landgräfin“ hatte großen Anteil an der Neugestaltung der Residenz. Von Jugend auf interessiert für Architektur und Gartengestaltung, konnte sie diese Vorlieben in der neuen Heimat realisieren. Sie bemühte sich um die Erhaltung und Modernisierung des Landgrafenschlosses (mit dem Darmstädter Oberbaudirektor Georg Moller); der sogenannte „Englische Flügel“ oder „Elisabethenflügel“ wurde nach ihren Vorstellungen gestaltet. Selbst künstlerisch und kunsthistorisch ausgebildet, war Eliza, wie sich nannte, als Malerin, Zeichnerin und Kunstsammlerin tätig. Auch nach dem Tode ihres Mannes blieb sie mit umfangreicher finanzieller und persönlicher Unterstützung in Hessen-Homburg engagiert. In den letzten Lebensjahren wohnte sie jedoch vorwiegend wieder in Frankfurt, wo sie 1840 starb; sie ist in der Homburger Fürstengruft begraben.

Barbara Dölemeyer

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 417)


Bibliography