Hesse in the 19th and 20th Centuries

Zeitfreiwillige zur Unterstützung der Reichswehr, 1919-1920
Die Anfangsjahre der Weimarer Republik waren geprägt durch Unruhen und immer wieder aufflackernde gewalttätige Aufstände, die auch auf Hessen übergriffen, wie beispielsweise der Offenbacher Karfreitagsputsch, die Spartakisten-Herrschaft in Hanau oder Ausschreitungen in Folge des Kapp-Putsches.
Da die im Versailler Vertrag verabschiedeten Abmachungen unter anderem festlegten, dass eine neu zu bildende deutsche Armee nur noch 100.000 Soldaten umfassen sollte und zudem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, setzte die Regierung auch auf Freiwillige, die zur Niederschlagung der Unruhen eingesetzt werden sollten. Diese Freiwilligen sollten für drei Monate verpflichtet werden, die Führung lag weiterhin bei den Offizieren der Reichswehr. Die Aufrufe, sich freiwillig zu melden, richteten sich an ehemalige Berufssoldaten, aber auch an Studenten.
(StF)
- Additional Information
- „Das deutsche Heer“, Gießener Anzeiger Nr. 2 vom 3.1.1920, Erstes Blatt (eingesehen am 25.8.2025)
- „Aufruf!“, Gießener Anzeiger Nr. 69 vom 22.3.1920, Zweites Blatt (eingesehen am 25.8.2025)
- „An unsere Parteifreunde!“, Gießener Anzeiger Nr. 69 vom 22.3.1920, Zweites Blatt (eingesehen am 25.8.2025)
- „Aufruf!“, Fuldaer Zeitung Nr. 71 vom 25.3.1920 (eingesehen am 25.8.2025)
- Recommended Citation
- „Zeitfreiwillige zur Unterstützung der Reichswehr, 1919-1920“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7701> (Stand: 20.10.2025)
