Hesse in the 19th and 20th Centuries

Matheus Müller beginnt in Eltville mit der Sektproduktion, 1838
Im Jahr 1811 erwarb Matheus Müller (1773–1847) den ehemaligen Hof der Freiherrn von Sohlern in Eltville, um dort einen Weinhandel zu eröffnen. Zur Vergrößerung des Unternehmens kaufte er wenig später einen Teil des Stadtgrabens und der Stadtmauer hinzu.
Nachdem sein Sohn Friedrich Franz als Einkäufer bei Mumm & Co. in Reims die Flaschengärmethode kennengelernt hatte, unternahm er mit seinem Vater ab 1831 eigene Versuche zur Herstellung von Schaumwein. Zwei Jahre nachdem Carl Burgeff (1813–1871) in Hochheim mit der Sektproduktion begonnen hatte, nimmt Matheus Müller 1838 die Produktion eines „moussierenden Weines“ auf. 1845 wurden bereits 300.000 Flaschen verkauft. Nach dem Tod von Matheus Müller übernahmen die Söhne Matthäus und Friedrich Franz das Unternehmen. 1855 entstand ein erster Kellerbau im Gebiet der alten Stadtmauer, der sukzessiv erweitert wurde.
1871 wurde die Sektkellerei zum Hoflieferanten am preußischen Königshof ernannt. 1894 wurden die bereits früh eingeführten Markenzeichen „MM“- entwickelt aus den Initialen mit denen Matheus Müller seine Weinfässer kennzeichnete - und „Müller Extra“ gesetzlich geschützt.
Die alten Verwaltungsgebäude und Lagerhallen sind in Teilen noch heute erhalten. Das Unternehmen gehört inzwischen zur Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei.
UH
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- „Matheus Müller beginnt in Eltville mit der Sektproduktion, 1838“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7715> (Stand: 13.10.2025)
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