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Further Information

Raßdorf

Ortsteil · 255 m über NN
Gemeinde Wildeck, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

18,5 km südöstlich von Rotenburg an der Fulda

Geographical Situation:

Kurzes Straßendorf (Wildecker Straße = K 62) an der Suhl am Südrand des Richelsdorfer Gebirges unmittelbar an der südlich verlaufenden heutigen Landesgrenze zum Freistaat Thüringen.

Am Südrand verläuft die Eisenbahnlinie Bebra – Gerstungen (Inbetriebnahme der Strecke 25.9.1849), im Norden verlaufen die A 4 Richtung Erfurt sowie die Eisenacher Str. (L 3251).

Earliest Reference:

1538

Settlement Development:

Im Bereich der Gemarkung Raßdorf fanden Hinweise auf Wüstungen, denen bislang keine Namen in Schriftquellen zugewiesen werden konnten.

Die Lage von Raßdorf ist über Jahrhunderte durch ihre Grenzlage zwischen Hessen und Thüringen gekennzeichnet. Mit der innerdeutschen Teilung nach 1945 verschärft sich die Randlagenfunktion, durch die Raßdorf von traditionellen Verbindungsstrecken abgeschnitten wird.

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Wildeck.

Historical Names:

Settlement Sites:

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3568753, 5646100
UTM: 32 U 568652 5644281
WGS84: 50.946058° N, 9.977242° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632020040

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 105, davon 64 Acker (= 60.95 %), 10 Wiesen (= 9.52 %), 17 Holzungen (= 16.19 %)
  • 1961 (Hektar): 960, davon 860 Wald (= 89.58 %)

Population Statistics:

  • 1747: 10 und 13 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1885: 88, davon 87 evangelisch (= 98.86 %), 0 katholisch, 1 Juden (= 1.14 %)
  • 1961: 198, davon 182 evangelisch (= 91.92 %), 16 katholisch (= 8.08 %)
  • 1970: 232

Charts:

Raßdorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1480-1733: Herzogtum Sachsen-Eisenach, Amt Gerstungen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Nentershausen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Nentershausen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Nentershausen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Fürstlich Rotenburgisches Justizamt
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Rotenburg

Court:

  • 1822: Assitenzamt Nentershausen
  • 1826: Justizamt Nentershausen
  • 1827: Justizamt Nentershausen
  • 1834: Justizamt Rotenburg I
  • 1836: Justizamt Rotenburg
  • 1837: Justizamt Nentershausen
  • 1867: Amtsgericht Nentershausen
  • 1879: Amtsgericht Nentershausen
  • 1932: Amtsgericht Rotenburg a. d. Fulda
  • 1933: Amtsgericht Obersuhl

Lordship:

Die Herrschaft über Raßdorf im hessisch-thüringischen Grenzraum war lange Zeit strittig. 1433 ist Raßdorf zur Hälfte fuldisches Lehen der von Boyneburg. Im 15. Jahrhundert kommt es wiederholt zu Verpfändungen des fuldischen Amtes Gerstungen, zu dem Raßdorf gerechnet wurde, an die Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen. Vom 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert gibt es dann Streitigkeiten zwischen Hessen und Sachsen, die erst 1733 in einem Abkommen zwischen den Regierungen in Kassel und Weimar zugunsten von Hessen beigelegt werden.

Ein Teil des Dorfes, der Hof der Vultejus, gehörte bis 1733 nach Sachsen-Eisennach und kam dann zum Amt Nentershausen, der andere Teil wurde zum Amt Rotenburg gerechnet.

Recent Developments:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil der Gemeinde Wildeck eingegliedert.

Church and Religion

Parochial Affiliation:

1604 war der Hof Rastorf Filial von Seulingsee, 1747 nach Bosserode eingepfarrt, 1872 größtenteils nach Großensee, dann nach Dankmarshausen. Mit der Gründung der Pfarrstelle in Bosserode 1980 wurde es hier eingepfarrt.

Conversions:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Culture

Schools:

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

References

Bibliography:

Citation
„Raßdorf, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3122> (Stand: 29.8.2025)