Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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5125 Friedewald
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KDR 100, TK25 1900 ff.
Historical Maps
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

Wehrshausen

Ortsteil · 375 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

14,5 km südöstlich von Bad Hersfeld

Geographical Situation:

Kleines Dorf mit lockerer Gehöftanordnung und geringer Siedlungsdichte südöstlich von Schenklengsfeld. Im Ort zweigt von der Soisbergstraße (K 14) die Kreuzbergstraße (K 15) in Richtung der nördlich verlaufenden L 3172 ab.

Earliest Reference:

1367

Settlement Development:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Heringen.

Historical Names:

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1899

Earliest Local Map:

1705

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3562585, 5630519
UTM: 32 U 562486 5628706
WGS84: 50.806717° N, 9.886825° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632019120

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 562, davon 368 Acker (= 65.48 %), 63 Wiesen (= 11.21 %), 76 Holzungen (= 13.52 %)
  • 1961 (Hektar): 586, davon 104 Wald (= 17.75 %)

Population Statistics:

  • 1571: 29 Hausgesesse
  • 1585: 29 Hausgesesse
  • um 1610: 29 Hausgesesse
  • 1628: 29 Hausgesesse
  • 1673: 11 Hausgesesse
  • 1747: 29 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1826: 17 steuerpflichtige Häuser mit 78 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Schneider, 1 Schäfer, 1 Tagelöhner
  • 1885: 178, davon 178 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 269, davon 224 evangelisch (= 83.27 %), 42 katholisch (= 15.61 %)
  • 1970: 274

Charts:

Wehrshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Hersfeld

Court:

  • vor 1822: Amt Landeck
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1832: Justizamt Friedewald
  • 1833: Justizamt Schenklengsfeld
  • 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Lordship:

Zunächst Dorf des hersfeldischen Amts Landeck.

1371 verkauft Wilhelm Hofmeister mit Erlaubnis seines Lehnsherrn, des Abtes von Hersfeld, an Otto von Romrod und dessen Ehefrau Elisabeth seinen Anteil an der Burg Landeck und an dem Gut in Wehrshausen.

1494 verkauft Engelhard von Buchenau für 2.000 Gulden verschiedene Dörfer, Wälder und Wüstungen u.a. Rotensee und Wehrshausen an Landgraf Wilhelm von Hessen. Die von Buchenau empfangen Anteile von Wehrshausen spätestens seit 1567 als hessisches Lehen. Hoheitsrechte erlangten sie hier indes nicht.

Verwaltungstechnisch gehört Wehrshausen im Spätmittelalter zum Amt Landeck, dessen Sitz die Burg ist. Zugleich ist es Grenzort zur Gebiet der Abtei Fulda. Die Landgrafen von Hessen versuchen seit dem 15. Jahrhundert, ihre Herrschaft in diesem Raum auszudehnen und die Abtei zurückzudrängen. 1585 ist die Herrschaft zwischen Hersfeld und Hessen noch geteilt. Nach dem Dreißgjährigen Krieg fällt mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen.

1559 kommt es zur Beilegung langjähriger Grenzstreitigkeiten mit dem fuldischen Gebiet. Wehrhausen besitzt im 16. Jahrhundert eine gemeinsame Waldmark mit Schenklengsfeld.

Recent Developments:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.

Church and Religion

Local Churches:

  • Keine eigene Ortskirche

Parochial Affiliation:

1747, 1826, 1872 und 1994 zu Schenklengsfeld gehörig

Conversions:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Culture

Schools:

1826 keine Schule vorhanden

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

References

Bibliography:

Citation
„Wehrshausen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3293> (Stand: 22.5.2026)