Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 1950-1967: Bestandsentwicklung der Krafträder und Personenkraftwagen in Hessen
    Nachdem die ersten Nachkriegsjahre von einer stürmischen Zunahme des Bestandes an Krafträdern und -rollern geprägt wurden, während zugleich Personenkraftwagen und andere Fahrzeuge deutlich langsamere Bestandszuwächse verzeichneten, deutet sich um Mitte der 1950er Jahre ein Wandel an: 1954 schwächt sich die Zuwachsrate der motorgetriebenen Zweiräder deutlich ab. 1956 setzt bei den ... »Details
  2. 1. Januar 1961: Anpassung des Haushaltsjahrs des Landes an das Kalenderjahr
    Das Rechnungsjahr des Haushalts des Landes Hessen wird an das Kalenderjahr angepasst. Während das Jahr bisher rechnerisch vom 1. April bis zum 31. März des folgenden Jahres dauerte, gelten die Haushalte Zukunft für das Kalenderjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember.Vgl. 30. März 1960(OV) ... »Details
  3. 2. Januar 1961: Erste Sendung der „Hessenschau“ im Hessischen Fernsehen
    Der Hessische Rundfunk strahlt in seinem Fernseh-Regionalprogramm zum ersten Mal die Sendung „Hessenschau“ aus.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.1967, S. 23: Zum 2000. Mal „Hessenschau“; Webpräsenz des hr: Start der Hessenschau, eingesehen am 31.8.2015. Zunächst noch unkommentiert, werden mitunter Berichte über die Frankfurter Karnevalisten, den Geburtstag des ... »Details
  4. 3. Januar 1961: Ludwig Metzger scheidet als Herausgeber der „Stimme der Gemeinde“ aus
    Der Darmstädter SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige hessische Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993) scheidet aus dem Herausgeberkreis der „Stimme der Gemeinde“ aus. Er begründet dies mit Meinungsverschiedenheiten über die neue politische Linie der SPD. In ihrer Neujahrsausgabe hat die von dem Darmstädter Studentenpfarrer Herbert Mochalski (1910–1992) redigierte ... »Details
  5. 13. Januar 1961: DDR-Volkskammerpräsident Dieckmann in Marburg mit Steinen beworfen
    Der Präsident der Volkskammer der DDR, Dr. Johannes Dieckmann (1893–1969), wird bei einem Besuch in Marburg mit Steinen beworfen. Die Einladung zu seinem Besuch war vom Vorsitzenden des Marburger Liberalen Deutschen Studentenbundes (LSD), Klaus Horn, ausgegangen, der in der heißen Phase des Kalten Krieges gegenüber der DDR (zu dieser Zeit im Westen meist als „die Zone“ bezeichnet) eine ... »Details
  6. 16. Januar 1961: Bahnstrecke Frankfurt–Wiesbaden voll elektrifiziert
    Die jetzt voll elektrifizierte Bahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden wird in Betrieb genommen. Bereits Mitte Dezember des Vorjahres informierte die Bahndirektion darüber, dass sich mit der Eröffnung und dem Befahren der Strecke mit elektrischen Loks der Fahrplan für 36 der insgesamt 71 hier betriebenen Züge ändert, und sich bei Benutzung des Angebots „Pro Elektro-Zug“ die ... »Details
  7. 26. Januar 1961: Eiskunstlauf-Europameisterschaft an Kilius - Bäumler
    Die in Frankfurt am Main geborene Roll- und Eiskunstläuferin Marika Kilius (geb. 1943) und ihr Partner Hans-Jürgen Bäumler (geb. 1942 in Dachau) gewinnen in Berlin die Eiskunstlauf-Europameisterschaften im Paarlaufen vor den Hessen Margret Göbl (1938–2013; geb. in Bad Nauheim) und Franz Ningel (geb. 1936 in Frankfurt am Main). (KU) ... »Details
  8. 5. Februar 1961: Bundesgremien der Deutschen Partei in Kassel für Zusammenschluss mit GdB/BHE
    In Kassel sprechen sich der Bundesausschuss und das Direktorium der Deutschen Partei (DP) für eine Fusion der Partei mit dem Gesamtdeutschen Block/BHE aus. 25 der 35 Stimmberechtigten waren für die Bildung einer Gründungskommission, fünf waren dagegen, fünf enthielten sich der Stimme. Die Gründungskommission soll die notwendigen Schritte zur Verschmelzung der DP mit dem BHE in die Wege ... »Details
  9. 8. Februar 1961: Diskussion über Finanzierung der DDR-Reise des Marburger LSD-Vorsitzenden
    Die Umstände des umstrittenen Auftritts des Präsidenten der DDR-Volkskammer Dr. Johannes Dieckmann (1893–1969) am 13. Januar 1961 in Marbach bei Marburg führt zu einem politischen Nachspiel. Nach Informationen des Vorstands der FDP hat der Vorsitzende der Marburger Gruppe des Liberalen Studentenbundes Deutschlands, Hörn, der den Besuch Dieckmanns initiierte, vom Hessischen Kultusministerium ... »Details
  10. 12. Februar 1961: Deutsche Partei in Hessen noch unentschieden bei Zusammenschluss mit dem GdB/BHE
    Der Landesvorsitzende der Deutschen Partei (DP), Ludwig Schneider (1898–1978), teilt in Gießen mit, dass höchstens die Hälfte der Mitglieder der Deutschen Partei in Hessen einen Zusammenschluss mit dem Gesamtdeutschen Block/BHE befürworte. Elf Kreisvorsitzende der Partei hätten sich für, aber zwölf gegen die Fusion ausgesprochen, vor allem wegen der Regierungsbeteiligung des BHE in ... »Details
  11. 28. Februar 1961: Bundesverfassungsgericht gibt Klage Hessens gegen Fernseh-Gründung statt
    Das Bundesverfassungsgericht erkennt auf Antrag Hessens die Gründung einer „Deutschland-Fernseh-GmbH“ durch die Bundesregierung als verfassungswidrig an. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beschließen daraufhin in einem Staatsvertrag die Errichtung einer Länderanstalt mit Sitz in Mainz.(OV) ... »Details
  12. 2. März 1961: Schwerer Chemie-Unfall bei der Höchst AG
    Durch einen Großbrand in einem Düngemittelsilo bei der Hoechst AG tritt eine Gaswolke aus, die die unmittelbare Umgebung von Frankfurt-Höchst und die Vororte Unterliederbach, Sossenheim und Rödelheim in einen zehnstündigen Katastrophenalarm versetzt.(OV/FW) ... »Details
  13. 28. März 1961: Landtagsfraktion des GdB/BHE weist Drängen auf Kündigung der Regierungskoalition in Hessen zurück
    Die Fraktion des Gesamtdeutschen Blocks/BHE im Hessischen Landtag weist in Wiesbaden ein Ersuchen der Deutschen Partei (DP), die einen Zusammenschluss dem dem GdB/BHE beschlossen hat, zurück, aus der Regierungskoalition mit der SPD in Hessen auszuscheiden. Den Austritt der zwei Minister und eines Staatssekretärs des GdB/BHE aus der SPD-geführten Landesregierung hat der Landesvorstand der DP den ... »Details
  14. 29. März 1961: Erster Absturz eines deutschen „Starfighters“ bei Korbach
    Am Vormittag des 29. März 1961 kommt es bei Korbach zum ersten Absturz eines „Starfighter“-Überschallkampfflugzeugs der Bundesluftwaffe. ... »Details
  15. 8.-9. April 1961: Eröffnung eines Bauhaus-Archivs im Landesmuseum Darmstadt
    Das Bauhaus-Archiv im Landesmuseum in in Darmstadt wird in Anwesenheit von Walter Gropius (1883–1969) im Ernst-Ludwig-Haus feierlich eröffnet. Bei dem Festakt spricht Georg Muche (1895–1987) zum Thema „Die Kunst stirbt nicht an der Technik“. Um 15:30 Uhr findet unter Führung von Hans Maria Wingler (1920–1984) eine Besichtigung des Bauhaus-Archivs, der Künstlerkolonie auf der ... »Details
  16. 9. April 1961: Mathildenhöhe wird Sitz des Bauhausarchivs
    Ein Jahr nach der Gründung1=Vgl. Salender, 50 Jahre Bauhaus-Archiv, Stand: 19.8.2015. wird das Bauhausarchiv für zehn Jahre auf der Mathildenhöhe einziehen.2=Vgl. Deppert, Wiederaufbau und neue Ziele, S. 518. In den von der jüngst verstorbenen Witwe des Kirchenarchitekten Otto Bartning (1883–1959) im Ernst-Ludwig-Haus genutzten Räumen auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird das Institut ... »Details
  17. 23. April 1961: Bezirksparteitag der SPD Hessen-Süd in Hanau
    In Hanau findet der Bezirksparteitag der SPD Hessen-Süd statt, der von der bevorstehenden Bundestagswahl geprägt wird. Der Bundestagsabgeordnete Erwin Schoettle (1899–1976) versucht den Vorwurf zu entkräften, die SPD könne innenpolitisch keine wirkliche Alternative zur CDU bieten. Die SPD habe jedoch „seit Jahren ein klares sozialpolitisches Konzept vorgelegt, dessen Endziel ein ... »Details
  18. 1. Mai 1961: Neuer Leiter für Senckenberg Naturmuseum und Forschungsinstitut
    Prof. Dr. Wilhelm Schäfer (1912–1981) übernimmt zum 1. Mai 1961 die Leitung des Naturmuseums und des Forschungsinstituts der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt am Main. Er ist der fünfte Leiter der Einrichtung seit der Gründung im Jahr 1817.0=Vgl. Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft (Hrsg.), Senckenberg heute und morgen, Frankfurt am Main 1961, S. 1 f.(FW) ... »Details
  19. 1. Mai 1961: Gründer der Odenwaldschule Paul Geheeb in der Schweiz gestorben
    Paul Geheeb ist im Alter von 90 Jahren im Berner Oberland (Schweiz) gestorben. Der aus Geisa in der Rhön stammende Reformpädagoge gründete 1910 gemeinsam mit seiner Frau Edith Geheeb-Cassirer (1885–1982), die zweite reformpädagogische Schule in Deutschland, die Odenwaldschule. Während des Nationalsozialismus emigrierte Geheeb in die Schweiz, wo er die Ecole d' Humanité in Hasliberg/Goldern ... »Details
  20. 1. Mai 1961: Sendeprogramm für Hessen wird in der ARD ausgestrahlt
    Der Hessische Rundfunk bietet als erste Sendeanstalt Europas für drei Jahre ab dem 1. Mai 1961 den Zusehern ein zweites Fernsehprogramm an. Dies ist Bestandteil des bundesweit ausgestrahlten ARD-Fernsehprogramms und bleibt bis 1. April 1963 auf Sendung. Ab 5. Oktober 1964 wird wieder ein ausschließlich in Hessen zu empfangendes Programm erstellt, das zunächst mit drei Sendetagen pro Woche ... »Details
  21. 3. Mai 1961: Hohe Telefondichte in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird der 100 000. Telefonanschluss registriert, womit die Stadt die „größte Sprechstellendichte“ in der Bundesrepublik aufzuweisen hat. Zu dieser Zeit leben in Frankfurt etwa 683.000 Menschen. (OV) ... »Details
  22. 8. Mai 1961: Zinn empfiehlt Hessen als Modell für eine SPD-geführte Bundesregierung
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erklärt vor hessischen SPD-Politikern in Frankfurt am Main die Arbeit der hessischen Landesregierung in der Schul- und der Agrarpolitik sowie bei der „sozialen Aufrüstung des Dorfes“ zum Modell für eine SPD-geführte Bundesregierung. Die schon über 150 Dorfgemeinschaftshäuser in Hessen fänden immer wieder das Interesse von Besuchern ... »Details
  23. 9. Mai 1961: Festnahme von KPD-Funktionären in Hessen
    Der hessische Innenminister Heinrich Schneider (1905–1980; SPD) gibt bekannt, dass „auf Grund von Ermittlungen der Abwehrorgane des Landes Hessen“ (das heißt des hessischen Verfassungsschutzes) „führende Funktionäre eines Organisationsapparates der illegalen Kommunistischen Partei in Hessen“ festgenommen worden seien. Gegen fünf Personen sei Haftbefehl erlassen worden.(OV) ... »Details
  24. 10. Mai 1961: Hessischer Landtag beschließt das Hessische Schulpflichtgesetz
    Der Hessische Landtag in Wiesbaden beschließt in seiner 39. Plenarsitzung am 10. Mai 1961 das Hessische Schulpflichtgesetz. Darin werden die allgemeine Schulpflicht für alle Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden in Hessen festgestellt, Beginn, Zurückstellung, Dauer und Erfüllung der Volksschulpflicht geregelt und Hilfen für sonderschulbedürftige Kinder festgelegt. Der Dritte Teil des ... »Details
  25. 18. Mai 1961: Fertigstellung des Henninger-Turms in Sachsenhausen
    Der am 18. Mai 1961 auf dem Sachsenhäuser Berg fertiggestellte Turm der Henninger Bräu AG Frankfurt am Main, genannt „Henninger Turm“, beherbergt neben seiner eigentlichen Funktion, als Lagersilo für Braugerste, einen gastronomischen Betrieb auf einer drehbaren Plattform. Diese dreht sich in dem Sechs-Millionen-DM-Bau zweimal stündlich um die eigene Achse.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine ... »Details
  26. 11. Juni 1961: Pannen und Zwischenfälle auf dem Flugtag der US-Luftwaffe in Wiesbaden-Erbenheim
    Eine von Einheiten der amerikanischen Luftwaffe (US Air Force) auf dem Militärflugplatz in Wiesbaden-Erbenheim („Wiesbaden Air Base“) vorbereitete Flugschau zum „Tag der amerikanischen Streitkräfte“ muss vorzeitig abgebrochen werden. Grund ist eine technische Panne an einem griechischen Militärflugzeug, bei dem bei der Landung ein Reifen des Fahrgestells geplatzt ist. Der als Höhepunkt ... »Details
  27. 17. Juni 1961: Dramatische Flucht durch die Werra
    Einem 35-jährigen Heimatvertriebenen aus Schlesien gelingt vom thüringischen Vacha aus die Flucht nach Philippsthal. Das Besondere ist ohne Zweifel das Datum, das der Mann gewählt hat: Am 17. Juni wird in der Bundesrepublik der Tag der deutschen Einheit gefeiert, um an die Opfer und den Mut der Menschen zu gedenken, die am 17. Juni 1953 in vielen ostdeutschen Städten gegen das ... »Details
  28. 17. Juni 1961: Schüler „brüskieren“ Schulfrieden bei einer Gedenkveranstaltung zum Arbeiteraufstand vom 17. Juni
    Bei einer Gedenkveranstaltung an den von einrückenden sowjetischen Truppen niedergeschlagenen Volksaufstand in der Deutschen Demokratischen Republik am 17. Juni 1953 im Festsaal der Geschwister-Scholl-Schule im nordhessischen Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis) kommt es zum Eklat, als nach einem Vortrag des früheren Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus und amtierenden Leiters der ... »Details
  29. 19. Juni 1961: Solti als Generalmusikdirektor in Frankfurt verabschiedet
    Der seit Herbst 1952 als leitender Generalmusikdirektor an der Frankfurter Oper tätige Georg Solti (1912–1997) verabschiedet sich am 19. Juni 1961 mit Giuseppe Verdis letztem Opernwerk „Falstaff“.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.6.1961, S. 18: Von Frankfurt und Frankfurtern; Franz, Chronik Hessens, S. 443 f. 1952 hatte Solti sein Debüt in Frankfurt mit der Verdi-Oper ... »Details
  30. 20. Juni 1961: Auszeichnungen für Operndirektor Georg Solti
    Einen Tag nach seiner Verabschiedung an der Frankfurter Oper wird dem aus Ungarn stammenden ehemaligen Generalmusikdirektor Georg Solti (1912–1997) vom Magistrat der Stadt Frankfurt am Main die Ehrenplakette der Stadt und die Ehrenmitgliedschaft der Städtischen Bühnen verliehen.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.6.1961, S. 11: Ehrenplakette für Solti; Webpräsenz der Stadt Frankfurt: ... »Details
  31. 27. Juni 1961: Sellner verlässt Landestheater Darmstadt
    Gustav Rudolf Sellner (1905–1990) verlässt das Darmstädter Landestheater, dessen Intendanz er seit 1951 inne hat.0=Vgl. Hensen, Kritiken, S. 2. Als Spielstätte für die am 2. September 1951 einsetzende Saison 1951/52 diente das Orangerietheater im alten Barockgarten mit 570 Plätzen.2=Vgl. Kaiser, Vom Zeittheater zur Sellner-Bühne, S. 103. Nach der Zerstörung des Darmstädter ... »Details
  32. 28. Juni 1961: Verabschiedung des Hessischen Schulverwaltungsgesetzes
    Der Hessische Landtag beschließt ein umfangreiches Gesetz über die Unterhaltung und Verwaltung der öffentlichen Schulen und die Schulaufsicht (Schulverwaltungsgesetz). ... »Details
  33. 28. Juni 1961: Gesetz über Unterrichtsgeld- und Lernmittelfreiheit
    Der Hessische Landtag beschließt das „Gesetz über Unterrichtsgeld- und Lernmittelfreiheit und Erziehungsbeihilfen“. Das Gesetz stellt fest, dass in Hessen an allen öffentlichen Schulen und Hochschulen Unterrichtsgeldfreiheit besteht und Aufnahme- und Studiengebühren nicht erhoben werden. Diese Unterrichtsgeldfreiheit gilt jedoch nur für deutsche Staatsbürger, die ihren Wohnsitz in Hessen ... »Details
  34. 30. Juni 1961: Eröffnung des 1. Hessentags in Alsfeld
    In Alsfeld beginnt der erste „Hessentag“. Die gut besuchten Veranstaltungen umfassen eine Landesausstellung, ein Kulturprogramm sowie eine internationale Sport- und Musikschau. Höhepunkt in Alsfeld ist der große Festzug mit zahlreichen Motivwagen sowie Trachten- und Musikgruppen. Über 9.000 Personen nehmen an dem Festzug teil. Der erste Hessentag ist so erfolgreich, dass sich schon während ... »Details
  35. 30. Juni-2. Juli 1961: Bundesgrenzschutz und Abordnungen der Bundeswehr auf dem 1. Hessentag in Alsfeld
    Auf dem am 30. Juni 1961 eröffneten 1. Hessentag in Alsfeld präsentiert sich auch die in der Stadt seit Ende Mai 1960 stationierte 11. Hundertschaft der Grenzschutzgruppe (GSG) 3 des Bundesgrenzschutz sowie Abordnungen der in Hessen stationierten Einheiten der 2. Panzergrenadierdivision. Die am Hessentag teilnehmenden Soldaten tragen zum ersten Mal ein rot-weißes bzw. rot-silbernes Wappen mit ... »Details
  36. 8.-10. Juli 1961: 3. Marburger Brunnenfest mit Ehrenmitglied der Oberstadtgemeinde aus Eisenach
    Der Eisenacher Bürgermeister Hermann Harden (1912–1964) nimmt bereits zum dritten Mal am Brunnenfest in Marburg teil, das unter der Schirmherrschaft des Marburger Oberbürgermeisters Georg Gaßmann vom 8. bis 10. Juli 1961 ausgerichtet wird.0=Vgl. Dettmering/Kieselbach, Städtepartnerschaft Marburg – Eisenach, S. 6. Harden wird als einziger Vertreter der DDR in seiner Funktion als ... »Details
  37. 12. Juli 1961: Antrag auf gerichtliche Voruntersuchung für den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess
    Zwei Jahre, nachdem Frankfurt am Main zum Prozesssort für die Aburteilung der in Auschwitz begangenen NS-Verbrechen bestimmt wurde, beantragt die Staatsanwaltschaft im Vorfeld des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses die Einleitung der gerichtlichen Voruntersuchung. Das Verfahren firmiert zunächst unter der Überschrift „Strafsache gegen Baer und andere“. Zwei Jahre nach Beginn der ... »Details
  38. 12. Juli 1961: Vier Tote beim Absturz eines Bundeswehrhubschraubers bei Kassel
    Ein Hubschrauber der Bundeswehr stürzt während eines Überprüfungsfluges nach einer Reparatur in den Henschel-Werken unweit von Kassel in die Fulda. Das Unglück ereignet sich in unmittelbarer Nähe eines Ausflugslokals. Augenzeugen berichten, dass der Pilot mit dem in einer Höhe von etwa 20 Metern über dem Fluss heran fliegenden Helikopter kurz vor einer Hochspannungsleitung auszuweichen ... »Details
  39. 16. Juli 1961: Fluchtwelle aus der DDR erreicht ihren Höhepunkt
    Die Fluchtwelle der aus der DDR geflohenen Menschen erreicht im Notaufnahmelager Gießen seinen Höhepunkt. Zur Bewältigung des Anstroms ist ein Zwischenauffanglager in Langen eingerichtet worden, da die Kapazitäten im Gießener Notaufnahmelager vorrübergehend erschöpft sind. Für die Ausreisewelle aus der DDR werden mitunter umfangreiche Kollektivierungsmaßnahmen verantwortlich gemacht.(FW) ... »Details
  40. 18. Juli 1961: Bundesverkehrsminister erläutert Prioritäten im Autobahnbau in Hessen
    Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm (1903–1967; CDU) besichtigt Autobahnprojekte in der Umgebung von Kassel. Dabei bittet er um Verständnis dafür, dass die Fertigstellung der Autobahn Kassel – Ruhrgebiet hinter die Strecken Hagen – Gießen und Bad Hersfeld – Würzburg zurückgestellt werde, um die beiden anderen Strecken bis 1966 dem Verkehr übergeben zu können. Die ... »Details
  41. 21. Juli 1961: Aufhebung der Wohnraumbewirtschaftung in mehreren Landkreisen
    Die Hessische Landesregierung erlässt eine Zweite Hessische Verordnung über die Aufhebung der Wohnraumbewirtschaftung, mit der, wie bereits am 23. September 1960 im Kreis Usingen, die Wohnraumbewirtschaftung in den Landkreisen Erbach, Frankenberg, Waldeck, dem Rheingaukreis sowie in der Stadt Fulda aufgehoben wird.(OV) ... »Details
  42. 24. Juli 1961: Regierungspräsidium Kassel prüft Antrag auf Dienststrafverfahren gegen Marburgs Bürgermeister Daub
    Beamte des Regierungspräsidiums in Kassel beginnen mit der Prüfung eines vom Stadtparlament der Universitätsstadt Marburg mehrheitlich befürworteten Antrags auf Einleitung eines Dienststrafverfahrens gegen den seit März 1959 amtierenden Bürgermeister der Stadt, Gerhard Daub (1928–1993; FDP). Daub, der neben seinem Amt in Marburg auch den Vorsitz des FDP-nahen Jugendverbandes „Deutsche ... »Details
  43. 25. Juli 1961: Solidarität mit Darmstädter Ingenieurstudenten im Streit mit dem Kultusministerium
    Studenten von sechs hessischen Staatsbau- und Ingenieurschulen erklären sich mit ihren Kommilitonen an der Staatsbauschule Darmstadt solidarisch. Die Darmstädter hatten vom Kultusministerium ultimativ die Entlassung eines ihrer Lehrer gefordert, der sie als „dumme Odenwälder Bauern“ und den AStA als „völlig unwichtige Einrichtung“ bezeichnet hatte. Nach der Ablehnung ihrer Forderung ... »Details
  44. 2. August 1961: Transportable Schulpavillons in Wiesbaden
    Zur Behebung der Schulraumnot plant die Stadt Wiesbaden transportable Schulpavillons aus Fertigbauteilen aufzustellen. Bis zum Bau von weiteren Schulen wird diese Übergangslösung für die Neubaugebiete der Stadt favorisiert. Nach Senatsplanungen soll eine Weiternutzung der Raumeinheiten in Form von Schullandheimen oder Waldschulen erfolgen.(FW) ... »Details
  45. 2. August 1961: FDP-Landtagsfraktion kritisiert sowjetfreundliche Haltung Ghanas
    Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag bringt eine Große Anfrage zum Verhältnis des Landes Hessen zu Ghana ein. Die FDP sei enttäuscht darüber, das der ghanaische Staatspräsident Dr. Kwame Nkrumah (1909–1972) bei einer Reise nach Moskau die Ansprüche der Sowjetunion auf West-Berlin unterstützt habe, umso mehr, als Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und ... »Details
  46. 15. August 1961: Der Zwischenfall mit dem Birnbaum
    Am 13. August 1961 bauen DDR-Grenztruppen die Mauer in Berlin und verbauen somit den letzten Schlupfwinkel aus der sozialistisch geführten Diktatur. Diesen Schritt „größter Dramatik für die gesamten innerdeutschen Beziehungen“ spürt man dieser Zeit an der hessischen Grenze noch nicht. Zwei Tage später, am 15. August, erweckt die Auseinandersetzung um einen Birnbaum das Interesse der ... »Details
  47. 17. August 1961: Reiseverbot in die BRD
    Nachdem vom 13. August an die Ausreise aus dem letztmöglichen Schlupfloch der DDR, Berlin, durch den Bau der Mauer nicht mehr möglich ist, verhängen nun Behörden ein totales Reiseverbot. Mit ca. 1.300 Personen, die von der DDR in die BRD im Jahr 1961 gereist sind, hat der Verkehr um 98 Prozent abgenommen. Zur Reise in die BRD (zum Beispiel um Familienmitglieder zu besuchen oder geschäftliche ... »Details
  48. 18. August 1961: Protest gegen Bau der Berliner Mauer in Frankfurt
    Gegen den Bau der Mauer wenden sich die in Frankfurt am Main und Darmstadt abgehaltenen Protestkundgebungen und Schweigemärsche. Getragen wird der Protestmarsch in Frankfurt von den Schülern der oberen Klassen einiger Frankfurter Schulen. Nach Zeitungsaussagen säumen rund 14.000 Personen den Weg der Demonstranten. Zur anschließenden Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg aufgerufen hatten ... »Details
  49. 8. September 1961: Richtfest der Hochbebauung der Blücher-Kaserne in Hessisch Lichtenau
    Mit einem Richtfest feiert die Bundeswehr die Fertigstellung des Rohbaus der Blücher-Kaserne1=Namensgeber der Kaserne ist der preußische Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher, Fürst von Wahlstatt (1742–1819). Blücher errang große Popularität als Befehlshaber der den britischen Feldmarschall Wellington unterstützenden preußischen Truppen bei der Schlacht von Waterloo (18. ... »Details
  50. 14. September 1961: Geheimer Sowjetbefehl 39/61: „Gewährleistung der Sicherheit an der Westgrenze der DDR“
    Mittels dieser Anweisung werden die Sperrmaßnahmen vom Mai 1952 verschärft, „das Überwachungssystem wurde noch intensiver und engmaschiger“.0=Mitten in Deutschland, S. 9. Die Leidtragende ist, auch in diesem Fall, die Bevölkerung, nicht nur die der DDR, sondern auch die der Bundesrepublik. Ein Leben in der Sperrzone ist von nun an so gut wie kaum mehr möglich. Nur durch spezielle ... »Details