Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historical Gazetteer

Outline map of Hesse
Ordnance Map
5125 Friedewald
Modern Maps
Kartenangebot der Landesvermessung
Topographical Maps
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historical Maps
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

Further Information

Oberlengsfeld

Ortsteil · 328 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

12 km südöstlich von Bad Hersfeld

Geographical Situation:

Straßendorf unterhalb der Burg Landeck an den Nordwestausläufern der Kuppenrhön. Die als Haupachse von Südwesten aus Schenklengsfeld heranführende Landecker Straße knickt in der Mitte des Ortes nach Süden ab, wo sie auf die nach Osten führende L 3172 stößt.

Earliest Reference:

1314

Historical Names:

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1886

Earliest Local Map:

1706

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3560438, 5632142
UTM: 32 U 560340 5630329
WGS84: 50.821532° N, 9.856636° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632019080

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 388, davon 316 Acker (= 81.44 %), 45 Wiesen (= 11.60 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 388, davon 4 Wald (= 1.03 %)

Population Statistics:

  • 1571: 24 Hausgesesse
  • 1585: 24 Hausgesesse
  • um 1610: 24 Hausgesesse
  • 1628: 24 Hausgesesse
  • 1673: 22 Hausgesesse
  • 1747: 24 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1826: 21 steuerpflichtige Häuser mit 125 Bewohnern; Gewerbetreibende: 1 Schneider, 1 Zimmergesell, 1 Wagner, 2 Schäfer, 5 Tagelöhner und Spinner (Peter Roßkopf, Das Landecker Amt im Kreise Hersfeld, S. 319-332)
  • 1885: 253, davon 251 evangelisch (= 99.21 %), 2 katholisch (= 0.79 %)
  • 1961: 419, davon 380 evangelisch (= 90.69 %), 38 katholisch (= 9.07 %)
  • 1970: 485

Charts:

Oberlengsfeld: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Hersfeld

Court:

  • vor 1822: Amt Landeck
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1832: Justizamt Friedewald
  • 1833: Justizamt Schenklengsfeld
  • 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Lordship:

1314 überträgt der Abt von Hersfeld Einkünfte u.a. in Oberlengsfeld als Burglehen an Hermann von Borsch und dessen Ehefrau Elisabeth. 1404 veräußern Otto von Buttlar und seien Frau eine Hufe in Oberlengsfeld, die sie von Herfeld zu Lehen tragen. 1414 erhält für Konrad von Romrod vom Abt von Hersfeld die Erlaubnis zur Verpfändung seines Vorwerks in Oberlengsfeld an Berthold Schack.

Verwaltungstechnisch gehört Oberlengsfeld zum Amt Landeck, dessen Sitz die Burg ist. Die Landgrafen von Hessen versuchen seit dem 15. Jahrhundert, ihre Herrschaft in diesem Raum auszudehnen und die Abtei zurückzudrängen. Die Herrschaft im Amt Landeck ist daher zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen vor allem im 16. Jahrhundert strittig. Nach dem Bauernkrieg besetzte Landgraf Philipp von Hessen die Burg, die zerstört war. 1550 schloss er mit dem Hersfelder Abt einen Vertrag, der Hersfeld die Hälfte des Besitzes in Schloss und Amt Landeck überließ. 1557 wurde dieser Teil durch den Hersfelder Abt den Söhnen des Landgrafen zu Lehen überlassen. Nach dem Dreißgjährigen Krieg fiel mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen. 1826 ist die Herrschaft vollumfänglich in den Händen der Kurfürsten von Hessen.

Recent Developments:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.

Property

Manorial System and Landholding:

  • Dorf des hersfeldischen Amts Landeck
Church and Religion

Local Churches:

  • Kirchhof (1402)
  • Keine Kirche vorhanden

Parochial Affiliation:

1585 Filial von Schenklengsfeld, 1620, 1747, 1826, 1872 und 1994 dorthin eingepfarrt

Conversions:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Culture

Schools:

1826 ist kein Schulhaus vorhanden

Language History (Digital Facsimiles):

References

Bibliography:

Citation
„Oberlengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3269> (Stand: 26.3.2026)