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Hessian Biography

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Portrait

August Otto Heinrich Oskar Schellmann
(1880–1953)

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Schellmann, August Otto Heinrich Oskar [ID = 23959]

* 19.11.1880 Kassel, † 2.10.1953 Kassel
Dr. jur. – Jurist, Landesrat
Other Names | Activity | Family Members | References | Life | Citation
Activity

Career:

  • 1903 jur. Promotion an der Universität Marburg
  • 1903 Gerichtsreferendar
  • 1909 Gerichtsassessor in Berlin
  • 1911 Hilfsarbeiter beim Bezirksverband Kassel
  • 1912 Landesassessor beim Bezirksverband Kassel
  • März 1914 Landesrat beim Bezirksverband Kassel
  • 1914 Kriegsverlust des linken Auges
  • jahrzehntelang beim BV Kassel zuständig für
  • Kultur u. div. Fürsorgebereiche (u. a. 1936 Dezernent für Kulturpflege, u. a. 1936 u. 1939 Dezernent für Jugendpflege sowie für Allg. Fürsorgeangelegenheiten, u. a. 1939 Dezernent für den Landesfürsorgeverband)
  • 25.6.1927 Ehrensenator der Universität Marburg
  • 1.5.1933 NSDAP-Beitritt (Mitglieds-Nr. 3.217.490)
  • 1937/38 befördert in Landesratsstelle „von besonderer Bedeutung“
  • 1937/38 erster Stellvertreter des Landeshauptmanns für den Bezirksverband
  • Hessen
  • 1.9.1939 einberufen zur Wehrmacht als „Bahnhofskommandant des Hauptbahnhofs Kassel“
  • 1941 Entlassung aus der Wehrmacht nach Unfall
  • 1941 ständige Vertretung des abwesenden Landeshauptmanns Traupel in Kassel
  • 12.9.1945 Entlassung auf Anordnung d. Militärregierung
  • 1947 durch die Spruchkammer Kassel als „Entlasteter“ eingereiht
  • 1.3.1947 reguläre Inruhestandversetzung

Role:

  • ständige Vertretung des abwesenden Landeshauptmanns Traupel in Kassel, 1941

Academic Qualification:

  • 1903 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg

Places of Residence:

  • Kassel; Berlin; Marburg

Statusgruppe:

Ehrenmitglied

Family Members

Father:

Schellmann, Theodor, Dr. jur.

Mother:

Schmid, Auguste

Partner(s):

  • Pfeiffer, Johanna Natalie Fanny Marianna, (⚭ Kassel 9.10.1909) * Kassel 10.8.1888, Tochter des Richard Albert Pfeiffer und der Maria Fanny Moeli
References

Sources:

Bibliography:

Life

Dr. Otto Schellmann war Jurist, Landesrat und stellvertretender Landeshauptmann in Kassel. Schellmann war ab 1911 in der Bezirksverwaltung in Kassel tätig, ab 1914 als Landesrat mit den Tätigkeitsfeldern Fürsorgeverwaltung und Kulturpflege. 1933 trat er in die NSDAP ein. Seit 1941 war er ständiger Vertreter von Landeshauptmann und SS-Oberführer Wilhelm Traupel. Bei der Ausführung des NS-Euthanasieprogramms T4 nahm er keine führende, aber eine unklare Rolle ein. Von der Spruchkammer Kassel wurde er 1947 als „Entlasteter“ eingestuft.

Die Verleihung der Ehrensenatorenwürde erfolgte anlässlich der 400-Jahrfeier am 25.6.1927 für „unermüdliches Eintreten für die gesamten Interessen der Universität und insbesondere für die denkwürdige Jubiläumsstiftung“.

Der Senat der Philipps-Universität Marburg missbilligt das Wirken Schellmanns in der NS-Zeit. Eine abschließende Würdigung ist aber bei dem derzeitigen Wissensstand nicht möglich.

Philipps-Universität Marburg, Senatskommission Ehrungen, 2016

Citation
„Schellmann, August Otto Heinrich Oskar“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1146982917> (Stand: 19.11.2025)