Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 12. Januar 1934: Oberlandesgericht in Frankfurt erklärt „Volksempfänger“ für unpfändbar
    Das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main erklärt in einem Beschluss das Radiogerät für unpfändbar. Zwar sei das Rundfunkempfangsgerät „in früheren Zeiten“ gemäß der in § 811 Ziffer 1 der Zivilprozessordnung enthaltenen Bestimmungen sehr wohl pfändbar gewesen. Jedoch sei „nach der Umgestaltung der politischen Verhältnisse durch den Nationalsozialismus“ von grundsätzlich ... »Details
  2. 14. Januar 1934: Fußball-Länderspiel Deutschland - Ungarn in Frankfurt
    Im dritten Länderspiel, das die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Frankfurt am Main bestreitet, gelingt ihr gegen Ungarn der erste Sieg. Unter der Leitung des belgischen Schiedsrichters Baert siegt die deutsche Mannschaft nach Toren von Hans Stubb (1906–1973; Eintracht Frankfurt, hier mit seinem einzigen Länderspieltor, das er aus sechzig Metern Entfernung erzielte), Ludwig Lachner ... »Details
  3. 18. Januar 1934: Staatstheater in Kassel und Wiesbaden in der Zuständigkeit Görings
    Durch das neue preußische Gesetz über die Neuordnung der Verwaltung der Staatstheater kommen auch die Staatstheater in Kassel und Wiesbaden in die Zuständigkeit des preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring (1893–1946).(OV) ... »Details
  4. 21. Januar 1934: Deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt gegen Ungarn
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt in einem im Waldstadion in Frankfurt am Main ausgetragenen Länderspiel gegen Ungarn mit 3:1. Politische Instrumentalisierung zur positiven Außendarstellung des Deutschen Reichs ... »Details
  5. 22. Januar 1934: Opel-Werke stellen zusätzliche Arbeitskräfte ein
    Die Opel-Werke in Rüsselsheim erweitern ihre Belegschaft um 1.000 neue Arbeiter. Im Werk wird an fünf Tagen pro Woche 7¾ Stunden gearbeitet (38¾ Stundenwoche).(OV) ... »Details
  6. 2. Februar 1934: „Säuberung“ der hessischen Verwaltung durch Frühpensionierungen
    Die Frühpensionierung von vier Provinzial- und Kreisdirektoren setzt die seit April 1933 laufende „Säuberung“ der hessischen Verwaltung fort.(OV) ... »Details
  7. 6. Februar 1934: Reichsangehörigkeit löst Staatsangehörigkeit der Länder ab
    Mit Inkrafttreten der von Reichsinnenminister Wilhelm Frick (1877–1946) am 5. Februar 1934 erlassenen „Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit“ entfällt die eigenständige Staatsangehörigkeit in den einzelnen Gliedstaaten des Deutschen Reiches.1=§ 1 (1) Die Staatsangehörigkeit in den deutschen Ländern fällt fort. (2) Es gibt nur noch eine deutsche Staatsangehörigkeit ... »Details
  8. 11. Februar 1934: Eröffnung der NS-Ausstellung „Kraft durch Freude“
    Im Frankfurter Kunstverein wird die erste Ausstellung der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ eröffnet.(OV) ... »Details
  9. 14. Februar 1934: Uraufführung eines Stücks von William Butler Yeats in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird das Drama „Gräfin Cathleen“ des irischen Autors William Butler Yeats (1865–1939) für Deutschland uraufgeführt. Das Stück war am 8. Mai 1899 in Dublin erstmals aufgeführt worden. Yeats erhält 1924 für sein literarisches Werk den Literatur-Nobelpreis.(OV) ... »Details
  10. 21. Februar 1934: Gleichschaltung von Vereinen auch im Kreis Frankenberg
    Der Kreisleiter der NSDAP im Kreis Frankenberg richtet ein Rundschreiben an die Vorsitzenden aller Vereine, die noch nicht dem Kampfbund für deutsche Kultur beigetreten sind: ... »Details
  11. 2. März 1934: Erster Reichskongress der Handels- und Gewerbekammern in Kassel
    In Kassel findet der erste Reichskongress der Handels- und Gewerbekammern statt.(OV) ... »Details
  12. 8. März 1934: Bildung des evangelischen Pfarrernotbundes Nassau-Hessen
    Die evangelischen Konvente Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Mainz, Limburg an der Lahn und Wiesbaden schließen sich gegen die von den „Deutschen Christen“ beherrschte Landeskirche zum Pfarrernotbund Nassau-Hessen zusammen.(OV) ... »Details
  13. 15. März 1934: Sanierungsaktion für Rhön und Spessart durch den Reichsarbeitsdienst
    Der Reichsarbeitsdienst (RAD) beginnt die Sanierungsaktion für Rhön und Spessart mit 1.000 Arbeitern. Für Wegebau, Aufforstungen und landwirtschaftliche Hilfsdienste sind insgesamt fünf Millionen Tagewerke veranschlagt.(OV) ... »Details
  14. 17. März 1934: Konzentrationslager Breitenau wird wieder geschlossen
    Das im Sommer 1933 eingerichtete Konzentrationslager im ehemaligen Kloster Breitenau wird wieder geschlossen. ... »Details
  15. April-Mai 1934: SPD-Bericht über Korruptionsfälle in Frankfurt
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD gibt Meldungen über eine Reihe von Korruptionsfällen in Behörden und NSDAP-Parteiorganisationen wieder, darunter zwei aus Frankfurt: Der Geschäftsführer der nationalsozialisitischen Tageszeitung von Frankfurt/Main hat Beträge in einer Gesamthöhe von Mk. 60.000,- unterschlagen. – Dem städtischen Dezernenten für das Siedlungswesen wird ... »Details
  16. April - Mai 1934: Berichte über Entwicklungen in der Rüstungsindustrie
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstand der SPD geben Nachrichten über eine verstärkte Produktion für Rüstungszwecke wieder, darunter auch in Hessen: In der optischen Industrie in Hessen werden Feldstecher und Meßapparate für Heereslieferungen hergestellt. In Offenbach ist die Lederindustrie nur soweit beschäftigt, als es sich um Heereslieferungen handelt, sonst liegt sie nach wie vor ... »Details
  17. 1. April 1934: Eingliederung von Radio Frankfurt in die Reichsrundfunkanstalt
    Mit Wirkung zum 1. April 1934 wird der 1923 gegründete und seit 1924 Programme ausstrahlende Radiosender Frankfurt der Südwestdeutschen Rundfunk G.m.b.H. in der Eschersheimer Landstraße in Frankfurt am Main (Bezeichnung bis Ende 1932 Südwestdeutsche Rundfunkdienst A.G., kurz: SÜWRAG) in die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG, umgangssprachlich auch: „Reichsrundfunkanstalt“) eingegliedert. ... »Details
  18. 1. April 1934: Verlegung der Hochschule für Lehrerbildung von Frankfurt nach Weilburg
    Die Frankfurter „Hochschule für Lehrerbildung“, im Mai 1933 aus der früheren Pädagogischen Akademie hervorgegangen, wird nach Weilburg verlegt.(OV) ... »Details
  19. um 15. April 1934: Stand der Arbeiten am nationalsozialistischen Autobahnbau-Programm
    Der Deutschland-Bericht April / Mai 1934 des Exilvorstands der SPD gibt seine Informationen über den Stand des propagandistisch groß angekündigten Autobahnbau-Programms wieder: ... »Details
  20. 12. April 1934: Auswilderung erster Waschbären am Edersee
    In der Revierförsterei Asel am Edersee, Abt. 187, werden zwei Paare von (nordamerikanischen) Waschbären ausgewildert, die die Population in Nordhessen und darüber hinaus begründen. Forstmeister Freiherr von Berlepsch (1881–1948) vom Forstamt Vöhl hatte sie am 8. Februar 1934 von dem Pelztierzüchtern Haag erhalten und sie ohne die erst am 28. April 1934 erteilte Genehmigung des ... »Details
  21. 24. April 1934: Einrichtung eines Arbeitsdienstlagers in Frankenberg
    Aufgrund der Bemühungen der Stadt und des Landrats Dr. Richard Donnevert kommt es zur Einrichtung des Lagers für eine 216 Mann starke Stammabteilung des Arbeitsdienstes in Frankenberg. Obwohl die Arbeitsdienstlager sonst von den jeweiligen Gemeinden gebaut und finanziert werden müssen, hat Frankenberg nur einen geringen Anteil an den Kosten zu tragen. Als Standort wird eine Wiese oberhalb des ... »Details
  22. 26. April 1934: Ernst Ludwig Dietrich wird Evangelischer Landesbischof in Nassau-Hessen
    Pfarrer Ernst Ludwig Dietrich (1897–1974) wird in der Marktkirche zu Wiesbaden in das Amt des Landesbischofs der Evangelischen Kirche Nassau-Hessen eingeführt. Auf Anordnung des Kreisleiters der NSDAP und des Wiesbadener Oberbürgermeisters, Alfred Schulte (1872–1957), wird Flaggenschmuck gezeigt; die Schulkinder der Stadt haben unterrichtsfrei um beim Einzug der Festversammlung in die ... »Details
  23. 27. April 1934: Dr. Ernst Scheller Oberbürgermeister in Marburg
    Dr. Ernst Scheller (1899–1942; NSDAP), Schriftleiter der „Oberhessischen Zeitung“, wird Oberbürgermeister der Stadt Marburg. Während des Zweiten Weltkriegs wird er zur Wehrmacht eingezogen und fällt am 16. Januar 1942 an der Ostfront.(OV) ... »Details
  24. 30. April 1934: „Frankfurter Nachrichten“ stellen Erscheinen ein
    Die „Frankfurter Nachrichten“ stellen ihr Erscheinen ein.(OV) ... »Details
  25. Mai-Juni 1934: Bericht über Hamsteraktionen und Angstkäufe, auch in Hessen
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands für Mai/Juni 1934 schildet Hamsteraktionen und Angstkäufe, unter anderem in Frankfurt:In welchem Grade die Unsicherheit zugenommen hat, zeigt das dauernde Anwachsen der Angstkäufe. Diese Hamsterei – vor der in den letzten Wochen wiederholt die offizielle Presse und zahlreiche öffentliche Stellen vergeblich gewarnt haben – ist nicht nur eine ... »Details
  26. Mai-Juni 1934: Schlechte Wirtschaftslage und fehlende Neubautätigkeit in Frankfurt und Offenbach
    Aus dem Deutschland-Bericht des Exil-Vorstands der SPD geht hervor, dass die propagierte „Arbeitsschlacht“ durch Export- und Devisenschwierigkeiten kaum im geplanten Maße durchzuführen ist und sich besonders in der Bauwirtschaft erhebliche Probleme zeigen:Von sehr begrenzter Wirksamkeit war die Methode der Reparaturzuschüsse. Es gab eine kurze Zeit eine Hochkonjunktur in Häuserreparaturen, ... »Details
  27. Mai-Juni 1934: Vertrauensratswahlen in den Betrieben nicht immer erfolgreich für die NSDAP
    Der Exilvorstand der SPD meldet Nachträge zu den Vertrauensratswahlen vom April/Mai in zahlreichen Betrieben im Reich, die öfter für die nationalsozialistischen Listen und Kandidaten nicht erfolgreich waren:Aus fast allen Landesteilen wird mitgeteilt, daß die Ergebnisse nicht veröffentlicht, zum Teil sogar nicht einmal den Belegschaften bekanntgegeben worden sind. Man hat auch stellenweise ... »Details
  28. Mai - Juni 1934: Rigorores Wohlgehen des Wohlfahrtsamts Frankfurt gegen erwerblose Frauen
    Im Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD für die Monate Mai und Juni wird das rigorose Vorgehen der Wohlfahrtsämter geschildert. So wird aus Frankfurt berichtet:Das städtische Wohlfahrtsamt hat die ledigen erwerbslosen Frauen bis zu 40 Jahren aufgefordert, in ein Erwerbslosenheim zu gehen. Als sich 15 Frauen weigerten, weil sie Kinder oder Angehörige zu versorgen haben, wurde ihnen ... »Details
  29. Mai-Juni 1934: Wachsende Ernüchterung bei den Bauern über nationalsozialistische Agrarpolitik
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstands der SPD schildern die Ernüchterung bäuerlicher Kreise in verschiedenen Teilen des Reiches über die Agrarpolitik der Nationalsozialisten:Die Berichte stimmen auch diesmal darin überein, daß der Stimmungsumschwung auch auf dem Lande sehr fühlbar ist. Als Grund werden nach wie vor das Erbhofgesetz und die Schwierigkeiten und Nachteile der neuen ... »Details
  30. Mai - Juni 1934: Misserfolge der sogenannten Miesmacher-Aktion der NSDAP auch in Hessen
    Nach Information des Exil-Vorstands der SPD, die im Deutschland-Bericht für die Monate Mai/Juni 1934 wiedergegeben werden, war die sogenannte Miesmacher-Aktion der NSDAP vielerorts ein Misserfolg: Unter der Überschrift „Entscheidungsschlacht gegen die Miesmacher und Kritikaster“ schrieb der „Völkische Beobachter“ am 4. Mai: „Beginnend mit den ersten Maitagen bis zum 30. Juni sollen ... »Details
  31. Juni - Juli 1934: Erneut Berichte über Unterschlagungen und Korruption
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD gibt wiederum Meldungen über eine Reihe von Korruptionsfällen in Behörden und NSDAP-Parteiorganisationen wieder, darunter zwei aus Frankfurt am Main: Vor einigen Tagen ist in Frankfurt der Vertrauensrat der Städt. Fuhrpark-Gesellschaft verhaftet worden. Es wird ihm vorgeworfen, die Gelder von „Kraft durch Freude“ unterschlagen zu haben. – ... »Details
  32. 1. Juni 1934: Heinrich Simon muss auf Leitung der „Frankfurter Zeitung“ verzichten
    Der Verleger der „Frankfurter Zeitung“, Heinrich Simon (1880–1941), muss aus der Redaktionskonferenz ausscheiden, um den Fortbestand seiner Zeitung zu ermöglichen. Simon war seit 1910 Prokurist und Vorsitzender der Redaktionskonferenz der „Frankfurter Zeitung“. Er stand in Kontakt mit zahlreichen Intellektuellen der Weimarer Republik und erwarb sich große Verdienste um das Frankfurter ... »Details
  33. 3. Juni 1934: Eröffnung des „Ersten Deutschen Tonkünstlerfests im Dritten Reich“ in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird das jährliche veranstaltete Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins (ADMV) eröffnet. Das vom 3. bis 7. Juni stattfindende, auf eine lange Tradition zurückblickende Tonkünstlerfest firmiert diesmal unter dem Motto „Erstes Deutsches Tonkünstlerfest im Dritten Reich“0=Im Vorjahr fand jedoch bereits das 63. Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen ... »Details
  34. 5. Juni 1934: Deutsche Bischofskonferenz in Fulda
    In Fulda tritt die Deutsche Bischofskonferenz zu einer mehrtägigen Sitzung zusammen, auf der vor allem über die Ausführungsbestimmungen zum Reichskonkordat beraten wird. Zur Eröffnung sind 20.000 Katholiken nach Fulda gekommen.Siehe 7. Juni 1934(OV) ... »Details
  35. 6. Juni 1934: Gründung des Ständigen Rats für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten in Wiesbaden
    In Wiesbaden findet vom 3. bis 7. Juli das 64. Deutsche Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins (ADMV) statt. Zu diesem Anlass wird am heutigen Tag ein „Ständiger Rat für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten“ gegründet. Initiator der Gründung, die mit Zustimmung des Leiters der Reichskulturkammer, Reichsminister Joseph Goebbels (1897–1945) vollzogen wird, ist ... »Details
  36. 7. Juni 1934: Hirtenbrief der Fuldaer Bischofskonferenz beschlagnahmt
    Die Polizei beschlagnahmt den von der Fuldaer Bischofskonferenz beschlossenen Hirtenbrief gegen Strömungen und Bewegungen, welche sich gegen die Grundwahrheiten der katholischen Kirche richten, bevor er verteilt werden kann. Religion wird im Hirtenbrief als Kraft und wertvollstes Stück der sittlichen Persönlichkeit proklamiert. ... »Details
  37. 12. Juni 1934: Landeskirchentag in Hessen-Kassel
    Der Landeskirchentag in Hessen-Kassel fasst einstimmig den Beschluss zur Vereinigung der Landeskirchen von Hessen-Kassel und Waldeck zur neuen „Landeskirche von Kurhessen-Kassel und Waldeck“. Beschlüsse über das Bischofsgesetz und zur Unterstellung der neuen Landeskirche unter die Reichskirche scheitern am Widerstand einer Gruppe, die von Pfarrer Dr. Ritter aus Marburg geführt wird und sich ... »Details
  38. 16. Juni 1934: Missstimmung und Proteste in der Landwirtschaft gegen Zwangsbewirtschaftung
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD für die Monate Juni / Juli 1934 gibt Nachrichten über Mißstimmungen und Proteste in der Landwirtschaft in verschiedenen Teilen des Reiches wieder, darunter auch ein Beispiel aus Hessen: Die Mißstimmung, die sich seit einigen Monaten der Bauern bemächtigt hat, hält in unverminderter Schärfe an. [...] Die Mißstimmung der Bauern, die sich ... »Details
  39. 17. Juni 1934: Marburger Rede des Vizekanzlers von Papen
    Reichsvizekanzler Franz von Papen (1879–1969) hält im Auditorium maximum der Universität in Marburg auf der Jahresversammlung des Marburger Universitätsbunds eine später berühmt gewordene Rede. Das Konzept der Rede, in der von Papen die totalitäre Politik der NSDAP kritisiert, stammt von dem Juristen Edgar Jung (1894–1934), der als politischer Berater und Redenschreiber von Papens tätig ... »Details
  40. 30. Juni 1934: Hanauer Ereignisse während der Ausschaltung der SA (dem sogenannten Röhm-Putsch)
    Im Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD werden Informationen zum Verlauf der Aktionen zur Ausschaltung der SA (dem sogenannten Röhm-Putsch) veröffentlicht, darunter zu den Ereignissen in Hanau und Umgebung: ... »Details
  41. Juli - August 1934: Frankfurter Untergrund-SPD rechnet mit raschem Ende der Hitlerdiktatur
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstands der SPD beschreibt die allgemeine Stimmung in Deutschland im Sommer 1934: Die Berichte über die Abstimmung vom 19. August zeigen, daß die Wahlergebnisse keinen zuverlässigen Maßstab für die wirkliche Stimmung in Deutschland abgeben können. Wenn man ein Urteil darüber gewinnen will, in welchem Maße der Terror das Ergebnis beeinflußt hat, ist man ... »Details
  42. Juli - August 1934: Beschreibung der Stimmung im kirchlichen Bereich in Frankfurt
    In den Deutschland-Berichten des Exilvorstand der SPD wird die Stimmung in kirchlichen Kreisen, darunter auch in Frankfurt: Im Dom zu Frankfurt wurde ein Requiem für den Jugendkraft-Führer Probst abgehalten. Frühmorgens im 5 Uhr war die Kirche überfüllt. Ich selbst habe teilgenommen. Die Leute standen bis auf die Straße. In der Liturgie sagte der Pfarrer: „Jeder der seinen Bruder hasset, ... »Details
  43. Juli - August 1934: Berichte über Missstände und Verschwendung in der nationalsozialistischen Kommunalverwaltung
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstand der SPD geben Nachrichten über zahlreiche Mißstände und Verschwendungen in den nationalsozialistischen Kommunalverwaltungen wieder:In Frankfurt (Main) hat der ns.-Dezernent für das Stiftungswesen über 60.000,- Mk. unterschlagen und wurde zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Arbeitsämter in Wetzlar und Hanau hatten früher einen Wagen. Jetzt ... »Details
  44. Juli - August 1934: Verstärke Produktion der Rüstungsindustrie, auch in Offenbach
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands für die Monate Juli / August 1934 berichtet aus vielen Städten des Reichs über eine verstärkte Einbeziehung zahlreicher Betriebe in die Rüstungsproduktion. Für Offenbach werden beispielsweise aufgezählt: Die Firma Jansen baut Maschinen für Krupp, die zur Herstellung schwerkalibriger Granaten dienen. Die Firma Maury & Co. hat einen Auftrag über ... »Details
  45. 1. Juli 1934: Eröffnung der 3. Römerberg-Festspiele in Frankfurt
    Mit einer Inszenierung von Schillers „Die Jungfrau von Orléans“ beginnen die diesjährigen Freilichtaufführungen der Städtischen Bühnen auf dem Römerberg, die seit 1932 als „Römerberg-Festspiele“ im Sommer Tausende von Besuchern ins Herz der Stadt Frankfurt am Main locken. Weiterhin werden ab 15. Juli bis zum Ende der vor den mittelalterlichen Kulissen des Römerbergs monumental ins ... »Details
  46. 3. Juli 1934: SA-Gruppenführer dankt der hessischen SA für die Mitwirkung an den Säuberungen
    Der SA-Gruppenführer (und Polizeipräsident) von Frankfurt am Main, Adolf Beckerle (1902–1976), richtet nach Abschluss der Säuberungsaktion im Zusammenhang mit dem sogenannten Röhm-Putsch einen vom Landespressedienst verbreiteten Aufruf an die SA-Gruppe Hessen: ... »Details
  47. 2. August 1934: Tod des Reichspräsidenten von Hindenburg, Hitler wird Staatsoberhaupt
    Auf Gut Neudeck in Ostpreußen stirbt Reichspräsident Paul von Hindenburg. „Nach einer halbstündigen Funkstille“ gibt Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels ein von der Reichsregierung beschlossenes Gesetz über das Staatsoberhaupt bekannt, nach dem das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers vereinigt wird und die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den ... »Details
  48. 2. August 1934: Landeskirchentag Kurhessen-Waldeck vollzieht Umwandlung der Landessynode
    Der Landeskirchentag Kurhessen-Waldeck vollzieht die Umwandlung der Landessynode, die durch die Eingliederung in die Reichskirche notwendig geworden ist. Zu diesem Anlass spricht Landesbischof Dr. Theys über das Verhältnis der Kirche zum Staat. „Der Staat müsse die Kirche und die Kirche das Evangelium schützen. Im Sinne Hitlers und des heimgegangenen Reichspräsidenten fordere er alle ... »Details
  49. 19. August 1934: Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches
    In einer Volksabstimmung wird das Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches zur Abstimmung vorgelegt, mit dem Adolf Hitler (1889–1945) nach dem Tod des bisherigen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847–1934) auch dessen Amt übernimmt. Im früheren Volksstaat Hessen nehmen 95,8 % der Stimmberechtigten an der Abstimmung teil. 90,6 % der gültigen Stimmen werden dabei als ... »Details
  50. 28. August 1934: Verleihung des Goethepreises der Stadt Frankfurt an den Komponisten Hans Pfitzner
    Der deutsche Komponist und Autor Hans Erich Pfitzner (1869–1949) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Der die Preisvergabe begründende Text der Verleihungsurkunde würdigt Pfitzner als „deutschen Tonschöpfer, dessen Schaffen in Lied, Symphonie und Musikdrama der deutschen Musik erhabenen Ausdruck verliehen hat“ und als „Kämpfer für deutsche Art, der zur stolzen ... »Details