Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 2.-3. März 1950: Diskussion über die Räumung von Kasernen in Hessen
    Zwischen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und dem Hessischen Innenministerium entsteht eine öffentliche Diskussion über die Räumung und Remilitarisierung von Kasernen. Der Landesvorsitzende der der VVN, August Küper, erklärt am 2. März bei einer Versammlung in Frankfurt, auch in Hessen seien die Pläne fertig, Kasernen zu räumen, um Soldaten hineinzulegen. Da aber von ... »Details
  2. 8. März 1950: Proteste der Vertriebenen gegen Sperrung der Zonengrenze für Ausgewiesene
    Der Landesverband der Ausgewiesenen ruft in Wiesbaden zu einer Protestaktion auf, um damit gegen die Sperrung der „Zonengrenze“ (zur DDR) für die aus Polen ausgewiesenen Deutschen zu protestieren.(OV) ... »Details
  3. 8. März 1950: Hessische Landesregierung beschließt Einführung der Sommerzeit
    Die Hessische Landesregierung in Wiesbaden beschließt, vom 15. April bis 15. September die Sommerzeit einzuführen.(OV) ... »Details
  4. 15. März 1950: Gewerkschaften drohen mit Generalstreik gegen Rechts
    Das hessische Innenministerium teilt mit, dass die hessischen Gewerkschaften mit einem Generalstreik gedroht haben für den Fall, dass der Vorsitzende der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (Nationale Reichspartei), Karl-Heinz Priester (1912–1960), entsprechend seiner Ankündigung mit bewaffnetem Saalschutz auftritt. ... »Details
  5. 23. März 1950: Amerikanischer Landeskommissar wehrt sich gegen Kritik an hohen Besatzungskosten
    Der amerikanische Landeskommissar für Hessen, James R. Newman (1902–1964), kritisiert in einem Schreiben an Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) die Angriffe, die im Hessischen Landtag gegen die Höhe der amerikanischen Besatzungskosten gerichtet worden sind. Dabei seien die Besatzungskosten der deutschen Armee in den Jahren 1938 und 1939 zweieinhalb mal höher als die jetzigen ... »Details
  6. 26. März 1950: Weiterhin Anspruch Hessens auf die Exklave Bad Wimpfen
    Der Darmstädter Regierungspräsident Wilhelm Arnoul (1893–1964; SPD) macht bei einem Besuch in Bad Wimpfen, das jetzt zum württembergischen Kreis Sinsheim gehört, die Mitteilung, dass Hessen auf seine frühere Exklave Bad Wimpfen nicht verzichten werde. Während die Kleinstadt bereits weitgehend in die württembergische Verwaltung einbezogen ist, werden Forst- und Grundbuchangelegenheiten ... »Details
  7. 1. April 1950: SPD kritisiert Veröffentlichung einer Liste von angeblichen Gestapo-Spitzeln
    Der Vorstand des Bezirks Hessen-Süd der SPD befasst sich in seiner Sitzung in Frankfurt mit Pressemeldungen über die Namensliste von angeblichen Gestapo-Spitzeln, die der angeklagte ehemalige Gestapo-Beamte Baab einem Frankfurter Journalisten übergeben hat. Er wendet sich scharf dagegen, dass von den 26 Namen auf dieser Liste bisher nur die zweier Frankfurter Bundestagsabgeordneten und der ... »Details
  8. 5. April 1950: Verhandlungen über Fragen des Mitbestimmungsrechts in Hattenheim
    Der Vertreter des Gemeinschaftsausschusses der gewerblichen Wirtschaft und Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung, Dr. Walter Raymond (1886–1972), berichtet in einer Pressekonferenz über Verhandlungen, die seit Beginn des Jahres zwischen Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu Fragen der Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Hattenheim geführt worden sind.(OV) ... »Details
  9. 9. April 1950: Suspendierung des Mitbestimmungsartikel in der Verfassung wird aufgehoben
    Der amerikanische Hohe Kommissar John Jay McCloy (1895–1989) teilt den Landesregierungen von Hessen und Württemberg-Baden mit, dass die Suspendierung der Artikel in den Betriebsrätegesetzen dieser Länder, die das wirtschaftliche Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer betreffen, aufgehoben wird, sodass die Gesetze in ihrer ursprünglichen Form in Kraft gesetzt werden können. Die Suspendierung ... »Details
  10. 10. April 1950: Freie Demokraten für Einschränkung des Rederechts von Kommunisten
    Die Bundestags- und Landtagsabgeordneten der hessischen FDP beschließen in Marburg darauf hin zu arbeiten, dass Politiker aus der DDR solange nicht in der Bundesrepublik reden dürfen, bis dies umgekehrt auch westdeutschen Politikern ohne Gefahr für Leib und Leben möglich sei. Mitglieder der FDP in den hessischen Frauenorganisationen, den Jugendringen und anderen überparteilichen Vereinigungen ... »Details
  11. 23. April 1950: Gedenkstein für die Opfer des NS-Regimes in Offenbach
    In Offenbach am Main wird ein Gedenkstein für die Opfer des NS-Regimes enthüllt. Der Landes-Oberrabbiner Dr. Wilhelm Weinberg (1901–1976) hält dabei eine Ansprache.(OV) ... »Details
  12. 25. April 1950: Erster Katalog des Versandhauses Neckermann verschickt
    Mit rund 100.000 Verbraucheradressen und einem am Frankfurter Ostbahnhof gelegenen Firmengebäude im Rücken, verschickt das in Frankfurt am Main ansässige Versandunternehmen Neckermann seinen ersten Katalog. Das zwölfseitiges Heft mit dem Titel „Preisliste 119“ enthält 133 Textilartikel und erscheint in einer Auflage von 100.000 Stück. Die Nummer 119 trägt der Katalog, um eine lange ... »Details
  13. 16. Juni 1950: Neugründung der „Deutschen Burschenschaft“ in Marburg
    In der Universitätsstadt Marburg wird die „Deutsche Burschenschaft“ neu gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es im Mai 1949 in Gießen zu einem ersten überregionalen Kontakt von 19 burschenschaftlichen Vereinigungen gekommen. Auf Einladung des Bundes Marburger Studenten gründeten die Vertreter von 68 burschenschaftlichen Verbindungen am 26. und 27. November 1949 auf dem Haus der ... »Details
  14. 25. Juni 1950: Kickers Offenbach unterliegen im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft
    Die Mannschaft von Kickers Offenbach unterliegt im Berliner Olympiastadion vor 95.000 Zuschauern dem VfB Stuttgart im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft 1950 mit 1:2. Bereits in der ersten Halbzeit erzielt der VfB Stuttgart zwei Treffer durch die Spieler Erwin Läpple (geb. 1925) und Walter Bühler (1926–2012). Das Tor für die Kickers erzielt wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff ... »Details
  15. 9. Juli 1950: Änderung der Landesverfassung nach Volksabstimmung
    In Hessen findet eine Volksabstimmung über eine Änderung der Hessischen Verfassung statt. Bei einer Wahlbeteiligung von 33,8 Prozent der Wahlberechtigten stimmen 739.947 mit Ja und 203.804 mit Nein. Dadurch werden folgende Änderungen der Verfassung wirksam:Die Bestimmung, nach der die Mitglieder des Hessischen Landtags nach dem Verhältniswahlrecht zu wählen sind, wird gestrichen. Dadurch wird ... »Details
  16. 9. Juli 1950: Das Magazin „Stern“ berichtet über Missstände in der Landesheilanstalt Eichberg
    Im Magazin „Stern“ erscheinen die Artikel, die über Misshandlungen in der Landesheilanstalt Eichberg berichten.(MB) ... »Details
  17. 13. Juli 1950: Land sagt Aufklärung und Erziehung gegen alltäglichen Antisemitismus zu
    Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) antwortet dem amerikanischen Landeskommissar für Hessen, James R. Newman (1902–1964), zu den Schändungen jüdischer Friedhöfe, die hessische Landesregierung wolle „einen Plan zur Rehabilitierung jüdischer Friedhöfe“ vorlegen. Die Schändungen von Friedhöfen habe im letzten und vorletzten Jahr nachgelassen. Da Schulkinder die ... »Details
  18. 14. Juli 1950: Entwurf eines neuen hessischen Wahlgesetzes
    Das hessische Kabinett nimmt in seiner Sitzung einen Referentenentwurf des Innenministeriums für ein neues Wahlgesetz an. Nach dem Entwurf müssen für die Aufstellung eines Kandidaten ein halbes Prozent der Wahlberechtigten eines Wahlkreises, mindestens aber 250 Unterschriften erreicht werden. Bei der Wahl eines Kandidaten werden die überschüssigen Stimmen nicht auf die Landesliste ... »Details
  19. 15.-17. Juli 1950: „Darmstädter Gespräch“ über moderne Kunst
    Anlässlich des „Darmstädter Kunstsommers“ und der seit 1946 jährlich durchgeführten Ausstellung der „Neuen Darmstädter Sezession“ findet erstmals auch ein „Darmstädter Gespräch“ über moderne Kunst statt.(OV) ... »Details
  20. 20. Juli 1950: Ministerpräsident Stock sagt Toleranz und Bekämpfung des Antisemitismus zu
    Der hessische Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) schreibt an den amerikanischen Landeskommissar von Hessen, James R. Newman (1902–1964), von seiner Regierung werde alles zur Förderung der Toleranz und zur Bekämpfung antisemitischer Ausschreitungen getan. Seit Januar 1947 habe es in Hessen 35 Schändungen jüdischer Friedhöfe gegeben. In 17 Fällen seien Kinder unter 14 Jahren ... »Details
  21. 27. Juli 1950: Hessische Landesregierung lehnt Zustimmung zur Luxussteuer ab
    Die Hessische Landesregierung lehnt den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf des Gesetzes für eine Luxussteuer ab. Staatssekretär Dr. Hermann Bach (1897–1966) erläutert dazu, dass mit dem Gesetz die Offenbacher Lederindustrie, die Hanauer Schmuckindustrie und der Verkauf der hessischen Spitzenweine besonders betroffen sein würden.(OV) ... »Details
  22. 5. August 1950: Staatsgerichtshof erklärt Verbot einer NDP-Veranstaltung am Niederwalddenkmal für rechtmäßig
    Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden verkündet in der Klage der National-Demokratischen Partei in Hessen gegen das Land Hessen sein Urteil. Die NDP hatte wegen der Verletzung der Versammlungsfreiheit geklagt, weil das Land eine Veranstaltung der Partei am Niederwalddenkmal bei Rüdesheim verboten hatte. Das Gericht weist die Klage der NDP ab und begründet dies damit, dass das ... »Details
  23. 13. August 1950: Steuerzahlerbund kritisiert Kabinettssitzung in Bad Wiessee
    Der geschäftsführende Vorsitzende des Steuerzahlerbundes in Hessen, Dr. Henning, kritisiert die Sitzung des hessischen Kabinetts in Bad Wiessee als unglaubliche Verschwendung von Steuergeldern. Nachdem Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) nach einem Empfang des amerikanischen Landeskommissars in Wiesbaden (am Freitag, dem 11. August) am folgenden Tag wieder zu seinem Urlaubsort Bad ... »Details
  24. 28. August-9. September 1950: Erfolgreicher Streik der Bauarbeiter in Hessen
    Nach Aufruf der Gewerkschaft „Bau, Steine, Erden“ streiken tausende Bauarbeiter0=Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beteiligten sich am ersten Streiktag, dem 28. August, gegen Mittag etwa 18.000 Bauarbeiter allein in Frankfurt am Main an dem Arbeitskampf. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.8.1950, S. 1: Bauarbeiterstreik in Frankfurt. Die Arbeitgeber erklären den Ausstand ... »Details
  25. 29. August 1950: Übergabe des Marburger Schlosses an die Philipps-Universität
    Das Marburger Schloss wird aus ehemals preußischem Besitz an die Philipps-Universität Marburg übergeben.(OV) ... »Details
  26. September 1950: Volkszählung belegt Bevölkerungszuwachs und Zahl der Heimatvertriebenen in Hessen
    Im September 1950 beläuft sich die hessische Bevölkerung laut Volkszählung auf 4,32 Millionen Menschen. Dies bedeutet eine Zunahme von 825.000 gegenüber dem Jahr 1939. Ein Großteil hiervon ist auf die Zuwanderung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten zurückzuführen, nach deren Einsetzen am 4. Februar 1946 rasch erste Leitsätze zur Eingliederung der Flüchtlinge ergangen waren. So leben ... »Details
  27. 1. September 1950: Hessischer Innenminister verbietet Großkundgebung der KPD
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) verbietet eine für Freitag, den 1. September 1950, von der KPD angekündigte Großkundgebung der Partei in Wiesbaden. Auf der Veranstaltung sollte der Bundestagsabgeordnete Oskar Müller (1896–1970; KPD) zum Thema „Der Weg der Deutschen Demokratischen Republik, der einzige Ausweg für die deutsche Nation“ sprechen. Der ... »Details
  28. 6. September 1950: Wiederhergestellte Westend-Synagoge in Frankfurt
    Die jüdische Gemeinde in Frankfurt am Main kann in einer feierlichen Zeremonie die Westend-Synagoge wieder einweihen. Die aus dem Jahr 1910 stammende große Synagoge war während der Reichspogromnacht von 1938 nicht vollständig zerstört worden, sodass sie seit 1948 im Rahmen der „Wiedergutmachung“ wiederhergestellt werden konnte. Die Festansprache hält der Rabbiner Georg Salzberger ... »Details
  29. 18. September 1950: Neues hessisches Landtagswahlgesetz
    Die Landesregierung unter Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) verkündet das am 14. September beschlossene neue Landtagswahlgesetz (LWG). Das neue Gesetz gilt erstmals für die Landtagswahlen vom 19. November dieses Jahres und löst das bisherige Landtagswahlgesetz von 1946 ab. Dieses von der damaligen Allparteienregierung unter amerikanischer Besatzung beschlossene Gesetz war ... »Details
  30. 27. September 1950: Umtausch von Anteilscheinen der I.G. Farben in Aktien
    Die Liquidatoren der I.G. Farben in Frankfurt am Main bieten den bisherigen Aktionären die Möglichkeit an, ihre alten Anteilscheine in Aktien der Nachfolgegesellschaften umzutauschen.(OV) ... »Details
  31. Oktober 1950: Einrichtung des Büros für Frauenfragen in Wiesbaden
    In der Landeshauptstadt Wiesbaden wird das Büro für Frauenfragen eingerichtet. Angestoßen wurde die Gründung dieser Einrichtung von der amerikanischen Frauenreferentin Betsy Knapp und der Kommunalpolitikerin Hedwig „Hety“ Schmitt-Maaß (1918–1983; SPD), die das Büro und ein Konzept für seine Arbeit entwickelt und ins Leben gerufen haben.0=Vgl. Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit ... »Details
  32. 6. Oktober 1950: Untersuchungsausschuss befragt Abgeordnete zum Bestechungsskandal in der „Hauptstadtfrage“
    Der parlamentarische Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages beginnt am Vormittag mit der Vernehmung der Mitglieder des Bundestages, die in einem Bericht des SPIEGEL über die Bestechung von Abgeordneten bei der Wahl der Bundeshauptstadt genannt worden waren. Demzufolge sei die Abstimmung der Hauptstadtfrage im Parlamentarischen Rat am 10. Mai 1949 durch Bestechungsgelder manipuliert ... »Details
  33. 13. Oktober 1950: Erste Jahrestagung der „Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung“ in Darmstadt
    Die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ veranstaltet in Darmstadt ihre erste Jahrestagung.(OV) ... »Details
  34. 14. Oktober 1950: Proteste der Evangelischen Kirche gegen Wiederbewaffnungspolitik
    Vertreter des Bundesrates der Evangelischen Kirche protestieren auf einer Tagung in Darmstadt unter Vorsitz von Martin Niemöller (1892–1984) gegen die Wiederbewaffnungspolitik von Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU).(OV) ... »Details
  35. 7. November 1950: Hessisches Kabinett gegen neues Verkehrssteuergesetz
    Die hessische Landesregierung beschließt, in der kommenden Sitzung des Deutschen Bundesrates am 10. November gegen das neue Verkehrssteuergesetz zu stimmen. Nach der Erklärung von Staatssekretär Hermann Bach (1897–1966; SPD) ist die Landesregierung der Ansicht, dass die schwierige Finanzlage des Bundes nur durch eine Reform des Steuerwesens gelöst werden könne, nicht aber durch eine ... »Details
  36. 10. November 1950: Heimatvertriebene befürchten Verteidigungslasten auf ihre Kosten
    Vertreter der Heimatvertriebenen in Hessen fordern in Wiesbaden von Finanzminister Dr. Werner Hilpert (1897–1957; CDU) und Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD), dass die zu erwartenden Ausgaben für die äußere Sicherheit nicht auf Kosten der Vertriebenen gehen sollten. Sie fordern die hessische Landesregierung auf, sich bei der Bundesregierung nachdrücklich in diesem Sinne zu ... »Details
  37. 17. November 1950: Keine Auslieferung von Deutschen ohne Zustimmung des Innenministers
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) weist alle Polizeibehörden und kommunalen Dienststellen in Hessen an, vor jeder Auslieferung eines deutschen Staatsbürgers an die Besatzungsmacht oder eine andere fremde Macht seine persönliche Stellungnahme einzuholen. Ohne seine ausdrücklich gegebene Zustimmung sei eine Auslieferung zu verweigern.(OV) ... »Details
  38. 19. November 1950: Absolute Mehrheit der SPD bei Landtagswahl in Hessen
    In Hessen wird ein neuer Landtag gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 64,9 % erhält die SPD 44,4 % der Stimmen, die FDP wird zweitstärkste Partei mit 31,8 %, während 18,8 % der Stimmen auf die CDU entfallen. Alle anderen Parteien erreichen weniger als fünf Prozent der abgegebenen Stimmen (darunter die KPD mit 4,7 %) und scheitern damit an der Fünf-Prozent-Klausel. Aus dem Wahlergebnis ... »Details
  39. 19. November 1950: Wählerstreik zur Landtagswahl in der Gemeinde Raubach
    In der kleinen Gemeinde Raubach (105 Einwohner) im Kreis Erbach blieben zur Landtagswahl alle 71 Wahlberechtigte der Urne fern. Wie das „Darmstädter Echo“ berichtet, ist dies in einer Boykottaktion der Einwohner des Dorfes begründet. ... »Details
  40. 21. November 1950: Kreis Groß-Gerau am stärksten industrialisierter Kreis in Deutschland
    „630.000 wollen leben“ – unter diesem Motto berichtet das „Darmstädter Echo“ über fünf Jahre Aufbauarbeit in Südhessen. Die Bilanz ist positiv: In rund 1.300 Industriebetrieben finden 184.000 Menschen Arbeit. 1945 arbeiteten nur 406 Betriebe. Der Kreis Groß-Gerau ist einer der am stärksten industrialisierten Kreise der Bundesrepublik. Der Jahresumsatz seiner Industrie übersteigt ... »Details
  41. 22. November 1950: US-Staatssekretär Acheson äußert sich zum Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen
    Der Staatssekretär im amerikanischen Außenministeriums, Dean Acheson (1893–1971), äußert sich nach einer Meldung der AP auf einer Pressekonferenz zum Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen und Württemberg-Baden. Er stellt aus amerikanischer Sicht fest, dass der Wahlsieg der SPD in beiden Ländern die „Verwirklichung der westlichen Pläne zur Einbeziehung deutscher Einheiten in eine ... »Details
  42. 25. November 1950: Absaufen des Kupferschieferbergwerks Reichenberg bei Dens
    Der Reichenbergschacht des Kupferbergwerks in Dens (Gemeinde Nentershausen), der von der Kurhessischen Kupferschieferbergbau GmbH betrieben wird, säuft ab.(OV) ... »Details
  43. 26. November 1950: Hessische FDP zu politischen Konsequenzen der Landtagswahl
    Auf einem Landesparteitag in Gießen beschäftigt sich die hessische FDP mit dem Ergebnis der Landtagswahl vom 19. November 1950 und insbesondere mit dem schlechten Wahlergebnis für die nicht-sozialdemokratischen Parteien. In einer einstimmig angenommenen Resolution führen die Delegierten dieses Ergebnis „hauptsächlich auf die mangelnde Ueberzeugungskraft der Politik der Bundesregierung“ ... »Details
  44. 5. Dezember 1950: Hessische SPD gegen die Bildung einer Koalition
    Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Ludwig Bodenbender (1891–1962), erklärt in Wiesbaden, die SPD beabsichtige nach ihrem Wahlsieg bei den Landtagswahlen nicht, Verhandlungen über die Bildung einer Koalition zu führen. Da die Partei mit 47 von 80 Sitzen über die absolute Mehrheit im Landtag verfüge, werde sie allein die Landesregierung bilden.(OV) ... »Details
  45. 5. Dezember 1950: BHE in Hessen äußert sich zur zukünftigen Politik im Hessischen Landtag
    Der Landesverband des BHE (Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten) gibt auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main seine allgemeinen politischen Ziele bekannt. Im Hessischen Landtag werde die Fraktion des BHE als „selbständige Fraktion ohne irgendwelche Bindungen“ auftreten. Eine Koalition mit der SPD sei allein schon wegen der Sozialisierungstendenzen nicht möglich. Noch ... »Details
  46. 6. Dezember 1950: Georg August Zinn soll neuer hessischer Ministerpräsident werden
    Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und der erweiterte Landesausschuss der Partei in Wiesbaden beschließen in einer gemeinsamen Sitzung, den früheren hessischen Justizminister und jetzigen Bundestagsabgeordneten Georg August Zinn (1901–1976) für das Amt des Ministerpräsidenten vorzuschlagen. Die Entscheidung zwischen Zinn und Christian Stock (1884–1967), der 1946 zum ersten ... »Details
  47. 7. Dezember 1950: Hessen nicht imstande, tschechische Flüchtlinge aufzunehmen
    Der amerikanische Landeskommissar der Militärregierung für Groß-Hessen (Office of Military Government Greater Hesse, OMGGH), James R. Newman (1902–1964), informiert den hessischen Ministerpräsidenten Christian Stock (1882–1967; SPD) in Wiesbaden, dass Hessen nach der Mitteilung der amerikanischen Oberkommission bis zum 15. Dezember noch etwa 700 tschechische Flüchtlinge aus dem Lager ... »Details
  48. 8. Dezember 1950: Einflussnahme des SPD-Bundesvorstands auf die Regierungsbildung in Hessen
    Der SPD-Bundesvorstand äußert sich zur Regierungsbildung durch den vorgesehenen zukünftigen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976). Außer Zinn könne die Bundes-SPD keinen sozialdemokratischen Politiker mehr abgeben, der ein Bundestagsmandat innehabe, da man Ergänzungswahlen zum Bundestag unbedingt vermeiden wolle. Die anderen Minister der zukünftigen hessischen Landesregierung ... »Details
  49. 14. Dezember 1950: Wahl Georg August Zinns zum hessischen Ministerpräsidenten
    Der Hessische Landtag wählt den sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten und früheren hessischen Justizminister Georg August Zinn (1901–1976; SPD) zum hessischen Ministerpräsidenten. Er erhält 46 Stimmen der sozialdemokratischen Abgeordneten, während die Abgeordneten der CDU, der FDP und des BHE im Hessischen Landtag leere Stimmzettel abgeben. Dazu erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende ... »Details
  50. 18. Dezember 1950: Hessischer Innenminister genehmigt Weiterführung alter Dienstgrade der Wehrmacht
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) informiert die nachgeordneten Behörden in Hessen in einem Schreiben darüber, dass ehemalige Wehrmachtsangehörige und Beamte, „deren Einstellungsbehörden nicht mehr bestehen“, nicht daran gehindert seien, ihren früheren Dienstgrad (wie etwa „Hauptmann a.D.“) weiterzuführen. Beschwerden über die Führung der früheren ... »Details