Historical Gazetteer
- Ordnance Map
- 5224 Eiterfeld
- Modern Maps
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topographical Maps
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historical Maps
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 76. Eiterfeld
- Gerichtsstätten
- Gerichtsplatz in Neukirchen
Further Information
Neukirchen
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Ortsteil · 235 m über NN
Gemeinde Haunetal, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Settlement ↑
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Settlement Type:
Dorf
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Localization:
11 km südllich von Bad Hersfeld
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Geographical Situation:
Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss am rechten Ufer der unteren Haune. Kirche mit kreisförmig ummauertem Kirchhof am Nordrand (Kirchberg). Durch den Ort führt, von Süden kommend, die L 3431 (Hauptstraße) nach Osten Richtung Oberstoppel, nach Westen abgabelnd über eine Haunebrücke Richtung Holzheim. Im Osten verläuft die B 27 (Fulda-Bad Hersfeld), im Westen die Bahnlinie. Jüngere Siedlungsausdehnung nach Süden auch jenseits der B 27, hier auch die katholische Pfarrkirche St. Michael (Burg-Hauneck-Straße 8), sowie im Osten.
Bahnhof der Eisenbahnlinie Bebra – Hanau – Frankfurt am Main ("Bebraer Bahn";"Bebra-Hanauer-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1866).
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Earliest Reference:
1263
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Historical Names – Preliminary Note:
Der in der Urkunde von 1142 genannte Zeuge Reginhard konnte bislang nicht eindeutig identifiziert werden; vgl. Neukirchen (Knüll)
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Historical Names:
- Nůwenkirchun, de (1142) [HStAM Best. Urk. 56 Nr. 2333]
- Nuwenchirchin, de (1263) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1, Nr. 384, S. 207]
- Nuenkirchen, in (1295) [Hünfelder Kopialbuch HStAM Best. K Nr. 450]
- Niuwenkirchen (1310) [ HStAM Best. Urk. 80 Nr. 659]
- Newenkirchen (1464/65) [F.J. Bendel, Die Würzburger Diözesanmatrikel aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 2 H. 2, 1934, S. I-XXX, 1-46, hier S. 17 (Digitalisat]
- Nuwenkirchen (1486) [HStAM Best. Urk. 75 Nr. 1211; Abschrift 17. Jahrhundert HStAM Best. Urk. 100 Nr. 5785; Druck: Grimm, Weistümer 3, S. 378-381, vgl. Neuber, Haunetaler Geschichte, S. 95-98]
- Newkirch (1489) [HStAM Best. Urk. 78 Nr. 37]
- Newkirch (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
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Naming:
- villa (1295)
- officium (1303)
- Dorf (1430) [HStAM Best. Urk. 1 Nr. 2697]
- Flecken (1719)
- Marktflecken (1700-1750)
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Land Consolidation:
1926
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Earliest Local Map:
1858
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Coordinates:
Gauß-Krüger: 3549094, 5626141
UTM: 32 U 549000 5624330
WGS84: 50.768663° N, 9.694864° O OpenLayers - Statistics ↑
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Location Code:
632008070
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Land Usage Statistics:
- 1885 (Hektar): 461, davon 207 Acker (= 44.90 %), 68 Wiesen (= 14.75 %), 159 Holzungen (= 34.49 %)
- 1961 (Hektar): 461, davon 155 Wald (= 33.62 %)
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Population Statistics:
- 1521: 38 Hausvorstände
- 1557: 54 steuerpflichtige Güter und 11 Personen Dienstpersonal
- 1566: 60 steuerpflichtige Güter und 9 Personen Dienstpersonal
- 1569: 55 steuerpflichtige Güter und 4 Personen Dienstpersonal
- 1630: 53 Haushaltungen (mit Gemeindeschenke)
- 1683: 48 Höfe und 1 wüste Hofstelle
- 1789: 14 Bauern, 41 Hüttner, 16 Beisassen
- 1812: 63 Feuerstellen, 560 Seelen
- 1885: 449, davon 432 evangelisch (= 96.21 %), 9 katholisch (= 2.00 %), 8 Juden (= 1.78 %)
- 1961: 678, davon 565 evangelisch (= 83.33 %), 97 katholisch (= 14.31 %)
- 1970: 766
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Charts:

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Constitution ↑
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Administrative Area:
- 1308: Fürstabtei Fulda, Amt Wehrda-Neukirchen
- 1486: Fürstabtei Fulda, Gericht Neukirchen
- 1683: Fürstabtei Fulda, Gericht Neukirchen
- 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Fürsteneck, Gericht Neukirchen
- 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Eiterfeld, Gericht Neukirchen
- 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Eiterfeld
- 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Eiterfeld
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Former Administrative District:
Hünfeld
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Court:
- 1822: Justizamt Eiterfeld
- 1867: Amtsgericht Eiterfeld
- 1945: Amtsgericht Hünfeld
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Lordship:
1308 und 1310 überträgt Abt Heinrich von Fulda dem Ritter Hartrad von Trümbach pfandweise das Amt Wehrda-Neukirchen. In der Folge kommt es zu weiteren Verpfändungen u.a. an die von Buchenau, von Haun, von Liederbach, von der Tann und von Trümbach. Seit dem 14. Jahrhundert nimmt zudem die Einflussnahme der Landgrafen von Hessen auf das Gericht Neukirchen und die benachbarten Orte zu. 1430, 1567 und in der Folge bis 1786 stellt Hessen Schutzbriefe für das Dorf Neukirchen aus, auf denen die Landgrafen ihre Hoheit zu begründen versuchen. Die Landesherrschaft bleibt aber fuldisch.
1507 verpfändet der Fürstabt von Fulda Johann das ganze Schloss Wehrda nebst den Gerichten Neukirchen, Rombach und Wegfurth dem Albrecht von Trümbach. 1608 besetzt der Fürstabt das Amt, doch beanspruchen die von der Tann das Gebiet auch weiterhin. 1687 gelangen das Schloss und das Gericht Neukirchen an Cuntz von der Tann. 1710 erwirbt das Stift das Gericht Neukirchen von Heinrich von der Tann zurück.
1723 wird die Landeshoheit von Fulda durch den Reichshofrat bestätigt, der hessische Erbschutz blieb weiter bestehen.
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Recent Developments:
Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Haunetal zusammengeschlossen. Neukirchen ist Sitz der Gemeindeverwaltung.
- Property ↑
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Manorial System and Landholding:
- Der Besitz des Klosters Fulda wird an Lehnsmänner ausgetan oder verpfändet. 1326 wird der Ritter Berthold von Buchenau seine Erbmühle veräußert. Die von Haune besaßen 1361 ein Vorwerk, Güter haben 1391 und 1400 auch die von Romrod.
- Church and Religion ↑
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Local Churches:
- cimeterium (1295)
- plebanus (1317)
- parrochia (1489)
- Im Kern romanische Chorturmanlage 1515 errichtet, 1630 erweitert, 1848 und 1977 renoviert
- 1963/64 wird die katholische Pfarrkirche St. Michael errichtet.
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Guardianships:
- Vitus (1489)
- Michael (1964)
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Parochial Affiliation:
Zur Pfarrei gehörten Müsenbach (1382), Odensachsen (1727 ) und Meisenbach (1727), Ober- und Niederstoppel sind von 1585-1607 mit Neukirchen verbunden. 1872 sind Mauers, Meisenbach und Müsenbach eingepfarrt, Odensachsen ist Filial, zu dem Hermannspiegel gehört. Das Kirchspiel wird 1976 aus dem Kirchenkreis Fulda in den Kirchenkreis Hersfeld eingegliedert. Gleichzeitig wird die Pfarrstelle Kruspis aufgehoben und in das Kirchspiel eingegliedert. Somit besteht dieses 1994 aus der Kirchengemeinde Neukirchen, in die Müsenbach, Mauers und Meisenbach eingepfarrt sind. Zur Filialgemeinde Odensachsen gehört Hermannspiegel, zu Oberstoppel gehört Unterstoppel. In die Vikariatsgemeinde Kruspis sind Holzheim und Starklos eingepfarrt.
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Patronage:
1505: Abt von Fulda
Herren von Hauna, von Baumbach, im 17. und 18. Jahrhundert die Herren von der Tann
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Conversions:
Einführung der Reformation vermutlich um 1530.
Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Mangel vor 1582-1607
Katholischer Bekenntniswechsel: 1628
Reformierter Bekenntniswechsel: 1631
Seit 1818 unierte Pfarrei.
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Intermediate Church Authorities:
1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa
- Culture ↑
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Schools:
1910 einklassige Volksschule
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Language History (Digital Facsimiles):
- Economy ↑
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Central Function:
1486 umfasst das Zentgericht Neukirchen die Dörfer Neukirchen, Meisenbach, Müsenbach und Odensachsen, ab 1683 werden auch Hermannspiegel, Mauers und Siegwinden zum Amt gerechnet. 1763 huldigen auch die fuldischen Untertanen in Wehrda.
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Mills:
Ober- und Untermühle befinden sich etwa 350 m südlich des Ortsmittelpunkts an der Haune.
1326 ist eine Mühle bereits vorhanden. Diese Dorfmühle ist 1740 halb hessen-kasselisches und halb buchenauisches Lehen und auf zwei Besitzer aufgeteilt. Sie hat drei unterschlächtige Mahlgänge und einen Schlaggang. Die Obermühle (auch Dehnhardsmühle) wurde seit 1903 mit Turbine betrieben, der Mahlbetrieb 1927 eingestellt, die Getreidemühle 1956. Die Untermühle wurde nach einem Brand 1881 neu erbaut und ab 1904 über eine Turbine bis 1961 betrieben.
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Market:
1486 zwei Jahrmärkte, 1698 kommt ein weiterer hinzu
- References ↑
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Bibliography:
- Neuber, Haunetaler Geschichte, S. 42-43, 66-69, 152ff.
- H. Neuber, Mühlen im unteren Haunetal, S. 46-64
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 1, S. 298-310
- Leinweber, Hochstift Fulda, S. 71-72
- Hofemann, Reichsabtei Fulda, S. 234 (Register) 141-145 (Gericht)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 349 f.
- Aschkewitz, Pfarrergeschichte des Sprengels Hanau, S. 916ff.
- Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S.843-846
- Citation ↑
- „Neukirchen, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3327> (Stand: 20.8.2026)

