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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld

Oberstoppel

Ortsteil · 410 m über NN
Gemeinde Haunetal, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

12,5 km südlich von Bad Hersfeld

Geographical Situation:

Kleines geschlossenes Dorf mit einfachem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung auf der Stoppeler Hochfläche, nordöstlich unterhalb des Stoppelsberge mit der Burgruine Hauneck. Durch den Ort mit Kirche in zentraler Lage führt die von Unterstoppel kommende Burgstraße (K 47), die am Ende T-förmig auf die L 3431 (Hardtstraße) stößt.

Earliest Reference:

1241

Settlement Development:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Burghaun.

Historical Names – Preliminary Note:

Die frühen Quellen ohne präzisierenden Bestimmungsteil können sich auch auf Unterstoppel beziehen. Eine schriftliche Differenzierung ist erstmals 1396 belegt.

Historical Names:

Naming:

  • Dorf (1409)
  • Dorfschaft; Dorf (1773)

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1934

Earliest Local Map:

1736

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3550449, 5624769
UTM: 32 U 550355 5622959
WGS84: 50.756215° N, 9.713882° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632008080

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 174, davon 120 Acker (= 68.97 %), 28 Wiesen (= 16.09 %), 17 Holzungen (= 9.77 %)
  • 1961 (Hektar): 340, davon 155 Wald (= 45.59 %)

Population Statistics:

  • 1579: 21 Haushaltungen
  • 1585: 20 Hausgesessene (Der ökonomische Staat)
  • 1681: 14 Hausgesessene
  • 1747: 26 Feuerstätten (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
  • 1773: 25 steuerpflichtige Häuser mit 144 Einwohnern; Gewerbetreibende: 1 Schmied, der auch Bauer ist, 1 Bänder (Seilmacher), der auch Tagelöhner ist, 5 Leinweber, die auch Tagelöhner sind, 14 Leinweber produzieren nur Tuch für den Eigenbedarf und 3 arbeiten als Tagelöhner
  • 1885: 176, davon 176 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 149, davon 137 evangelisch (= 91.95 %), 12 katholisch (= 8.05 %)
  • 1970: 136

Charts:

Oberstoppel: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1409: Landgrafschaft Hessen, Burg und Amt Hauneck
  • 1579: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Hauneck
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Hauneck
  • 1650: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld Amt Hauneck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Holzheim
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Hauneck
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1881: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Hünfeld

Court:

  • 1822: Justizamt Hersfeld
  • 1831: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1881: Amtsgericht Burghaun
  • 1932: Amtsgericht Eiterfeld
  • 1945: Amtsgericht Hünfeld

Lordship:

1353 wird bei der Aufteilung von Zinsen und Gütern zwischen denen von Bimbach ein Gut in Stapfel genannt. Später waren beide Dörfer Besitz der Adligen von Haune. 1396 empfängt Lutz von Trümbach zwei Huben zu Oberstoppel als fuldisches Lehen.

1409 wird es mit dem Erwerb der Burg Hauneck von denen von Haun durch die Landgrafen ein Dorf des hessischen Amts Hauneck [siehe Hauneck (Burg)]. 1579 und in der Folge ist Oberstoppel vollumfänglich landgräflich.

Recent Developments:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Haunetal zusammengeschlossen.

Property

Manorial System and Landholding:

  • Der Ort Stupfele wird 1241 zum ersten Mal erwähnt, als der Abt Konrad III. von Fulda dortige Güter an seinen Konvent überträgt.
Church and Religion

Local Churches:

  • Um 1600 wird ein Kirchlein errichtet, 1754-56 dann ein kleiner Saalbau mit dreiseitigem Schluss

Parochial Affiliation:

Die Kirche war ab 1404 mit Kruspis und von 1579 bis 1607 mit Neukirchen verbunden, dann wieder mit Kruspis.

Um 1620 (Verzeichn. der Prediger) ist Oberstoppel dann wie 1747 und 1872 Filial von Kruspis, Unterstoppel ist eingepfarrt. 1976 wird das Kirchspiel Kruspis aufgehoben und in das Kirchspiel Neukirchen als Vikariatsgemeinde eingegliedert, Oberstoppel wird mit dem eingepfarrten Unterstoppel Filialgemeinde von Neukirchen.

Conversions:

Einführung der Reformation vermutlich um 1530.

Intermediate Church Authorities:

Die Kirche stand unter dem würzburgischen Dekanat Geisa (Bach, Kurze Geschichte 21).

Culture

Schools:

1773 ist ein Schulhaus vorhanden, das der Schulmeister bewohnt

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

References

Bibliography:

Citation
„Oberstoppel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3329> (Stand: 28.8.2026)