Hesse in the 19th and 20th Centuries

Explosion des Pulverturms in Mainz, 18. November 1857
Am 18. November 1857 explodierte der ehemalige Martinsturm neben dem Gautor in Mainz, der damals als Pulvermagazin der seit 1825 bestehenden Bundesfestung genutzt wurde.
Bei der enormen Detonation starben über 120 Soldaten und Zivilisten, mehrere hundert wurden verletzt. 57 Häuser am Kästrich in der Mainzer Oberstadt wurden gänzlich zerstört. Die nahegelegene Stephanskirche wurde schwer beschädigt und verlor große Teile ihrer Ausstattung. Die Druckwelle zerstörte zudem Fenster im Mainzer Dom und in St. Quintin. Einige Steine flogen sehr weit - ein Giebelstein, der 470 m weit bis zum Ballplatz flog, ist dort heute noch zu sehen. Die Ursache der Explosion konnte nie aufgeklärt werden.
Die Anteilnahme in der Bevölkerung war sehr groß, in vielen deutschen Städten wurden Hilfskomitees gebildet. Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein (1806–1877) besuchte die Unglücksstelle und stiftete eine größere Geldsumme. Der Mainzer Kreisbaumeister Ignaz Opfermann (1799–1866) nahm die erforderlichen Wiederaufbaumaßnahmen zum Anlass einer umfassenden Bauplanung Im Bereich des Kästrich und der Kupferbergterrasse in der Oberstadt.
UH
- Records
- Ulrike Glatz, Die Pulverturmexplosion, in: Eine Zeitreise in 175 Geschichten. Der Mainzer Altertumsverein 1844-2019, hg. von Wolfgang Dobras Oppenheim 2019, S. 60/61
- Additional Information
- Recommended Citation
- „Explosion des Pulverturms in Mainz, 18. November 1857“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7742> (Stand: 23.1.2026)
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