Historical Gazetteer
- Ordnance Map
- 5024 Rotenburg
- Modern Maps
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topographical Maps
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historical Maps
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 55. Rotenburg
- Gerichtsstätten
- Anger in Weiterode
Further Information
Weiterode
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Stadtteil · 198 m über NN
Gemeinde Bebra, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Settlement ↑
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Settlement Type:
Dorf
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Localization:
7,8 km südöstlich von Rotenburg an der Fulda
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Geographical Situation:
Dorf mit ursprünglich einfachem Grundriss am westlichen Ausgang des Ulfegrundes dicht an der Mündung in die Fulda. Kern der Siedlung entlang einer von Nordwest nach Süden verlaufenden alten Hauptachse (Hessische Straße), an deren Ende sich die Kirche befindet. Starkes Wachstum in Folge des Eisenbahnbaus und der Ausbildung des Verkehrsknotenpunktes Bebra seit 1848/49, durch die die Gesamtlage des komplett von Schienen umgebenen Weiterode noch heute stark geprägt ist
Heutige Hauptverkehrsverbindung über die durch Weiterode von Bebra nach Wildeck führende L 3251 (Eisenacher Straße), auf die östlich des Ortes die von Norden (Iba) kommende L 3250 stösst
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Earliest Reference:
1057
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Settlement Development:
1928 erfolgt die Eingemeindung des aufgelösten Gutsbezirks Forst Hersfeld-Meckbach.
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Historical Names:
- Widenrode (1057) [Mainzer Urkundenbuch 1, S. 189-191, Nr. 299]
- Wytinrode (1317) [Landgrafen-Regesten online Nr. 664]
- Widenrode (1333) [HStAM Best. Urk. 14 Nr. 7601]
- Widenrode (1338) [Ziegenhainer Regesten online Nr. 780]
- Wytenrode (1343) [HStAM Best. Urk. 57 Nr. 320]
- Wӱthinnrode (1344) [Abschrift 18. Jahrhundert HStAM Best. Urk. 57 Nr. 320]
- Wytonrode, zu (um 1376) [Vogtherr, Ältestes Lehnbuch der Landgrafschaft Hessen, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 37 (1987), S. 25-71, hier S. 55 (164)]
- Wytenrade, zcu (1428) [Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 199-200, Beilage Nr. 8]
- Wytenrode, bynit der (1484) [HStAM Best. Urk. 13 Nr. 5001]
- Witerade (1502) [HStAM Best. Rechn. I Nr. 92/3]
- Weiterode (1538) [HStAM Best. S Nr. 533]
- Witteroda (1585) [Der ökonomische Staat, S. 88]
- Witteroda (1597) [Fuldakarte HStAM Bestand Karten Nr. R III 7, Karte 2]
- Witterode (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 14]
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Naming:
- villa (1057)
- Dorf (1333)
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Settlement Sites:
- Erdhausen
- Heigern
- Obermühle
- Rudolferode
- Stockhausen
- Sülzerbach
- Ulfenmühle
- Untermühle (Dehnhardtsmühle)
- Zu Wuseß
- Burg Weiterode (→ Castles, Palaces, Manor Houses)
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Land Consolidation:
1880-1885
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Earliest Local Map:
1756
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Coordinates:
Gauß-Krüger: 3556923, 5646984
UTM: 32 U 556826 5645165
WGS84: 50.955291° N, 9.809069° O OpenLayers - Statistics ↑
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Location Code:
632003120
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Land Usage Statistics:
- 1885 (Hektar): 749, davon 534 Acker (= 71.30 %), 115 Wiesen (= 15.35 %), 2 Holzungen (= 0.27 %)
- 1961 (Hektar): 1086, davon 325 Wald (= 29.93 %)
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Population Statistics:
- 1538: 20 wehrfähige Männer (6 Büchsen, 6 Armbrüste und 8 Spieße s. Polit. Akten Allgem. Abt. Pfälz. Krieg) und 44 Wohnhäuser (Depos. von der Malsburg)
- 1585: 71 Haushaltungen (Der ökonomische Staat)
- 1747: 91 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1782: 108 Gebäude, 447 Einwohner; Gewerbetreibende: 39 Ackerleute, die zugleich Leineweber sind, 10 Leineweber, 1 Maurer, 2 Müller, 2 Schmiede, 6 Schneider, 2 Schreiner, 2 Wirte, 3 Tagelöhner, 2 Handelsjuden,die auch schlachten, 3 Wagner, 1 Zimmermann, 7 einzelne Weibspersonen, die Tagelohnen und spinnen
- 1885: 935, davon 923 evangelisch (= 98.72 %), 12 katholisch (= 1.28 %)
- 1961: 2308, davon 2199 evangelisch (= 95.28 %), 95 katholisch (= 4.12 %)
- 1970: 2279
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Charts:

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Constitution ↑
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Administrative Area:
- 1502: Landgrafschaft Hessen, Amt Rotenburg, Obergericht, Gerichtsstuhl Weiterode
- 1538: Landgrafschaft Hessen, Amt Rotenburg, Gerichtsstuhl Ronshausen
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, andere Gerichtsstuhl
- 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Rotenburg
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Bebra
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Fürstlich Rotenburgisches Justizamt
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Former Administrative District:
Rotenburg
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Court:
- 1822: Fürstlich Rotenburgisches Oberamt Rotenburg
- 1834: Justizamt Rotenburg I
- 1867: Amtsgericht Rotenburg
- 1879: Amtsgericht Rotenburg a. d. Fulda
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Lordship:
Den Landgrafen von Hessen gelingt es im 14./15. Jahrhundert allmählich, die Abtei Hersfeld aus der Herrschaft zu verdrängen. Hinzu kommen seit 1450 durch die Übernahme der Grafschaft Ziegenhain deren Besitzanteile. Die Vogtei über die Dörfer Weiterode, Ronshausen und Rudolferode hatten die Grafen als hersfeldisches Lehen inne. Diesen Umstand mussten die Landgrafen noch lange akzeptieren.
1317 haben die Landgrafen die Dörfer Weiterode und Breitenbach an die Brüder von Romrod verpfändet. 1333 belehnen die Grafen von Ziegenhain die Familie Keil mit Fruchgefällen in den Dörfern Weiterode und Rudolferode, welche vorher die von Trott hatten. 1338 ist die Vogtei und der Vogtweizen den Grafen von Ziegenhain. Landgraf Heinrich von Hessen und sein Sohn Otto verkaufen 1344 die Dörfer Breitenbach, Weiterode und Rudolferode mit Gericht, Dienst und Abgaben für 230 Mark lötiges Silber an Konrad Hilgenreich, Bürger in Hersfeld, seine Ehefrau Lise sowie Ludwig von Rimbach und dessen Ehefrau Kunne. Um 1376 erhält Ludwig von Rimbach ein hessisches Burglehen u.a. zu Weiterode. 1386 sind die Dörfer Ronshausen und Weiterode für 600 Gulden von den Landgrafen an die Ritter Eberhard und Gottschalk von Buchenau verpfändet (HStAM Best. Urk. 13 Nr. 4356]. Landgraf Wilhelm [III.] belehnt 1489 Hans von Völkershausen mit 22 Vierteln Weizen im Gericht Landeck sowie 34 Vierteln Frucht und Pfenniggült zu Ronhausen, Weiterode und Rudolferode (wüst), wie seine Vorfahren sie von den Grafen von Ziegenhain und er vom Landgrafen Heinrich III. zu Lehen trugen, als Mannlehen.
1538 gehört das Dorf Weitershausen mit aller Obrigkeit, Gericht, Gebot und Verbot, Dienst und Schaftrift dem Landgrafen von Hessen.
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Recent Developments:
Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil der neu gebildeten Stadtgemeinde Bebra eingegliedert.
- Property ↑
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Manorial System and Landholding:
- 1057 übergibt das Erzstift Mainz das Dorf an das Kloster Hersfeld. 1343 sind Einkünfte des Klosters Blankenheim nachweisbar.
- Church and Religion ↑
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Local Churches:
- Gotischer Ostturm, Schiff im Kern gotisch, Umbau und Erweiterung 1619 und 1719, 1956 und 1983 renoviert
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Parochial Affiliation:
1343, 1569 und 1585 nach Breitenbach eingepfarrt, 1747 Vikariat, 1782 und 1872 Filial, seit 1914 selbständige Pfarrgemeinde
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Patronage:
1339 tritt die Abtei Hersfeld das Patronatsrecht an das Kloster Blankenheim ab, nach der Reformation ist es landgräflich
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Conversions:
Da Filial von Breitenbach, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Breitenbacher Pfarrer Konrad Nessehen (auch Schwartz gen.) um 1527.
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Jews:
Statistik: 1835: 18; 1861: 19 Juden (2 Familien). Der Ort gehörte zur jüd. Gemeinde Bebra
- Culture ↑
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Schools:
1782 ist kein eigenes Schulhaus vorhanden, 1910 Volksschule mit vier Klassen
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Language History (Digital Facsimiles):
- Economy ↑
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Mills:
1484 Verleihung der Neuenmühle in Weiterode an Hermann Stüssen.
1782 werden die Ober- und die Untermühle genannt
- References ↑
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Bibliography:
- 950 Jahre Weiterode
- Bebra - Chronik einer Stadt, Teil II: Bebra im Wandel des 20. Jahrhunderts, 1991, S. 288-314
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 175-181
- Schellhase, Kreis Rotenburg
- Scholz, Wasser- und Windmühlen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, S. 52-53
- Knappe, Burgen in Hessen, S. 176
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 503-504 (mit fehlerhaftem Umbruch, die ersten drei Zeilen in Spalte 2 S. 504 beziehen sich auf Weiterode, nicht auf Welberg)
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 406 (Sippel) > Einzelfunde im unteren Heuergrund
- Classen, Kirchliche Organisation, S. 168
- Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen: Anfang, Untergang, Neubeginn, Bd. 1, S. 56
- Citation ↑
- „Weiterode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3140> (Stand: 16.9.2025)

