Hessian World War I Primary Sources

Contents
- Mobilmachung und Ausmarsch des Regiments
- Einmarsch in Frankreich und Vorrücken zur Maas
- Marneschlacht, Vormarsch von Oches bis Fontenoy
- Die Einheit im Rückzug nach der Marneschlacht
- Ausbau von Stellungen nach dem Rückzug
- Verlegung der Einheit in die Gegend von Lille
- Kämpfe der Enheit bei Ennetières
- Einsatz bei Comines und Wytschaete
- Abtransport der Einheit an die Ostfront (Polen)
- Rückmarsch des Regiments durch Belgien November 1918
- Rückmarsch von Aachen über Köln nach Butzbach
↑ Adolf Soldan, Das 5. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Nr. 168
Abschnitt 10: Rückmarsch des Regiments durch Belgien November 1918
◀ [80-81]
Rückmarsch in die Heimat und Auflösung des Regiments
[...] 9.-11. November: In Pont à Celles teilte Oberstlt. von Zylinitzki dem Regiment mit, daß in der Heimat die Republik ausgerufen und der Waffenstillstand zwischen Deutschland und der Entente unterzeichnet sei. In feierlicher Weise wurde dem Kompagnien der letzte Erlaß des Oberbefehlshabers der deutschen Armee,Generalfeldmarschall von Hindenburg, bekanntgegeben:
"Aufrecht und stolz gehen wird aus dem Kampfe, den wir vier Jahre gegen eine Welt von Feinden bestanden. Aus dem Bewußtsein, daß wir unser Land und unsre Ehre bis zum äußersten verteidigt haben, schöpfen wir neue Kraft. Der Waffenstillstandsvertrag zwingt uns zu schnellem Rückmarsch in die Heimat, unter den obwaltenden Verhältnisse eine schwere Aufgabe, die Selbstbeherrschung und treueste Pflichterfüllung von jedem einzelnen von euch verlangt; ein harter Prüfstein für den Geist und den inneren Halt der Armee. Im Kampf habt ihr euern Generalfeldmarschall niemals im Stich gelassen, ich vertraue auch jetzt auf euch."
Das Regiment trat am 11. November den friedensmäßigen Rückmarsch unter strengster Wahrung der bisherigen militärischen Ordnung an und erreichte folgende Quartiere:
11. November: Sart - Dame - Avelines.
12. November: Cortil - Noirmont.
13. November: Perwez (nördlich Namur). Hier verblieb das Regiment bis ein schließlich 17. Da die Kameraden ungleichmäßighe Stärken hatten, so fand eine Umformierung im Regiment statt. Es wurden zwei Bataillone aufgestellt, das I. Bataillon bestand aus zwei Infanteriekompagnien und zwei M.G.-Kompagnien. Das II. Bataillon bestand [S. 81] aus zwei Infanteriekompagnien, einer M.G.-Kompagnie und einer Minenwerferkompagnie.
18. November: Marsch nach Wasseiges.
19. November: Marsch nach Vauxet Borset.
20. November: Marsch nach Flemalles a.d.Maas.
21. November: Marsch nach Tilff, unmittelbar südlich Lüttich.
22. November: Ruhetag in Tilff.
23. November: Marsch nach Verviers.
24. November: Marsch nach Haas, einer Vorstadt von Eupen, hier 11 Uhr 30 Min. Überschreiten der deutschen Grenze und Unterkunft in Rötgen (erstes deutsches Quartier).
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| Keywords: | 5. Großherzoglich Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 168 · Infanterie-Regiment Nr. 168 |
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| Recommended Citation: | „Adolf Soldan, Das 5. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Nr. 168, Abschnitt 10: Rückmarsch des Regiments durch Belgien November 1918“, in: Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg <https://www.lagis-hessen.de/en/purl/resolve/subject/qhg/id/111-10> (aufgerufen am 05.05.2026) |
