Hesse in the 19th and 20th Centuries

Eröffnung des „Herzoglich-Nassauischen Instituts der Landwirtschaft“, 15. November 1818
Im Auftrag der nassauischen Regierung eröffnet der unter anderem bei Albrecht Thaer (1752–1828) ausgebildete Agrarwissenschaftler Wilhelm Albrecht (1785–1868) am 15. November 1818 in Idstein das „Herzoglich-Nassauische Institut der Landwirtschaft“ als höhere Bildungsanstalt für Landwirte. Bereits 1811 war im Hof Gassenbach im Auftrag der nassauischen Regierung eine Musterwirtschaft errichtet und ein neues Hofgebäude als innovativer Pisébau (Stampflehmbau) nach Plänen von Christian Zais (1770–1820) erbaut worden. Dort fand in den ersten Jahren der Unterricht statt.
Die Landwirte sollten in zweijährigen Lehrgängen mit theoretischem Unterricht auf ihre spätere Selbstständigkeit vorbereitet und ausgebildet werden. Nachdem die Schule 1834 auf Initiative von Albrecht auf den Hof Geisberg bei Wiesbaden verlegt worden war, erfolgte eine Umstellung auf die sogenannte Winterschule, in der der theoretische Unterricht nur im Winterhalbjahr abgehalten und das Sommerhalbjahr mit praktischer Arbeit in den Betrieben verbracht wurde. Die Schülerzahlen stiegen daraufhin deutlich an.
Als Lehrkräfte waren hier unter anderem der Chemiker Carl Remigius Fresenius (1818–1897), der Agrarwissenschaftler Friedrich Wilhelm Dünkelberg (1819–1912) und der spätere Institutsdirektor Friedrich Carl Medicus (1813–1893) tätig. Nach der Schließung durch den preußischen Staat 1876 wurde die Schule als „Landwirtschaftliches Privat-Institut“ weitergeführt und 1910 von der Landwirtschaftskammer des Regierungsbezirks Wiesbaden übernommen.
(UH)
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- „Eröffnung des „Herzoglich-Nassauischen Instituts der Landwirtschaft“, 15. November 1818“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7712> (Stand: 15.11.2025)
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