Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Historical Gazetteer

Outline map of Hesse
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4625 Witzenhausen
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Topographical Maps
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historical Maps
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 18. Witzenhausen
Gerichtsstätten
Anger in Eichenberg

Eichenberg

Ortsteil · 275 m über NN
Gemeinde Neu-Eichenberg, Werra-Meißner-Kreis 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

5 km nordöstlich von Witzenhausen

Geographical Situation:

Dorf mit einfachem Grundriss und lockerer Bebauung am stark geneigten Osthang Schärfe zu beiden Seiten des Dorfbaches, unmittelbar an der heutigen Landesgrenze zum Bundesland Niedersachsen. In exponierter Lage oval ummauerte Kirche und hufeneisenförmig ummauerter Lindenplatz. Verbindung zum Bahnhof über K 68 (Bahnhofsstraße), die den Ort auch an die östlich verlaufende B 27 anschließt.

Im Wald westlich oberhalb des Ortes intermittierende Quelle, genannt "Karlsbrunnen".

Zum 1 km östlich gelegenen Bahnhof Eichenberg

Earliest Reference:

1258

Settlement Development:

1928 erfolgt die Eingemeindung des aufgelösten Gutsbezirks Arnstein.

Historical Names:

Naming:

  • villa (1318 und später)
  • villa (2. Hälfte 14. Jahrhundert)

Settlement Sites:

Castles and Fortifications:

Land Consolidation:

1958/63

Earliest Local Map:

1835

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3562657, 5693327
UTM: 32 U 562558 5691489
WGS84: 51.371206° N, 9.898728° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

636009020

Land Usage Statistics:

  • 1504: 30 Hufen
  • 1638: 34 Hufen
  • 1746: 1287 Acker
  • 1885 (Hektar): 476, davon 278 Acker (= 58.40 %), 30 Wiesen (= 6.30 %), 120 Holzungen (= 25.21 %)
  • 1961 (Hektar): 853, davon 248 Wald (= 29.07 %)

Population Statistics:

  • 1575/85: 34 Hausgesesse.(7 Ackerleute, 26 Köttner)
  • 1681: desgleichen
  • 1747: 37 Mannschaften mit 46 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1885: 415, davon 388 evangelisch (= 93.49 %), 27 katholisch (= 6.51 %)
  • 1925: 615 (605 evangelisch, 56 römisch-katholisch, mit Arnstein und Hellemühle)
  • 1961: 1014, davon 672 evangelisch (= 66.27 %), 330 katholisch (= 32.54 %)
  • 1970: 872 Einwohner

Charts:

Eichenberg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1318: Herzogtum Braunschweig, Lehen des Konrad von Twiste
  • 1368: Herzogtum Braunschweig, verpfändet
  • Um 1400: Herrschaft Everstein (als Lehen ausgetan)
  • 1434: Landgrafschaft Hessen, Lehen der von Bodenhausen
  • Um 1570: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1585: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Adelsdorf (von Bodenhausen)
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Adelsdorf (von Bodenhausen)
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Leine-Departement, Distrikt Göttingen, Kanton Friedland
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Former Administrative District:

Witzenhausen

Court:

  • 1569: Niederes und peinliches Gericht von Bodenhausen
  • 1747: desgleichen
  • 1807: Friedensgericht Friedland
  • 1814: Amt Witzenhausen
  • 1822: Justizamt Witzenhausen
  • 1834: Justizamt Witzenhausen II
  • 1837: Justizamt Witzenhausen
  • 1867: Amtsgericht Witzenhausen
  • Stätte des allgemeinen öffentlichen Schöffengerichts an der Kreuzung des Weges von Arnstein nach Niedergandern mit dem Weg von Eichenberg nach Bornhagen
  • Richtstätte: In der Nähe des jetzigen Eichenberger Bahnhofs wo der alte Heerweg mit einem Weg von Eichenberg zusammenstieß; bis zur Umlegung ein Dreiecksplatz, der durch 3 mit dem von Bodenhauser Wappen gezeichneten Steinen eingeschlossen war.
  • Im Ort von einer Sandsteinquadermauer in Hufeisenform eingefaßter bzw. abgestützter Platz mit Resten eines Steintisches und Steinbänken unter 2 alten Linden
  • 1879: Amtsgericht Witzenhausen

Lordship:

1258: Graf Siegfried von Blankenburg hat Wald zu Eichenberg von Braunschweig zu Lehen.

1291: Graf Ludwig von Everstein belehnt Hugo uz der Mark und Konrad von Rusteberg unter anderem mit 10 Mansen zu Eichenberg.

1318: Konrad von Tvisten hat Dorf Eichenberg von Herzog Otto von Braunschweig zu Lehen.

1327: Eichenberg ist zum Schloss Rusteberg lieferungspflichtig.

1337: Die von Rusteberg verkaufen ihre 10 Mansen an den Landgrafen von Hessen.

1368: Herzog Otto von Braunschweig versetzt sein Dorf Eichenberg einem Bürger von Münden.

1382: Werner von dem Berge bestätigt dem Graf Hermann von Everstein die Belehnung mit 3 Malter Korngeld aus Eichenberg.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist das gesamte Dorf von der Herrschaft Everstein als Lehen ausgetan.

1418: Lehnsrevers der von dem Berge für Gottschalk von Plesse unter anderem über Korngeld zu Eichenberg, wie es zuvor von der Herrschaft Everstein zu Lehen ging.

1430: Landgraf Ludwig belehnt die von Bischoffshausen mit Eichenberg.

1434: Landgraf Ludwig belehnt die von Bodenhausen mit Dorf Eichenberg als Zubehör von Schloss Arnstein; folgend Reverse bis 1827.

Daneben erscheinen die von Bischoffshausen um 1440 mit Dorf Eichenberg als vormals eversteinisches Lehen durch Braunschweig -Lüneburg belehnt.

1441 hat die Familie Kule einen Mannlehenbrief über Zinsen zu Eichenberg von den von Plesse.

1443: Joh. von Plesse belehnt Hermann von Bischoffshausen mit Wiese und Zins zu Eichenberg.

1444: Hermann von Bischoffshausen verpflichtet sich gegenüber seinem Lehnsherrn Joh. von Plesse, die Lehnsgüter, die er an die von Hanstein verpfändete, binnen 6 Jahren wieder einzulösen; darunter Korngeld und eine Wiese zu Eichenberg.

1578 gehört Eichenberg mit Wickersrode, Betzhausen und Otterbach zur Lehnsausstattung der Burg Arnstein.

Recent Developments:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Neu-Eichenberg zusammengeschlossen, deren Ortsteil Eichenberg seitdem ist.

Property

Tithes:

1412: Hans von Rieden hatte von Friedrich von Rusteberg den Zehnten zu Eichenberg zum Pfand und verkauft ihn an Hans von Atzenhausen.

Local Nobility:

1358

Church and Religion

Local Churches:

  • 1358: Pfarrer
  • Kirche als spätklassizistischer Saalbau nach Plänen von Landbaumeister Matthei 1840 errichtet

Parochial Affiliation:

1578: Pfarrei Eichenberg mit Reckershausen

1578: Eichenberg Filiale von Reckershausen

1597: Hof des Pfarrers von Hottenrode (auf der Grenze zwischen Kreis Friedland/Hann. und Kreis Heiligenstadt/Thüringen) zu Eichenberg

1656: Eichenberg von Reckershausen getrennt

1747: Eichenberg. Mutterkirche mit Filiale Arnstein 1872 ist auch die Hellemühle aufgeführt.

1994 Mutterkirche ohne Filiale

Patronage:

Seit 1570 und noch jetzt: von Bodenhausen

Diakonische Einrichtung:

1945-1963 Diakoniestation (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)

Conversions:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Drescher vor 1569-1578

Intermediate Church Authorities:

Archpresbytariat vielleicht Geismar

Archdiakonat Heiligenstadt

1585: Superintendentur Rotenburg-Allendorf

1608 und 1872: Klasse Witzenhausen

1923 und jetzt: Kirchenkreis Witzenhausen

Culture

Schools:

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

Economy

Economy:

1638: 8 Ackergüter wüst, 4 abgebrannt

1759: geplündert

1840/50: Braunkohlenabbau am Ostrand des Ortes

References

Sources:

  • Cal. Or. 81 h Nr. 451f.
  • Celle Or. 8 Bd. 1 Nr. 245, alle Staatsarchiv Hannover

Bibliography:

Citation
„Eichenberg, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/5561> (Stand: 10.2.2025)