Hessian Biography
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GND-ID
1395603766
Hugk, Johann [ID = 20875]
- belegt 21.7.1463–21.9.1490
Amtmann, Marschall, Truppenangehöriger, Rat - Biographical Text
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Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn Heinrichs, Amtmann zu Frankenberg 1463 Juli 211, Marschall Landgraf Heinrichs III. 1464 April 132, 1472 Januar 253. Teilnehmer an der Verteidigung von Neuß im Reichskrieg gegen Burgund 1474/754. Alter Marschall 1477 April5. 1477 Anfang Juni nimmt er den Ziegenberg in der Wetterau (als Amtmann?) ein6. 1479 August geleitet er mit anderen landgräflichen Dienern den Kammerwagen, der das Geld des † Grafen Philipp von Katzenelnbogen von Rheinfels über Gießen nach Marburg führt7. 1480 Februar 25 erhält er als alter Marschall und landgräflicher Rat das Schloß Staufenberg mit Zubehör amtsweise auf Lebenszeit unberechnet8. 1483 Januar 3 ist er Zeuge bei der Testamentserrichtung Landgraf Heinrichs III.9. 1488 November 13 erhält er vom Marburger Kammerschreiber 40 fl. Dienstgeld10. Tätig im Kanzleigericht zu Marburg 1490 Oktober 711. 1490 September 21 bestätigt Landgraf Wilhelm III. Hugk im lebenslänglichen Besitz des Amtes Staufenberg, wobei er ihn als Rat bezeichnet und seiner Frau Gertrud die Gnade gewährt, daß sie nach dem Tode Hugks das Amt Staufenberg mit allem Zubehör und allen Nutzungen noch drei Jahre lang innehaben soll12. Gertrud ist 1499 in zweiter Ehe mit Heinrich von Urff verheiratet13.
- Stadt A. Wetzlar Abt. II, 16. ↑
- Urkk., Deutscher Orden. – Druck Lennep, Codex Probat. II S. 239 ff. ↑
- Rechn. I, Gießen (51/6 Bl. 15v.). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/2 Bel. zu 1475 Oktober 10. Für ihn siegelt Landgraf Hermann von Hessen, hauptman und vurgenger des Kölner Stifts). ↑
- Rechn. I, Driedorf (39/9 Bl. 5). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/1 Bl. 57v.): 1 ½ fl. goltwerung gebin Crafte zur Alden Wagen [zu Frankfurt], als Johan Hugk bie ime verzcert hatthe, als er den Ziegenberg hatthe ingenommen und dem Hofmeister [ Hans von Dörnberg] nach Darmstadt nachritt, der mit dem Marschall [Johann Schenk zu Schweinsberg d. J.] und dem Kanzler [Johannes Stein] auf dem Wege nach Heidelberg war des besloißes halbin zuschen m. gn. h. und dem palczgraven. Es handelte sich um den Abschluß des von Graf Philipp von Katzenelnbogen vermittelten Bündnisses zwischen Pfalzgraf Philipp bei Rhein und Landgraf Heinrich III. von Hessen von 1477 Juni 10, das mit der Aufnahme Landgraf Heinrichs in die pfälzischen Lehen Graf Philipps verbunden war, nachdem Graf Philipp dem Pfalzgrafen dafür 12.500 fl. gezahlt hatte (Demandt, Katz. Regg. Nrr. 5928, 5933, 5934, 5938). ↑
- Rechn. I, Gießen (51/8 Bl. 5v.). Er hatte Landgraf Heinrich III. mit 3 Pferden bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen begleitet (Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/22) und 70 fl. für ein verloren gegangenes Pferd erhalten (ebd. 6282/1). Anfang September begleitet er den Landgrafen zum Huldigungsempfang nach Hadamar (ebd. 6112/2). ↑
- Urkk., Bestallungen. ↑
- Urkk., Depositum von Dörnberg, ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/6 Bel.) ↑
- Zimmermann, Zentralverwaltung S. 333 Nr. 7. ↑
- Kopiar 17 Nr. 45. (Müller, Kreis Gießen S. 184 nennt ihn Hauck). Am gleichen Tage genehmigt der Landgraf, daß Hugk seine Frau mit seinem Frankenberger Burglehen bewittumen darf (ebd. Nr. 46). ↑
- Kopiar 15 Nr. 163. ↑
- Bibliography
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- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 395, Nr. 1366
Zimmermann, Die Zentralverwaltung Oberhessens unter dem Hofmeister Hans von Dörnberg, Darmstadt 1974
Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956, Nr. 5928, 5933, 5934, 5938
Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 2: 1418–1482, Wiesbaden 1954
Müller, Die althessischen Ämter im Kreise Gießen, Marburg 1940
Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 111
George Lenneps ... Codex probationum : worinnen zur nöthigen Erläuterung und Bestättigung seiner Abhandlung von der Leyhe zu Landsiedel-Recht viele bißher ungedruckte Lehn- und Leyhebrieffe, Marburg 1768
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 395, Nr. 1366
