Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Historical Gazetteer

Uengsterode

Stadtteil · 285 m über NN
Gemeinde Großalmerode, Werra-Meißner-Kreis 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

10,5 km südsüdwestlich von Witzenhausen

Geographical Situation:

Geschlossenes Dorf mit unregelmäßigem Grundriss und geringer Siedlungsdichte in einer Senke des Laudenbachs, 3 km östlich von Großalmerode. Rundummauerte Kirche in prominenter Spornlage über dem Laudenbach, darunter Lindenplatz; breite Gasse nach Nordosten. Die Hauptverbindungachse (Witzenhäuserstraße Straße, L 3238) verläuft, von Südwesten kommend, parallel zum Bach im Westen des Ortes und stößt 1 km dahinter auf die B 451 Richtung Witzenhausen.

Earliest Reference:

1322

Historical Names:

Naming:

  • villa (1322)
  • Dorf (1438)

Land Consolidation:

1937/57

Earliest Local Map:

18. Jahrhundert

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3557875, 5679856
UTM: 32 U 557778 5678024
WGS84: 51.250644° N, 9.82788° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

636004060

Land Usage Statistics:

  • 1745: 1283 Acker
  • 1961 (Hektar): 343, davon 26 Wald (= 7.58 %)

Population Statistics:

  • 1575/85: 40 Haushaltungen
  • 1625: 46 Ackerleute und Köttner
  • 1681: 44 Hausgesesse
  • 1745: 306 Einwohner
  • 1747: 65 Mannschaften mit 64 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1869: 21 Baptisten nach Amerika ausgewandert
  • 1961: 444, davon 386 evangelisch (= 86.94 %), 51 katholisch (= 11.49 %)
  • 1970: 479 Einwohner

Charts:

Uengsterode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Adelsdorf der von Bodenhausen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ludwigstein, an die von Bodenhausen verlehnt
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Amt Ludwigstein, an die von Bodenhausen verlehnt
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Sooden
  • 1814-1817: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1817-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Großalmerode
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Former Administrative District:

Witzenhausen

Court:

  • 1747: Niederes und peinliches Gericht von Bodenhausen
  • Gerichtsplatz von kreisrunder Quadermauer umgeben bzw. abgestützt
  • Am Ortsausgang nach Laudenbach Sühnekreuz mit Schwert in Ritzzeichnung
  • 1822: Assistenzamt Großalmerode (Justizamt Witzenhausen)
  • 1832: Justizamt Großalmerode
  • 1867: Amtsgericht Großalmerode
  • 1879: Amtsgericht Großalmerode
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen

Lordship:

Die Herrschaftsverhältnisse sind im Spätmittelalter ungeklärt. Ansprüche haben die Abtei Fulda und die Landgrafschaft Hessen, die beide vom 14.-16 Jahrhundert Lehen hieraus ausgeben.

1322: Hermann von Felsberg hat Gericht des Dorfes Uengsterode von Landgraf Otto als Burglehen.

1327: Uengsterode ist zum Schloss Rusteberg lieferungspflichtig.

1373: Landgraf versetzt Werner von Felsberg und seinem Sohn Eckehard sein Gericht Uengsterode. 1438: Abt Johann von Fulda belehnt Kraft von Felsberg mit Dorf Uengsterode. 1490 und 1524 wird Georg von Bischofferode damit belehnt. Erst 1575/85 wird es als Dorf Uengsterode der von Bodenhausen geführt, vermutlich als Zubehör von Burg Arnstein.

Recent Developments:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadtgemeinde Großalmerode, deren Stadtteil Uengsterode wurde.

Property

Local Nobility:

1381/83

Church and Religion

Local Churches:

  • Spätgotische Kirche um 1500 mit massivem Westturm. Schiff 1687 überarbeitet, 1906 erweitert, 1986 renoviert. Taufstein von 1503 (?), Sandsteinkanzel von 1605 bzw. 1681

Parochial Affiliation:

1616 - 1791: mit Laudenbach verbunden

1791 - 1804: mit Hundelshausen

1804 - 06: Von einem Kandidaten aus Großalmerode versehen

1806 - 17: mit Dohrenbach verbunden

1872 und 1994: Vikariat von Laudenbach

Patronage:

1585 und 1872: Die von Bodenhausen

Conversions:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Lepper ca. 1558-1596

Intermediate Church Authorities:

Archpresbytariat vielleicht Allendorf

Archdiakonat Heiligenstadt

1585: Superintendentur Rotenburg-Allendorf, Abt. Witzenhausen

1606: aufgehoben

Culture

Schools:

1910 einklassige Volksschule

Infirmaries:

1604: Gründung eines Hospitals genannt Gnadenhaus durch Wilke von Bodenhausen den Jüngeren mit einem Fonds von 2700 Talern für 8 Gebrechliche aus dem Bodenhausen´schen Gericht oder Dienst (HStAM, 17 e, Üngsterode 3)

Language History (Digital Facsimiles):

Economy

Mills:

Die Mühle am südwestlichen Dorfende wurde mit dem Wasser der Gelster betrieben, 1936 erfolgte der Einbau einer Turbine, 1952 wurde der Betrieb eingestellt.

References

Bibliography:

Citation
„Uengsterode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/7095> (Stand: 25.9.2024)