Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Historical Gazetteer

Outline map of Hesse
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5123 Niederaula
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Topographical Maps
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historical Maps
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 65. Niederaula

Gershausen

Ortsteil · 245 m über NN
Gemeinde Kirchheim, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

11,4 km südwestlich von Bad Hersfeld

Geographical Situation:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung an den Südausläufern des Knüllgebirges am linken Ufer der Ibra, einem westlichen Zufluss der Fulda. Über die K 32 und 33 (Gershäuser Straße) hat Gershausen Zubringer zur östlich verlaufenden A 7 und ist mit der im Westen verlaufenden L 3294 verbunden. Jüngere Siedlungsentwicklung entlang eines nördlichen Seitentals (Sauerbach) der Ibra

Earliest Reference:

1350

Historical Names:

Land Consolidation:

1914, 1952

Earliest Local Map:

1730

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3539250, 5632953
UTM: 32 U 539160 5631139
WGS84: 50.830644° N, 9.556058° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632011040

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 231, davon 151 Acker (= 65.37 %), 35 Wiesen (= 15.15 %), 6 Holzungen (= 2.60 %)
  • 1961 (Hektar): 235, davon 18 Wald (= 7.66 %)

Population Statistics:

  • um 1610: 23 Hausgesesse
  • 1628: 23 Hausgesesse
  • 1673: 15 Hausgesesse
  • 1747: 19 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1766: 19 steuerpflichtige Häuser mit 95 Menschen; Gewerbetreibende: 12 Leineweber, die auch ihr eigen Haustuch machen, 1 Schmied, 1 Müller, die übrigen nähren sich vom Ackerbau (HStAM Best. 49 d, Hersfeld Nr. 100)
  • 1885: 163, davon 163 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 199, davon 177 evangelisch (= 88.94 %), 20 katholisch (= 10.05 %)
  • 1970: 237

Charts:

Gershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Niederaula
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Niederaula (zuletzt Landgericht Hersfeld)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Hersfeld

Court:

  • vor 1822: Amt Niederaula
  • 1822: Landgericht Hersfeld
  • 1832: Justizamt Niederaula
  • 1867: Amtsgericht Niederaula
  • 1879: Amtsgericht Niederaula
  • 1932: Amtsgericht Bad Hersfeld
  • 1933: Amtsgericht Oberaula (Zweigstelle Niederaula)
  • 1943: Amtsgericht Oberaula
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Lordship:

Bis zur Auflösung des Stifts Hersfeld und seinem endgültigen Übergang an die Landgrafschaft Hessen 1651 ist Gershausen in hersfeldischem Besitz und ist dem Amt Niederaula zugeordnet. Es gehört zu den Dörfern, mit denen die Äbte von Hersfeld ihre Burgmannen in Hattenbach ausstatteten.

1350 verkauft das Kloster Hersfeld Güter bei Gershausen und Hattenbach an Heinrich und Konrad von Reckerode. 1365 erfolgt der Verkauf eines Guts am Eichberg bei Gershausen durch den Hattenbacher Burgmann Heinrich von Reckerode an die Brüder Konrad, Simon und Heinrich Berngoß. 1440 und 1459 lassen sich die Herren von Schlitz in Gershausen als Lehnsmannen von Hersfeld nachweisen. Die Güter gehören zum Burglehen Hattenbach.

1766 steht das Dorf mit aller Gerichtsbarkeit den Landgrafen von Hessen zu.

Recent Developments:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Ortsteil der Gemeinde Kirchheim eingegliedert.

Property

Manorial System and Landholding:

  • Kloster Hersfeld.
  • 1505 wird ein Hersfeldischer Lehenbrief u.a. über ein halbes Gut zu Gershausen an die Wallenstein ausgestellt.
Church and Religion

Parochial Affiliation:

1747, 1766, 1872 und 1994 zu Kirchheim

Conversions:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Culture

Schools:

1766 ist kein Schulmeister, aber ein Schulhalter vorhanden, welcher in Kirchheim lebt

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

Economy

Mills:

Bereits 1431 wird eine Mühle zu Gershausen als Bestandteil eines hersfeldischen Burglehens zu Hattenbach erwähnt (HStAM Best. Urk. 14 Nr. 13256).

1766 betreibt eine Mühle an der Südgrenze von Gershausen mit dem Wasser der Ibra über ein oberschlägiges Wasserrad einen Mahl-, Schlag- und Schneidegang. Der Betrieb wird um 1974 eingestellt.

References

Bibliography:

Citation
„Gershausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3034> (Stand: 4.2.2026)